Geschrieben am 15.06.12 um 22:25 Uhr.
Rietberg-Neuenkirchen (pkb). "Nicht zum Vergnügen für die Feuerwehr, sondern für alle Menschen in unserer Stadt ist dieses funktionale Gebäude errichtet worden." Mit diesen Worten begrüßte am Freitagabend Beigeordneter Dieter Nowak mehrere hundert Gäste in dem neuen Gebäude an der Varenseller Straße. Mit einem offiziellen Festakt wurde das Gerätehaus seiner Bestimmung übergeben, exakt 366 Tage nach dem ersten Spatenstich im Juni 2012.
"?Eine zweckmäßige und bedarfsgerechte Ausstattung und dazu gehört unbedingt auch eine praktische Unterkunft für die Wehr ist für den Schutz der Menschen und Sachgüter in unserer Stadt unerlässlich. Das alte Gebäude und die Flächen am Diekamp entsprachen schlichtweg nicht mehr modernen Standards in einer Zeit, in der die Aufgaben der Wehr immer vielfältiger und die Ausrüstung entsprechend umfangreicher geworden ist. es bestand Handlungsbedarf", so Nowak, der unter den zahlreichen Ehrengästen auch Landtagsabgeordneten André Kuper willkommen heißen konnte. Rietbergs früherer Bürgermeister habe sich in der Projektgruppe aus Rat, Verwaltung und Fachleuten der Wehr intensiv eingebracht und wesentlich zu der jetzigen Lösung beigetragen.
Was den Beigeordneten und Kämmerer besonders freute war die Tatsache, dass mit dem vom Architekturbüro Meyer & Kleinewietfeld geplant und errichteten Haus die ursprünglich angesetzten Kosten von rund 1,3 Millionen Euro eingehalten werden konnten. Der Dank Nowaks galt allen am Bau beteiligten, insbesondere aber auch den Kameraden des Löschzuges, die sich in vielen Stunden tatkräftig eingebracht hatten und so mit dazu beitragen konnten, dass ein wahres Schmuckstück entstanden ist.
Stadtbrandmeister Peter Pepping erhielt vom Kämmerer einen symbolischen Schlüssel, den er umgehend an Löschzugführer Michael Schnatmann weiterleitete. "Eigentlich hätten sie uns einen ihrer Finger geben müssen, denn die moderne Technik hier funktioniert über Fingerprints nicht über Schlösser", schmunzelte Pepping. Er und Schnatmann dankten der Stadtverwaltung und Politik für die gute Kooperation über mehrere Jahre hinweg und ebenso den vielen Sponsoren, die das Großprojekt im Wapeldorf mit unterstützt hatten. Auch Kreisbrandmeister Rolf Volkmann würdigte in der ihm eigenen Art, was auf dem großrahmigen Gelände an der Varenseller Straße entstanden ist. MdL André Kuper lobte: "Es ist toll was Ihr hier alle gemeinsam geschafft habt."
Glückwünsche kamen zudem von Ortsvorsteherin Bärbel Diekhans und Werner Ketzer als Vertreter des Landesfeuerwehrverbandes. Für Diekhans bedeutete der Neubau nicht nur einen stadtteilprägenden Aspekt zwischen Schulzentrum und Industriebetrieb, sondern auch die Möglichkeit, nun an zentraler Stelle im Dorfkern auf dem alten Gelände mit der weiteren Stadtteilentwicklung umfassend anzusetzen. Die offizielle Segnung des Gebäudes nahmen Pastor Dietrich Fricke (evangelische Kirchengemeinde) und Augustinus Dröge (katholische Pfarrgemeinde St. Margareta vor). Fricke bot im Namen beider Geistlicher an: "Wir sind immer für sie da, besonders wenn sie nach schweren Notfalleinsätzen jemanden zum Zuhören brauchen, rufen sie uns einfach an."
Auch Nowak war in seiner Festrede eingegangen auf die besondere seelische Belastung durch Notfalleinsätze. "Unsere Feuerwehrmänner und -frauen sind immer hilfsbereit zur Stelle: in jeder Notsituation, Tag und Nacht. Und die zahlreichen jährlichen Einsätze unserer Feuerwehren in Rietberg im letzten Jahr machen deutlich, dass wir auf dieses Engagement dringend angewiesen sind. Die Männer und Frauen der Feuerwehr zeigen damit ein beispielhaftes Maß an Bürgersinn. Dabei müssen sie oft auch nur schwer zu verkraftende Schicksale erleben, gerade bei schweren Unfällen, in denen Schnelligkeit mit Besonnenheit verbunden werden muss. Man kann diesen ehrenamtlichen Dienst am Nächsten gar nicht hoch genug einschätzen."
Mit einer Baumpflanzung auf dem Freigelände endete der offzielle Teil. Bürgermeister a.D. André Kuper und seine Frau Monika hatten vor wenigen Tagen anlässlich der Verabschiedung aus dem Amt jedem Stadtteil einen Apfelbaum geschenkt. Gemeinsam mit Peter Pepping, Michael Scnnatmann und Bärbel Diekhans setzten die Beiden das Bäumchen an seinen neuen Standort.
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