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Doppelweltmeisterin Birgit Kober trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Rietberg ein

Geschrieben am 31.05.12 um 14:23 Uhr.  

Birgit Kober, Weltmeisterin im Speerwerfen und Kugelstoßen der behinderten Sportler, trug sich jetzt in das Goldene Buch der Stadt Rietberg ein. Beigeordneter Dieter Nowak (links) und stv. Bürgermeister Robert Dirkwinkel nutzten die Gelegenheit, sich über Wettkämpfe und Trainingsbedingungen zu informieren. Bild: stadt rietberg

Rietberg. "Das macht mich wirklich unheimlich stolz", freute sich jetzt Birgit Kober, Doppelweltmeisterin und -weltrekordhalterin im Behindertensport und Starterin bei den Paralympics 2012 in London im kommenden September. Anlässlich ihres Besuches zu den Weltspieltagen im Gartenschaupark trug sie sich in das Goldene Buch der Stadt ein.

 

Beigeordneter Dieter Nowak und stellvertretender Bürgermeister Robert Dirkwinkel nutzten bei einem kleinen Empfang im Alten Progymnasium die Möglichkeit, mit der 40jährigen Rollstuhlfahrerin in einen Dialog zu treten. Der Dank der offiziellen Vertreter der Stadt galt insbesondere dem Einsatz der erfolgreichen Speerwerferin und Kugelstoßerin am Wochenende im Gartenschaupark. Sie hatte dort an zwei Aktionstagen Kinder und Jugendlichen die leichtathletischen Technikdisziplinen erklärt und geduldig hunderten von Besuchern immer wieder auch ihr Können vorgeführt.

 

"Da haben vor allem manche Männer nicht schlecht gestaunt", schmunzelte die Münchnerin, die für den TSV Bayer 04 Leverkusen startet. "Dass ich als sitzende Werferin weiter komme als die gestandenen Kerle mit ihren Armmuskeln hat schon so einige richtig verblüfft." Der Aufenthalt in Rietberg und die "gute Begegnung mit so vielen netten und fröhlichen Menschen" habe ihr sehr gefallen. "Die Stadt und der Park sind wunderschön und Barrierefreiheit im Park nicht nur ein leeres Wort. Hier können sich auch Behinderte problemlos fortbewegen und erholen", betonte sie im Gespräch mit Nowak und Dirkwinkel. Einblick in die Trainingsabläufe und große Meisterschaften waren weiteres Gesprächsthema.

 

In der hiesigen Region sei Leistungssport von Seiten Behinderter bisher noch gar kein Thema, erklärte Rietbergs Beigeordneter. "Aber vielleicht hat der Besuch von Frau Kober hier für einige den Anstoß gegeben, sich damit einmal auseinander zu setzen und selbst zu versuchen, auf diese Weise aktiv zu werden", so Nowak. Der Athletin, die durch einen Behandlungsfehler in einem Krankenhaus erst seit 2007 an den Rollstuhl gefesselt ist, gefiel es in der Emskommune so gut, dass sie versprach: "Wenn die Deutschen und die Europameisterschaften im Juni und dann natürlich mein großes Ziel, die Paralympics in London im September vorbei sind, dann komme ich gerne wieder nach Rietberg um die Stadt noch besser kennen zu lernen."

 

 Glück bringen soll der Sportlerin Rietbergs  Stadtmaskottchen Rieti, das ihr in Form eines Schlüsselanhängers überreicht wurde. "Der fährt garantiert mit und kommt auch mit ins Stadion, wenn ich am 3. und 6. September um paralympisches Gold kämpfe", blickt Birgit Kober nach vorn.    



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