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Hochseilklettergarten hat Feuertaufe bestanden

Geschrieben am 18.01.10 um 12:56 Uhr.  

 

Rietberg. "Das ist ein Idealfall, hier haben sich Partner gefunden, die in idealer Weise ein ideales Projekt realisieren konnten. Ich freue mich, dass wir heute den Hochseilklettergarten in Betrieb nehmen können." Bürgermeister André Kuper war voll des Lobes, als er die neue Attraktion im Gartenschaupark Mitte offiziell in Betrieb nehmen konnte. Trotz eisigen Windes, Minusgraden und schneebedeckten Flächen herrschte bei den zahlreichen Gästen allerbeste Laune und vor allem eines: Abenteuerlust, die Strecken zwischen den hohen Masten und den Kiefernbäumen selbst auszuprobieren. 

Wie Kuper in seiner Ansprache ausführte sei die erste Idee zum Bau einer solchen Kletteranlage bereits im Jahr 2007 entstanden. Damals traf das Stadtoberhaupt zufällig den früheren Rietberger Bürger Albrecht Stroop, der jetzt die Geschäftsführung des neuen Schnurstracks-Kletterparks innehat. Beschäftigt bei der Arbor, dem Dachunternehmen verschiedener Kletteranlagen im Bundesgebiet, erzählt Stroop seinerzeit von seinem Aufgabenbereich, "und im Gespräch kam uns beiden die Idee: Eine solche Anlage wäre auch etwas für das Nachfolgegelände der Rietberger NRW-Landesgartenschau", so Kuper. Im vergangenen Jahr wurden die ersten Überlegungen konkretisiert. Das ausgesuchte Gelände, das Kiefernwäldchen zwischen Café Seerose und Baubetriebshof unmittelbar an den früheren Blumenhallen gelegen, erwies sich als perfektes Ambiente. Pläne für die Parcoursanlagen entstanden in Kooperation mit dem Rietberger Architekten Tom Meyer, die Anlage sollte sich möglichst harmonisch in den kleinen Wald einfügen. Eine umfangreiche Abstimmung mit dem Naturschutz war in der Folge vonnöten ehe im Herbst der symbolische erste Spatenstich den Startschuss gab. "Nach nur gut dreimonatiger Bauzeit ist hier etwas ganz Besonderes entstanden", erklärte Kuper zur Eröffnung am Samstag und wünschte: "Dass möglichst viele Menschen Spass an diesem Kletterpark haben, dass viele Parkbesucher das Angebot nutzen und die Betreiber die Anlage wirtschaftlich führen können." Besonderes Lob galt der Baufirma. Die Experten hätten keine leichte Aufgabe gehabt, zu dieser Jahreszeit ein solch ehrgeiziges Projekt zu realisieren. Viele Frost- und Schneetage hätten zusätzliche Anforderungen gestellt, "aber alles ist bestens gemeistert worden."

Auch Arbor-Geschäftsführer Gunnar Bartels dankte den Arbeitern für den unermüdlichen Einsatz und kommentierte: "Die Anlage ist in Rekordzeit in den Wald gebracht worden. Wir haben hier in Rietberg von allen Seiten tolle Unterstützung erfahren und freuen uns über diese Synergien, die der Unterhaltung aber auch der pädagogischen Erfahrung aller künftigen Nutzer dienen werden." Gartenschaupark-Geschäftsführer Peter Milsch gratulierte zum "wirklich gelungenen Bau". Der Park schreibe auch nach der LGS 2008 weiterhin Erfolgsgeschichte. In 2009 seien über 250.000 Besucher  registriert worden. Er sei sicher, dass der Kletterpark als neue und zusätzliche Attraktion zu vielen weiteren Dingen, die das Angebot demnächst ergänzten, weitere Interessenten nach Rietberg holen werden. Zudem gehe er davon aus, dass insbesondere in der Kooperation mit dem Grünen Klassenzimmer des Gartenschauparkes viele Schulklassen ihre Ausflüge in die Hochseilkletteranlage unternehmen würden. Neben Spaß, Abenteuer und Sportlichkeit habe der Kletterpark auch hohe pädagogische Bedeutung. Insgesamt sieben Parcours stehen den Nutzern zur Verfügung, vom Anfängergelände in niedrigen Höhen bis hin zur höchsten Anforderung auf 16m Höhe, wo man sogar mit einem Fahrrad über ein Drahtseil fahren kann. Auch ein Sprung aus luftiger Höhe wird für Mutige angeboten.

In den Winterwochen wollen die Betreiber der Schnurstracks GmbH unter Leitung von Albrecht Stroop im 14-Tages-Rhythmus an den Wochenenden Events anbieten, die offizielle Eröffnung mit in der Folge täglicher  Nutzungsmöglichkeit folgt am 27. März. Die Preisstruktur staffelt sich zwischen 25 Euro für Erwachsene und 17 Euro für Kinder und Jugendliche, incl Eintrittspreis in den Gartenschaupark (dauerkarteninhaber enthalten entsprechend Ermäßigung). Für Gruppen und Schulklassen werden Rabatte gewährt, zudem gibt es ermäßigte Zehnerkarten für Stammnutzer. Geklettert werden darf jeweils bis zu drei Stunden. Ein innovatives Sicherheitssystem sorgt dafür, dass auch Menschen mit Furcht vor Höhe keine Angst vor möglichen Abstürzen haben müssen. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage www.schnurstracks-kletterparks.de



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