Logo der Stadt Rietberg Logo der Stadt Rietberg

Sie befinden sich hier:


Pdf Version

Zu den Umzügen: Glasverbot in der Innenstadt

Geschrieben am 08.02.10 um 10:09 Uhr.  

Gerd Muhle (Grafschaftler Präsident), Wilfried Dörhoff (Leiter Ordnungsabteilung Stadt Rietberg) und Polizist Andreas Terhechte zeigen, was erlaubt ist, Getränke in Dosen. Glas ist verpönt im historischen Stadtkern.

Rietberg. Eine glasfreie Innenstadt während der Karnevalstage, das ist das gemeinsame Ziel der Stadt Rietberg und des Grafschaftler Karnevalsvereins. Deshalb hat die Kommune eine Verfügung erlassen, nach der Glasbehältnisse jedweder Art auf allen öffentlichen Flächen in der historischen Innenstadt zwischen dem 11. Februar, 8 Uhr und dem 16. Februar, 6 Uhr, verboten sind. Die Vorschrift umfasst sowohl das Mitführen und Benutzen von Flaschen und Gläsern als auch den Verkauf von Getränken in Glasbehältnissen und den Ausschank in solchen in der Außengastronomie. Eingeschlossen in die Tabuzone sind der Klingenhagen, Teile der Klosterstraße, Emsstraße, Am Balkan, Mühlenstraße, Sennstraße, Rathausstraße, Bolzenmarkt, Im Ennebutt, Im Sack, Südtorschule und der Parkplatz Bruchstraße.Die Maßnahme dient der Gesundheit und dem Schutz der Besucher. Wer die großen Umzüge in der Kernstadt bisher gesehen hat, der weiß um die Probleme und Gefahren rund um den Wertstoff Glas. Die Innenstadt glich phasenweise einem regelrechten Scherbenmeer, das ein Begehen besonders in den Abendstunden zum gefährlichen Unterfangen machte.  

Die Zahl der Menschen jeden Alters, die von den Helferinnen und Helfern des Deutschen Roten Kreuz nach Schnittverletzungen versorgt werden mussten, ist sprunghaft angestiegen. "Die Gefahr für alle Umzugsbesucher ist nicht mehr vertretbar", so Wilfried Dörhoff, Leiter Ordnungsabteilung.. "Mehr und mehr mussten wir feststellen, dass trotz der Bereitstellung von Glassammelcontainern vor allem junge Gäste Flaschen jedweder Art einfach auf die Straße warfen, ja sogar mit Absicht das Glas zerschmetterten. Die scharkantigen Scherben sind eine große Gefahr, auch für Kinder, die eigentlich während des Rosenmontagszüges die Bonbons sammeln wollen. Wir können diesen Zustand nicht mehr hinnehmen. Alle Besucherinnen und Besucher sollen sich bei uns wohl fühlen und ein unbeschwertes Fest genießen." Hinzu gesellte sich im vergangenen Jahr das Problem von Reifenschäden an den so dringend benötigten Rettungsfahrzeugen, im Ernstfall verlören die Helfer dadurch wertvolle Zeit beim Versuch, Menschenleben zu retten.  

Nach einer Reihe von Gesprächen mit dem Karnevalsverein, dem DRK, der Polizei, den Ordnungsbehörden, aber auch den Gastronomen im Stadtkern wurde im Januar die Verfügung für das Glasverbot erlassen. "Und das gilt für alle und im gesamten genannten Bereich"; so  die Abteilung Bürgerdienste in der Stadtverwaltung. "Ausnahmen können wir nicht dulden." So greift das Verbot auf allen öffentlichen Straßen, Fußwegen und somit natürlich auch für die Umzüge selbst. Glasflaschen in Bollerwagen im Altweiberumzug oder auf den großen Wagen im Umzug am Montagnachmittag werden nicht geduldet." Die Gastwirte dürfen nur innerhalb ihrer Betriebe in den Räumen Getränke in Gläsern ausschenken, die Außengastronomie muss generell Einweg-Plastikbecher nutzen. "Die Wirte sind aufgefordert darauf zu achten, dass Cliquen nicht mit Biergläsern in der Hand die Schankräume nach draußen verlassen. Wer nur für die Umzüge eine Sonderkonzession beantragt hat und aus festen Gebäuden heraus Getränke verkauft, darf generell kein Glas benutzen. Ebenso untersagt ist in den Geschäften an den genannten Straßen der Verkauf von Getränken in Glasflaschen", so  die Ordnungsabteilung.  Sowohl  die Ordnungsabteilung, Securitykräfte und die beiden sogenannten Stadtstreifen sowie die Polizei  unternehmen Kontrollgänge, auch bei Umzugsteilnehmern. "Dabei werden wir auch den Jugendschutz nicht außer Acht lassen."  

 Schon an den Zugängen zur Innenstadt soll stichprobenartig geprüft werden, was sich in Taschen und Rucksäcken befindet. "Sollten Besucher versuchen, Flaschen und das gilt auch für die kleinen Schnapsfläschchen, mit in den Veranstaltungsbereich zu nehmen, fordern wir zur Entsorgung auf oder nehmen im Ernstfall die Getränke weg", weist  Ordnungsabteilungsleiter Dörhoff darauf hin, dass es allen Verantwortlichen gemeinsam ernst darin ist, des leidigen Scherbenproblems endlich Herr zu werden. Grob fahrlässige Zuwiderhandlungen gegen das Glasverbot können unter Umständen sogar mit Zwangsgeldern bis zu 3000 Euro belegt werden.  

 "Wir setzen allerdings auf die Einsicht und das friedliche Miteinander aller Freunde des Straßenkarnevals", hofft Bürgermeister André Kuper auf Vernunft bei allen Altersgruppen. "Es kann nicht sein, dass einige Unvernünftige den Spass Zehntausender gefährden und billigend auch schwerste Verletzungen bei Besuchern in Kauf nehmen. Alle Appelle der  Vergangenheit an jene, die sich einen Spass aus dem Zerschmettern von Glas in der Innenstadt gemacht haben, haben nichts genutzt. Uns bleibt mit Rücksicht auf die Unversehrtheit der vielen friedlichen Gäste nur noch der Weg dieses Verbotes, dessen Beachtung wir konsequent verfolgen werden," so Kuper. 

 



Login: Nicht angemeldet.

Rietberg.de durchsuchen:



Choose your language:



Abschließend:


Neuigkeiten . RSS-Feed . Kontakt . Service . Hilfe . Impressum .