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Südkorea zu Gast in Rietberg - Kamerateam dreht Reportage für das Staatsfernsehen

Geschrieben am 27.07.10 um 16:38 Uhr.  

 

 

Rietberg. Deutschland? Das ist die sagenumwobene Loreley, das ist der romantische Rhein, das sind die Gebirgszüge der Alpen, Kuckucksuhren und Erzgebirgskunst - so war bisher der Blick aus Ländern wie Japan, China oder Korea. Doch das wird sich ändern. Deutschland, das ist auch Rietberg mit Gartenschaupark, Bürgergärten und historischer Altstadt. Denn: das staatliche südkoreanische Fernsehen KBS, in der Bedeutung anzusiedeln wie hier die ARD oder das ZDF, macht Werbung für die Emskommune.

Ein Redaktionsteam war jetzt zu Gast in der Emsstadt. Einen ganzen Nachmittag lang drehte das Team von KBS mit Bürgermeister André Kuper für eine Reportage über das Landesgartenschaugelände und den Nachfolgepark sowie über die aus Sicht der Besucher sehr beispielhafte Stadtentwicklung in Rietberg.

Im Jahr der Gartenschau waren im Rahmen eines internationalen Besuches rund ein dutzend südkoreanischer Architekten und Landschaftsarchitekten in der Emskommune zu Gast. Kuper führte die Gruppe durch den Stadtkern und den Park. Dabei hinterließ Rietberg einen dermaßen guten Eindruck, dass die rasante Stadtentwicklungsgeschichte sogar auf 12 Seiten im großen Jahresbildband für gelungene Stadt- und Landschaftsarchitektur vorgestellt wurde. Das Werk gilt als "Bibel" der Spezialisten in Südkorea, Rietberg ziert sogar mit einer Szene an der Ems den Titel und findet sich zwischen großen und weltberühmten Parks in den USA, England und auf anderen Kontinenten.

Das weckte das Interesse des Fernsehens, denn: Auch in Südkorea soll es künftig Gartenschauen als Instrumente der Stadtentwicklung geben, die erste im Jahr 2013. Umfassend drehte das Team Bildmaterial, vor allem im Stadtkern und im gesamten Gartenschaupark, stets begleitet von den fachkundigen Erklärungen Kupers, der die Seenflächen als Instrument des Hochwasserschutzes darstellte oder vom hohen Engagement des Ehrenamtes auf vielen Parzellen berichten konnte.

Auch Gartenschaupark-Geschäftsführer Peter Milsch informierte die äußerst interessierte Gruppe über wesentliche Details des Parks. Spontane Interviews mit Besuchern, wie etwa einer Familie aus Paderborn und einem Rietberger Seniorenpaar im Gelände ergänzten das Aufnahmematerial. Das Team zeigte sich so begeistert, dass neben dem 9minütigen Sendebeitrag in einem Report über Gartenschauen und Parks in Europa noch ein 45minütiges Special entstehen soll.

"Dieses ist", so Kuper, "eine nachträgliche Anerkennung für die in Rietberg geleistete gute Arbeit. Und sicherlich auch nicht schlecht im Sinne einer Tourismuswerbung in Südkorea", fügt er schmunzelnd hinzu. "In Rietberg darf man sich nunmehr besonders freuen, wenn auch Besucher aus fernen Ländern an die Ems kommen."



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