Katalog zur Ausstellung und zur Grafschaft



Spannende Lektüre: Sie halten die soeben erschienene Festschrift zur Ausstellung „Sakrale Kunst“ in Rietberg in den Händen (von links) Pfarrer Andreas Zander, Stadtarchivar Manfred Beine, Bürgermeister Andreas Sunder, Sparkassen-Stiftungs-Vorsitzender Frank Ehlebracht, Dr. Michael Orlob (Zweiter Vorsitzender Heimatverein Rietberg) und Thorsten Austermann (Stadtarchiv). Foto: Stadt Rietberg

Rietberg. Seit dem 19. November zeigt das Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch die Ausstellung „Sakrale Kunst in Rietberg“ aus Anlass des Rietberger Klosterjubiläums. Jetzt liegt dazu auch eine Festschrift vor.

Das 108 Seiten starke Buch, fadengeheftet und mit 160 Farbaufnahmen, dokumentiert nicht nur die gezeigten kostbaren Ausstellungstücke, Reliquiare, liturgische Gefäße, theologische Bücher, Gemälde und einen gräflichen Hausaltar des 17. Jahrhundert in Wort und Bild. Es bietet darüber hinaus eine reich illustrierte Darstellung der Klostergründung durch Johann III. Graf von Ostfriesland und Rietberg (1566-1625) und Gräfin Sabina Catharina (1582-1618) sowie ihrer Vorgeschichte, als das Rietberger Grafenhaus von 1557 an seine Residenz in das ostfriesische Esens verlegt hatte. Erst mit Gräfin Sabina Catharina kehrte der gräfliche Hof von Ostfriesland im Jahre 1600 nach Rietberg zurück.

Die Rekatholisierung der Grafschaft bis 1610 und die Gründung des Franziskanerklosters sowie die Errichtung einer herrschaftlichen Grablege ab dem Jahre 1618 in Rietberg stellen somit wichtige Elemente der Begründung eines neuen katholischen Grafenhauses Ostfriesland und Rietberg dar. So sind denn auch die gezeigten Kostbarkeiten der Ausstellung wirkmächtig auf das Engste mit dem Rietberger Grafenhaus verbunden. Ergänzt wird die Darstellung zur Geschichte des Grafenhauses im 16. und 17. Jahrhundert von einer detaillierten Übersicht zu den in Deutschland und über Europa verstreuten Grabstätten der regierenden Grafen von Rietberg aus den Häusern Arnsberg, Ostfriesland und Kaunitz von 1237 bis 1807 in Text, in Quellen und in Bildaufnahmen.

Das gemeinsam von Ulrike Frey (Diözesanmuseum Paderborn), Thorsten Austermann und Manfred Beine (Museum und Stadtarchiv Rietberg) verfasste Buch entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn, der örtlichen katholischen Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist und dem Heimatverein Rietberg. In einer Auflage von 500 Exemplaren wurde es gemeinsam von der Stadt Rietberg und der Stiftung der Sparkasse Rietberg herausgegeben. Das Buch ist zum Preis von 14 Euro im Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch in Rietberg, Emsstraße 10, zu erwerben, kann aber auch von dort auf dem Postweg bezogen werden.

Die Ausstellung „Sakrale Kunst in Rietberg“ ist dienstags bis sonntags von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zur Ausstellung, aber auch zu dem ausführlichen Katalogband zur gräflichen Klostergründung sind über Tel.: 05244/986373 oder per E-Mail: museum@stadt-rietberg.de erhältlich. Führungen durch die Ausstellung für Gruppen, auch außerhalb der Öffnungszeiten, können gern vereinbart werden.