23.882 Rietberger wählen ihren Bürgermeister


Wahllobby am Sonntag, 16. September, im Ratssaal

 

Rietberg. Für die Bürgermeisterwahl in Rietberg sind die ersten Stimmen bereits abgegeben. Bis Dienstagmittag hatten 2153 Bürger ihre Briefwahlunterlagen beantragt, 1253 Stimmzettel sind bereits zurückgeschickt worden. Für die Bürgermeisterwahl am Sonntag, 16. September, sind insgesamt 23.882 Rietberger wahlberechtigt. Darunter befinden sich etwa 1.016 Erstwähler.

Bei dieser Wahl geht es um das höchste Amt in der Stadt. Am Sonntag, 16. September, wird ausschließlich der Bürgermeister gewählt. Weitere Entscheidungen stehen nicht an. In Rietberg ist dies eine besondere Wahlsituation, weil mit Andreas Sunder allein der Amtsinhaber als Kandidat auf dem Stimmzettel steht. Ein weiterer Bewerber der CDU hatte Ende Mai seine Kandidatur zurückgezogen. Somit haben die Bürger zwar keine Auswahl zwischen zwei oder mehreren Bewerbern, können aber zwischen „Ja“ und „Nein“ entscheiden.

Denn automatisch gewählt ist Andreas Sunder nicht. Zwar ist keine Mindestwahlbeteiligung notwendig, aber der Kandidat muss mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen auf sich vereinen, um gewählt zu werden, also die einfache Mehrheit. Sollten mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmzettel ein „Nein“ ausweisen, würde Andreas Sunder bis zum offiziellen Ablauf seiner Amtszeit (das ist am 31. Oktober 2018) Bürgermeister bleiben. Die Stadt Rietberg müsste dann innerhalb von sechs Monaten nach Ende der Amtszeit eine neue Bürgermeisterwahl ausrichten – spätester Termin wäre also Ende April 2019.

Die politischen Parteien in Rietberg rufen einmütig alle Bürger dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Die Wahllokale sind am Sonntag, 16. September, von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Ab 18 Uhr lädt Wahlleiter Andreas Göke zu einer Wahllobby in den Ratssaal im Alten Progymnasium ein. Dort wird er nach 18 Uhr das Wahlergebnis verkünden. Schon jetzt bedankt sich Göke bei den 184 ehrenamtlichen Wahlhelfern für deren Bereitschaft, die Stimmabgabe zu begleiten und die Stimmzettel auszuzählen. Es gibt 19 Wahllokale sowie vier Briefwahlbezirke.

Wahlscheine zur Briefwahl können noch bis Mittwoch, 12. September, im Internet auf www.rietberg.de online beantragt werden. Anschließend, bis zum 14. September um 18 Uhr – bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung sogar noch bis zum Wahltag um 15 Uhr – sind Wahlscheinanträge nur noch persönlich im Wahlbüro im Historischen Rathaus möglich.

Die ausgefüllten Briefwahlunterlagen müssen so rechtzeitig abgeschickt oder abgegeben werden, dass sie bis spätestens Samstag, 15. September, bei der Stadt Rietberg ankommen. Der Hausbriefkasten der Stadt Rietberg befindet sich im Historischen Rathaus, in der grünen Eingangstür zur Rathausstraße hin.

 

Hintergrund:

In Rietberg ist die Bürgermeisterwahl ein wenig aus der üblichen Zeitschiene geraten. Denn nachdem der damalige Rietberger Bürgermeister André Kuper im Zuge der Landtagswahl 2012 als direkt gewählter Abgeordneter in den Landtag einzog, musste im Herbst 2012 außerplanmäßig eine Bürgermeisterwahl stattfinden. Damals wurde Andreas Sunder für sechs Jahre gewählt. Die neue Wahlperiode dauert nun von 2018 bis 2025, damit Bürgermeister- und Kommunalwahlen dann wieder zeitgleich stattfinden können. Die nächste Kommunalwahl in Rietberg findet in im Jahr 2020 statt.