Alte Grafschaft Rietberg: Ab 2020 wird gelaufen



Hobbyläufer können schon mal die Laufschuhe schnüren.

Rietberg. Nachdem nun auch der Rat der Stadt Rietberg der Anschubfinanzierung zugestimmt hat, kann der Grafschaftslauf, der durch das Gebiet der ehemaligen Grafschaft Rietberg führen soll, an den Start gehen. Die Premiere wird allerdings nicht schon wie ursprünglich geplant 2019 sein, sondern erst im August 2020. Darauf hatten sich die Initiatoren bereits vor dem Ratsbeschluss in Rietberg geeinigt. Hauptgrund ist die Terminüberschneidung mit dem Lutterlauf, der in 2019 für den 25. August angesetzt ist und damit mit der ursprünglich geplanten Premiere des Grafschaftslaufs zusammengefallen wäre.

„Am Lutterlauf nehmen erfahrungsgemäß auch viele Läuferinnen und Läufer aus Rietberg, Verl und Schloß Holte-Stukenbrock teil. Somit würden sich die beiden Läufe unnötig Konkurrenz machen. Das möchten wir auf keinen Fall, schließlich steckt in der Organisation des Lutterlaufs ganz viel

ehrenamtliches Engagement“, sagt der Verler Bürgermeister Michael Esken. In einem Gespräch mit den Veranstaltern LG Marienfeld und SW Marienfeld wurden zunächst verschiedene Lösungsmöglichkeiten erörtert, am Ende aber waren sich alle einig, den Graftschaftslauf um ein Jahr zu verschieben. „Austragungstag soll mit dem 30. August dann der letzte Sonntag im August sein. Diesen Termin wollen wir in den folgenden Jahren beibehalten. So haben dann auch andere Veranstalter in der Region Planungssicherheit“, erläutert Hubert Erichlandwehr, Bürgermeister der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock.

„Von der Marienfelder Seite wurde der Vorschlag, den Grafschaftslauf auf 2020 zu verschieben, sehr positiv aufgenommen. Denn jetzt hat man dort genügend Zeit, für das übernächste Jahr einen Ausweichtermin zu suchen und zu finden“, erläutert Esken. Der Lutterlauf für 2019 hingegen war bereits in diesem Sommer angemeldet und vielfach publiziert worden, so dass eine Verschiebung nicht mehr möglich war. Einen festen Termin, wie er mit dem letzten Sonntag im August für den Grafschaftslauf angestrebt wird, gibt es für den Lutterlauf nicht.

Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder begrüßt den Kompromiss noch aus einem anderen Grund: 2019 wäre die Premiere des Grafschaftslaufs mit dem Schützenfest im Rietberger Ortsteil Varensell und dem dortigen Stadtkönigsschießen zusammen gefallen. „Terminüberschneidungen lassen sich gerade bei der Beteiligung von drei Kommunen nie gänzlich vermeiden. Dass wir allerdings durch die Verschiebung um ein Jahr nicht einmal in die Nähe eines Terminkonfliktes mit dem Stadtkönigsschießen kommen und auch für 2020 und 2021 keine Terminüberschneidung mit dem Varenseller Schützenfest besteht, begrüße ich ausdrücklich“, so Andreas Sunder.

Der Grafschaftslauf soll künftig zahlreiche Läuferinnen und Läufer auf einer reizvollen Strecke durch das Gebiet der ehemaligen Grafschaft Rietberg und damit durch alle drei Städte führen. Für die Anschubfinanzierung stellt jede der drei Kommunen jeweils 20.000 Euro bereit.

(Pressemitteilung der Stadt Verl)