Aktueller Sachstand zum Thema Breitband


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Rietberg. Einen aktuellen Sachstandsbericht zum Breitbandausbau in Rietberg hat die Stadtverwaltung den Mitgliedern des Bau-, Planungs- und Verkehrsausschusses jetzt präsentiert. Dabei ging es um drei Herangehensweisen, die parallel verfolgt werden: Den geförderten Ausbau der Außenbereiche, den geförderten Ausbau unterversorgter Bereiche in den Gewerbegebieten und den eigenwirtschaftlichen Ausbau mit Glasfasertechnologie durch die Stadtwerke in Mastholte, Mastholte-Süd und Rietberg.

Verbesserung der Breitbandversorgung in unterversorgten Außenbereichen:

Die Außenbereiche werden noch nicht über eine Glasfaserleitung bis an die Hauswand versorgt. Über die so genannte Vectoring-Technologie soll eine Verbesserung der Geschwindigkeit erreicht werden. Dazu müssen bestehende Verteilerkästen überbaut und neue aufgestellt werden. Vorgesehen sind drei Ausbaugebiete mit einer zugelassenen Wirtschaftlichkeitslücke von jeweils 2,2 Millionen Euro netto. Nach Auskunft eines Vertreters des Planungsbüros Micus, das die Stadt damit beauftragt hatte, einen Masterplan Breitband zu erstellen, werden die Telekommunikations-Unternehmen, die für einen Ausbau in Frage kommen, bis Februar 2018 ihre finalen Angebote abgeben. Der frühestmögliche Termin für einen Ausbaubeginn wäre Mitte 2018.

Eigenwirtschaftlicher Ausbau Glasfaser durch die Stadtwerke in Mastholte, Mastholte-Süd und Rietberg:

Derzeit läuft das Ausschreibungsverfahren. Hier war es zu einer zeitlichen Verzögerung gekommen. Denn die politischen Gremien und die Stadtverwaltung hatten sich im Nachgang zur Vorstellung der Gebietskulisse im Juni darauf verständigt, das Ausbaugebiet in Teilen zu erweitern beziehungsweise leicht zu verändern. Das Ausschreibungsverfahren soll im zweiten Quartal 2018 beendet sein. Danach könnten die eigentlichen Tiefbauarbeiten beginnen. Vorbereitende Arbeiten (die Erstellung einer so genannten Backbone-Trasse in Mastholte) sind bereits erfolgt. In Mastholte, Mastholte-Süd und Rietberg sollen die Haushalte direkt an Glasfaser angeschlossen werden. Das heißt, das Glasfaserkabel führt bis ins Gebäude hinein.

Ausbau unterversorgter Bereiche in den Gewerbegebieten:

Die Stadt Rietberg hatte die entsprechenden Grundstückseigentümer erst kürzlich angeschrieben und sie über ein Förderprogramm des Bundes informiert. Etliche Gewerbetreibende haben sich bereits zurückgemeldet und ihr Interesse bekundet. In einem nächsten Schritt müsste die Wirtschaftlichkeitslücke ermittelt werden. Der maximale Förderbetrag für die Gewerbebetriebe beträgt eine Million Euro. Alles darüber hinaus müsste die Stadt Rietberg bezahlen. Bedingung für eine Förderung durch den Bund ist, dass sich jeder Grundstückseigentümer mit 2000 Euro Anschlusskosten beteiligt.

Weitere Informationen zu dem Förderprogramm Gewerbegebiete finden Sie hier in der Pressemitteilung der Stadt Rietberg vom 17.11.2017.

Die Präsentation aus dem Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss zum Thema Breitband vom 5.12.2017 finden Sie hier: Breitbandausbau_Stadt_Rietberg