Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne in NRW widmet Tagung dem Klimaschutz


Rietberg/Monschau. "Klimawandel und Klimaschutz sowie die Nutzungsmöglichkeiten regenerativer Energien rücken nicht nur in Industrie und Privathaushalten mehr und mehr in den Blickpunkt der Aufmerksamkeit. Auch Kommunen schauen verstärkt, wo sie aktiv tätig werden können mit Blick auf eine Verantwortung für die Umwelt, die natürlich weit über die Grenzen jeder Stadt und jeder Gemeinde hinausgeht. Deshalb sind solche Tagungen wie jetzt in Monschau sehr wichtig für ein gemeinsames Vorgehen", so Bürgermeister André Kuper am heutigen Donnerstag am Rande eines Treffens der Arbeisgemeinschaft Historische Stadtkerne in der Eifelkommune Monschau. "Wir in Rietberg richten unser Augenmerk bereits seit langem auf den Klimaschutz. Zu den beispielhaften Projekten gehört derzeit nicht nur die Gründung und die Anlegung erster Flächen der BürgerSolarstrom eG sondern natürlich auch die Teilnahme am "european energy award", die uns eine Vielzahl von Tipps und Fingerzeigen für unsere künftiges Energieverhalten geben wird. Dazu können wir derzeit auch verweisen auf unsere Bemühungen um das neue Beleuchtungskonzept in der historischen Innenstadt, das ganz auf regenerative Energienutzung setzt", erklärte Kuper.  
Steigende Energiekosten fordern moderne energetische Lösungen, das sehen mittlerweile auch andere Städte im Land. Grund genug also für die Arbeitsgemeinschaften Historische Stadt- und Ortskerne in Nordrhein-Westfalen, die Fragen im Spannungsfeld „Denkmalschutz“ und „Energieeffizienz“ zum Motto ihrer diesjährigen Fachtagung zu machen. Gerne folgte man der Einladung der Mitgliedsstadt Monschau, die mit ihren vielen Baudenkmälern eine hervorragende Kulisse für die Tagung bot. Dort konnten Bürgermeister Christof Sommer, Lippstadt, als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne und Bürgermeisterin Margareta Ritter, Monschau, über 150 Vertreter der Mitgliedsstädte, Architekten, Bauingenieure, Denkmalschützer und Stadtentwickler begrüßen. Sommer freute sich, die Tradition der jährlichen Fachtagungen, die von der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen organisiert werden, in Monschau fortsetzen zu können. 
Informative Vorträge über moderne Heiz- und Lüftungstechniken im Denkmal, Gestaltungsmöglichkeiten im Kontext von Solaranlagen und Nachteile zu starker Dämmungen bis hin zu Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten – solcherlei wurde ausgiebig erörtert. Günter Kozlowski, Staatssekretär im Bau- und Verkehrsministerium, betonte die Bedeutung durch die Verwendung innovativer und  Ressourcen schonender Technik den Energieverbrauch gerade in denkmalgeschützten Gebäuden bezahlbar zu erhalten. Nur so könnten die Städte der Arbeitsgemeinschaft sicher sein, dass auch zukünftig sinnvolle Nutzungen in den alten Häusern ihrer Stadtkerne möglich seien. 
 Den Arbeitsgemeinschaften gehören heute insgesamt 56 meist kleinere Städte und Gemeinden in ganz Nordrhein-Westfalen an, die ihren besonderen Charme rund um ihre Denkmäler und historischen Straßen und Plätze bewahrt haben. Sie haben sich zu den Arbeitsgemeinschaften der historischen Stadtkerne mit 37 Mitgliedsstädten und der historischen Ortskerne mit 19 Städten zusammengeschlossen. Unter der Schirmherrschaft des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Ministerium für Bauen und Verkehr unter Minister Lutz Lienenkämper haben sich diese Städte der selbst auferlegten Verpflichtung unterworfen, ihr kulturelles Erbe sorgsam zu erhalten. Das Netzwerk der Arbeitsgemeinschaften wird genutzt, die besonderen Aufgabenstellungen, die sich für die Altstädte im Hinblick auf die Entwicklung, Nutzung und Vermarktung ergeben, durch einen regen Erfahrungsaustausch und gemeinsame Projekte zukunftsorientiert und nachhaltig anzugehen.