Bürger-Solarstrom eG: Großprojekt auf Schuldächern



Einen Eindruck von der Größe der künftigen Solaranlage vermitteln Stephan Tydecks, Sascha Sudahl, Andreas Heinze und Klaus Schnieder auf dem Dach der bisherigen Hauptschule. Hier steht rund die Hälfte der insgesamt 2180 qm für die Errichtung zur Verfügung.

Rietberg. Die neugegründete Rietberger Bürger-Solarstrom eG lädt alle Interessenten herzlich zu einem Informationsabend ein. Am Mittwoch, dem 7. Oktober, ab 19 Uhr werden im Ratsaal im Alten Progymnasium das Bürgerbeteiligungsprojekt und die erste geplante Großflächensolaranlage vorgestellt. Eingeladen sind seitens der Genossenschaft sowohl unverbindlich Interessierte wie auch jene, die sich schon konkret für die Zeichnung von Anteilen der Genossenschaft entschieden haben.
Fest stehen die ersten Flächen, die für die Installierung von Photovoltaikmodulen schon in wenigen Wochen in Betrieb genommen werden sollen. Die Stadt Rietberg stellt Dachflächen über dem Gymnasium und der ehemaltigen Hauptschule im zentralen Schulzentrum am Torfweg zur Verfügung. "Hier haben wir ideale Voraussetzungen, denn es gibt an den dreigeschossigen Baukörpern keine Baumbeschattung", so Bürgermeister André Kuper, der gemeinsam mit Volksbank-Vorstand Andreas Heinze die Idee zur Gründung einer solchen Genossenschaft entwickelt hatte.
Insgesamt 2180 Quadratmeter Fläche können jetzt als erste große Maßnahme auf den Dächern mit den Modulen bestückt werden, "das ist ein sehr guter Start für unsere neue Gemeinschaft", so Heinze. Das Ausschreibungsverfahren ist bereits gestartet, mit dem Bau rechnet man noch in diesem Jahr. "Die Nennleistung der Anlage soll bei rund 220 KWPeak liegen", erklärt Klaus Schnieder, Projektkoordinator bei der Volksbank."Das genügt, um mehr als 30 Einfamilienhäuser 365 Tage rund um die Uhr mit Strom zu versorgen", rechnet Schnieder vor.
Das Interesse an der Bürger-Solarstrom eG ist groß, in den wenigen Wochen seit Bekanntwerden hat die neue Genossenschaft über 100 Namen notiert, das Eigenkapital nähert sich momentan der Viertelmillionengrenze. "Damit haben wir die Basis, bereits ein solch großes Vorhaben auf den Schuldächern anzugehen", so Heinze. "Finanziert wird mit einem Viertel Eigenkapital und drei Viertel Kreditsumme in Form von zinsgünstigen Förderdarlehn." so Schnieder, der für Vorab-Informationen rund um die Solarstrom eG unter der Rufnummer (05244) 920725 zur Verfügung steht. Für den Informationsabend am 7. Oktober werden Anmeldungen, sie sind aus organisatorischen Gründen notwendig, im Bürgerbüro der Stadt unter der Rufnummer (05244) 986206 bzw. per email unter buergerbuero@stadt-rietberg.de entgegen genommen.