Bürgerinfo zum Südtor/ Ribérac-Platz gut besucht


Bürgermeister Andreas Sunder rief zu Fragen und Anregungen rund um den Bereich Südtor auf. Foto: Stadt Rietberg
Bürgermeister Andreas Sunder rief zu Fragen und Anregungen rund um den Bereich Südtor auf. Foto: Stadt Rietberg

Rietberg. Anregungen und Hinweise sammeln, noch bevor das offizielle Bauleitverfahren beginnt, das war das Ziel der frühzeitigen Bürgerinformation. Bürgermeister Andreas Sunder begrüßte rund 50 Zuhörer im Ratssaal, die den Erläuterungen zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 291 Ribérac-Platz im Bereich des Südtores in der Rietberger Innenstadt folgten.

Um das geplante City Outlet in der Rietberger Altstadt zu realisieren, sind an mehreren Stellen bauliche Veränderungen vorgesehen. Mehrere Bebauungspläne an den betroffenen Punkten im Stadtgebiet muss der Stadtrat ändern, um die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Einer dieser Bebauungspläne behandelt den Bereich rund um die Alte Südtorschule an der Ecke Delbrücker Straße/Heinrich-Kuper-Straße.

In dem mehrstufigen Verfahren, in dem immer wieder auch die Bürger Gelegenheit haben, Anregungen und Einwände schriftlich vorzubringen, werden zum Beispiel die Funktion des Gebietes, die erlaubte Nutzung der Gebäude, die Erschließung, die Grenzen der bebaubaren Flächen und deren Höhen festgesetzt. Was bisher eine Mischfläche für Wohnen und Gewerbe war, soll künftig als Sonderbaufläche dargestellt werden, so der Wunsch der Bezirksregierung Detmold, wie Stadtplaner Roger Loh erklärte.

Der Aufstellungsbeschluss ist bereits gefasst. Im Herbst – wann genau, steht noch nicht fest – soll die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit starten, wie sie auch im Baugesetzbuch vorgeschrieben ist. Für mindestens einen Monat liegen die Pläne, Begründungen und Gutachten dann zu jedermanns Einsicht im Rathaus aus. Bürger können Einwände per Brief, E-Mail oder auch zur Niederschrift vorbringen. „Jene Stellungnahmen, die bereits in der ersten Bürgerbeteiligung vor etwa zwei Jahren eingegangen sind, sind nicht verloren“, machte Roger Loh, Mitarbeiter des Stadtplanungsbüros Tischmann & Schrooten, deutlich. „Auch sie gehen in dieses Verfahren ein.“ Wenn alle Schritte ohne Probleme verlaufen, könnte im Jahr 2018 der Satzungsbeschluss gefasst werden. Und dann dürfte mit den Baumaßnahmen für den Neubau begonnen werden.

Nachfragen gab es beispielsweise von Anliegern der Heinrich-Kuper-Straße zur erlaubten Höhe des geplanten Parkhauses und der vermeintlichen Geräuschentwicklung. Die Standhöhe der Autos soll bei etwa 11,5 Meter  festgeschrieben werden. Roger Loh machte deutlich, dass Nachbarn einen gesicherten Schutzanspruch haben, was den Lärm angeht. Investor Leon Meyer ergänzte, dass das Parkhaus – bis auf wenige Ausnahmen – ohnehin überwiegend tagsüber betrieben werden solle.

Für Bürgermeister Andreas Sunder hat sich gezeigt, dass die frühzeitige Bürgerinformation, noch vor der eigentlichen Beteiligung im offiziellen Verfahren, genau das richtige Format ist; insbesondere mit einzelnen Veranstaltung zu separaten Fragestellungen.

Auch zu den weiteren Bebauungsplanänderungen will die Stadtverwaltung frühzeitig informieren:

  • Donnerstag, 7. September, Neubau Jugendhaus auf der Freibadwiese als Ersatz für die Südtorschule
  • Donnerstag, 14. September, Verkehrsplanung COC
  • Mittwoch, 11. Oktober, Bebauungsplan Nordtor mit der Straße Im Wullbrock und Erweiterungsplänen des Lind-Hotels

Beginn ist jeweils ab 19 Uhr im Ratssaal des Alten Progymnasiums.

 

Stadtplaner Roger Loh vom Büro Tischmann & Schrooten erläuterte die aktuelle Bebauungsplanänderung.
Stadtplaner Roger Loh vom Büro Tischmann & Schrooten erläuterte die aktuelle Bebauungsplanänderung.