Bürgerstiftung zieht äußerst positive Jahresbilanz


Rietberg. "Die Bürgerstiftung Rietberg hat als eine der größten Bürgerstiftungen in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren bereits einen wichtigen und unersetzbaren Beitrag für die Menschen in unserer Stadt gewährleistet." Dieses gemeinsame Fazit von Vorstand und Kuratorium der Gemeinschaft mochten am Mittwochabend alle anwesenden Stifter im Rahmen der Jahrestagung unterschreiben.
In den sechs Jahren ihres Bestehes hat die Stiftung bereits mehr als 110 Projekte gefördert, insgesamt wurden dafür rund 175.000 Euro ausgegeben. Zudem wurden zwei eigene Aktionen ins  Leben gerufen, zum Einen der Wettbewerb "Unsere Schule – voneinander – miteinander -füreinander", zum Anderen die Anlegung eines Barfußlehr-, Tast- und Sinnespfades im Gartenschaupark Süd. Allein in diese Aktivität investierte man 42.000 Euro. Sehr gute Resonanz erfuhr dabei der eigens veranstaltete Barfußtag für die Kindertagesstätten aus den sieben Ortsteilen.
Wie Geschäftsführer Jens Hökenschnieder in seinem umfangreichen Rechenschaftsbericht vorstellte hätten im Jahr 2008 genau 21 Projekte eine Förderung erfahren, die Gesamtsumme dafür lag bei rund 40.000 Euro. "Die beachtlichen Finanzmittel, die für die unterschiedlichen Maßnahmen zur Verfügung gestellt worden waren, zeigen deutlich, dass die Stiftung großzügig, aber dennoch jederzeit auch bedacht Unterstützung geleistet hat. Trotz hoher Aufwendungen wurde auch 2008 wieder erfolgreich gewirtschaftet und damit ein positives Jahresergebnis erzielt", so Hökenschnieder. Das Stiftungskapital betrug zum 31. Dezember 2008 genau 1,857.184 Millionen Euro, an Erträgen wurden 64.487 Euro erwirtschaftet.  Der Jahresüberschuss lag nach Abzug aller Kosten inclusive Fördermitteln, Verwaltungsaufwendungen, Beiträge und Marketingmaßnahmen bei 7386 Euro, die der satzungsmäßen Rücklage zugeführt werden konnten. Auf der sprichwörtlichen hohen Kante hat die Stiftung derzeit rund 91.000 Euro.
Zu den 21 geförderten Maßnahmen im vergangenen Jahr gehörten die Hausaufgabenbetreuung der duetsch-türkischen Kontaktgruppe, der  Schüleraustausch der städtischen katholischen Grundschule, das Jugendwerk mit seinem Pilgerprojekt, die 72-Stunden-Aktion der Kolpingjugend Westerwiehe und die St.-Jakobus-Schützenburderschaft Mastholte für die Erstellung einer Chronik. Die höchste Fördersumme erhielt die Messdienergemeinschaft im Pastoralverbund Süd. 15.000 Euro zahlte die Stiftung für die Umgestaltung des Geländes am Mastholter See und die Errichtung der Miniburg. Dass die Rietberger Bürgerstiftergemeinschaft mit der angegliederten Paul-Büdding-Stiftung unter Leitung von André Kuper (Vorstand) und  Christoph Ruoff (Kuratorium) erfolgreich für das Allgemeinwohl tätig ist, bewies auch die neuerliche Verleihung des Gütesiegels durch den Bundesverband Deutscher Stiftungen vor knapp einem Jahr.