Bundesverdienstkreuz für Monsieur Bernhard Altehülshorst


Ausgezeichnet: Das Foto zeigt (von links) Bürgermeister Andreas Sunder, Beate und Bernhard Altehülshorst sowie Landrat Sven-Georg Adenauer bei der Ordensverleihung im Ratssaal. Foto: Stadt Rietberg
Ausgezeichnet: Das Foto zeigt (von links) Bürgermeister Andreas Sunder, Beate und Bernhard Altehülshorst sowie Landrat Sven-Georg Adenauer bei der Ordensverleihung im Ratssaal. Foto: Stadt Rietberg

Wenn man schwarz auf weiß liest, wo der Rietberger Bernhard Altehülshorst überall mitmischt, könnte man auf die Idee kommen, dass er einen Zwillingsbruder hat. Denn so viel ehrenamtliches Engagement, wie er an den Tag legt, wäre selbst für zwei Personen reichlich. Aber, "Monsieur Bernhard", wie er liebevoll genannt wird, stemmt all seine Posten und Ämter in Personalunion. Für diesen Einsatz ist der Rechtsanwalt und Begründer der Städtepartnerschaft mit dem französischen Ort Ribérac am Montag mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Landrat Sven-Georg Adenauer konnte ihm den hohen Orden im Rahmen einer Feierstunde im Ratssaal des Alten Progymnasiums überreichen.
"Danke für alles, was Du für Rietberg und den Kreis Gütersloh getan hast. Eines möchte ich noch hervorheben, weil es mir wichtig ist: Bernhard, Du brauchst gleich nicht zu sagen, es wäre nicht nötig gewesen. Es war nötig", sagte Adenauer in seiner Laudatio.
Bürgermeister Andreas Sunder, der in einer kurzen Ansprache schilderte, wie sehr er persönlich Bernhard Altehülshorst schätzt, betonte, mit dem Rietberger Rechtsanwalt werde nicht irgendjemand geehrt, sondern einer, der es sich redlich erarbeitet hat. Altehülshorst verfüge als Politiker über eine Eigenschaft, die Sunder sehr schätzt: "Sich ordentlich zu zoffen, aber dann bei einem Glas Bier wieder zusammen zu sitzen – das ist meine Wunschvorstellung von Politik. Du, Bernhard, trägst diese Haltung in Dir. Mich persönlich beeindruckt das."
"Beeindruckend" – das trifft auch auf die Anzahl der Ämter und Posten zu, die im Lebenslauf des 59-Jährigen zu finden sind. Beispielhaft zu nennen ist natürlich die Gründung der Städtepartnerschaft zwischen Rietberg und Ribérac 1983. Seitdem ist Altehülshorst Vorsitzender des Komitees und organisiert federführend gegenseitige Besuche und Veranstaltungen. Den freundschaftlichen Beziehungen ins schöne Frankreich verdankt er seinen Spitznamen, Monsieur Bernhard. So nennen ihn die Franzosen – und inzwischen auch einige Rietberger. Ebenfalls engagiert ist er im Zeichen der Verständigung mit Polen, denn er ist im Vorstand des Partnerschaftskomitees Rietberg-Glogówek aktiv.
Seine Arbeit bei der CDU nahm Altehülshorst 1979 auf, als er in die Partei eintrat. Noch im selben Jahr wurde er in den Rietberger Stadtrat gewählt. Dort wirkte er genau 20 Jahre an der politischen Gestaltung seiner Heimatstadt mit. Von 1990 bis 1998 war Bernhard Altehülshorst zudem Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Rietberg. Diesen Posten bekleidet er ganz aktuell erneut (seit 2013).
Doch sein politisches Engagement endet nicht an den Rietberger Stadtgrenzen, denn der Jurist ist seit 1989 auch Mitglied des Kreistags des Kreises Gütersloh und gehört seit 2005 dem Regionalrat des Regierungsbezirks Detmold an.
Trotzdem fand Bernhard Altehülshorst im Jahr 2003 noch die Zeit, sich als Mitbegründer der Bürgerstiftung Rietberg einzubringen. Seitdem ist er stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung.
Und der Geehrte selbst? Der gab sich am Montag gewohnt bescheiden und sagte: "Diese Lorbeeren habe ich nicht allein verdient. Daran waren viele andere Menschen beteiligt." Dennoch, gab Bernhard Altehülshorst zu, sei er schon ein wenig stolz auf diese Anerkennung.