Die Feuerwehr geht,
das DRK kommt



Altes Gebäude, neue Nutzung: Die DRK-Gemeinschaft Mastholte zieht demnächst in das alte Feuerwehrgerätehaus an der Brandstraße ein. Das Foto zeigt (von links) Christian Tanger (stellv. Rotkreuzleiter Mastholte), Dieter Nowak (Vorsitzender des DRK), Bürgermeister Andreas Sunder und Holger Geistmeier (Rotkreuzleiter Mastholte). Foto: Stadt Rietberg

Rietberg-Mastholte. Zufall? Nein, Glücksfall. Weil in Mastholte an der Brandstraße das alte Feuerwehrgerätehaus frei wird, zieht das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Mastholte als Nachmieter ein. Die DRK-Gemeinschaft verlässt ihre bestehenden Räume an der Stukemeyerstraße. Der dortige DRK-eigene Kindergarten hingegen bleibt. Er kann dank der freiwerdenden Kapazitäten sogar erweitert werden, und zwar um eine weitere Gruppe für 2- bis 6-Jährige.

„Das nennt man wohl Win-Win-Situation“, sagt DRK-Vorsitzender Dieter Nowak bei einem Ortstermin an der Brandstraße. Bürgermeister Andreas Sunder kann ihm da nur zustimmen: „Ich freue mich sehr darüber, dass wir eine so tolle Lösung für das alte Feuerwehrgerätehaus gefunden haben. Die 20 neuen Kitaplätze, die das DRK an der Stukemeyerstraße schaffen wird, sind uns sehr willkommen.“  

Der Löschzug Mastholte der Freiwilligen Feuerwehr wird voraussichtlich im Oktober das neu gebaute und moderne Feuerwehrgerätehaus an der Lippstädter Straße beziehen. Dann kann das Deutsche Rote Kreuz an der Brandstraße mit kleineren Umbaumaßnahmen beginnen, um die Räume für die Zwecke der Gemeinschaft herzurichten. Unter anderem wird eine neue Toilettenanlage eingebaut. Zudem ist es erforderlich, in eine bestehende Garage eine Fensteranlage einzusetzen, damit dort eine Umkleide für die Sanitäter entstehen kann. Dieter Nowak freut sich besonders über die Zusage der Firma Wirus, die dem DRK die gesamte Fensterfront sponsern wird. Eine Erweiterung der aktuell eher kleinen Teeküche ist ebenfalls vorgesehen. Das ist besonders relevant, wenn Blutspendetermine stattfinden. Denn den anschließenden Imbiss für die jeweils bis zu 180 Spender bereiten die Ehrenamtlichen des Sozialen Arbeitskreises (SAK) vor Ort frisch zu.

Für Holger Geistmeier, Rotkreuzleiter Mastholte, bietet der neue Standort einen entscheidenden Vorteil: „Wir werden demnächst viel zügiger unsere Dienste antreten können.“ Denn derzeit sind die vier DRK-Fahrzeuge samt Kühlanhänger im Gewerbegebiet Esphorst stationiert. Die Sanitätshelfer ziehen sich für ihre Einsätze aber am DRK-Standort an der Stukemeyerstraße um. Pro Einsatz gehen so bis zu 30 Minuten verloren, bis Sanitäter und Fahrzeuge einsatzbereit sind. „Künftig stationieren wir unsere Fahrzeuge ebenfalls hier an der Brandstraße und haben dann alles was wir brauchen an einem Standort gebündelt“, erklärt Geistmeier. Das Deutsche Rote Kreuz ist ebenso wie die Feuerwehr aktiv in den Katastrophenschutz eingebunden.

Die Stadt Rietberg hat als Eigentümerin des Feuerwehrhauses einen langfristigen Mietvertrag mit dem DRK abgeschlossen. Die Umbauarbeiten auf der etwa 350 Quadratmeter großen Fläche erledigt die 40 Mitglieder zählende Mastholter Gemeinschaft weitgehend in Eigenregie, die Stadt Rietberg bezahlt das Material. Umbau, Umzug und die Einrichtung der neuen Kindergartengruppe, die Platz für 20 Jungen und Mädchen bieten wird – all das muss nach und nach abgearbeitet werden. Dieter Nowak rechnet im besten Fall, wenn alles glatt läuft, damit, dass der Baubeginn für die neue Kindergartengruppe an der Immobilie Stukemeyerstraße im Frühjahr 2020 erfolgen kann. Bis dahin haben der Chef des DRK und seine Mitstreiter noch viel Arbeit vor sich. Dass alle engagiert bei der Sache sind – auch das: ein echter Glücksfall.