Egozentrisches Porträt über Horst Janssen



Horst Janssen bei der Arbeit. Foto: Karlheinz Grünke

Filmabend begleitet aktuelle Ausstellung im Kunsthaus

Rietberg. Ergänzend zu der aktuellen Ausstellung »Horst Janssen – In der Provinz« im Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch ist ebendort am Mittwoch, 14. August, das dokumentarische Porträt »Janssen: Ego« zu sehen. In Form einer kunstvollen Psycho-Montage zu den Jahren 1982 bis 1989 gewährt der Film Einblicke in den bizarren Lebenskosmos des bekannten Zeichners und Grafikers Horst Janssen.

Der Film ist ein komplexes Porträt und Selbstporträt des egomanischen Hamburger Künstlers. Man hört und sieht ihm zu, wie er trunken, selbstvergessen und widerstrebend sein Selbstporträt entwirft. So wirkt er wie eine von ihm selbst gezeichnete Figur, zusammengesetzt aus diesen minuziösen Bildern, die seinem widerborstigen Strich eine Richtung verleihen. Nichts in diesem Film ist gestellt oder inszeniert. Und dennoch ist dieser Film Komödie, Drama und Satire zugleich. Er zeigt einen exzessiven Menschen im Ausleben seiner Extreme. Peter Voss-Andreae, Rechtsanwalt aus Hamburg, hat als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent in achtjähriger Beobachtung dieses dokumentarische Porträt dieses Künstlers entstehen lassen.

»Janssen: Ego« heißt das Filmporträt, und der Titel verspricht nicht zu viel. Durch und durch egozentrisch sind diese 100-minütige Dokumentation und die Welt, die sie schildert. „Sie lebt mit und durch Janssen, und wenn es je einen Versuch gegeben haben sollte, irgendeine noch so geringe Distanz zu wahren, dann ist er gründlich gescheitert. Sehr zum Vergnügen des Zuschauers.“ (Süddeutsche Zeitung)

Die Filmvorführung beginnt um 19.30 Uhr im Ratssaal des Alten Progymnasiums (Emsstraße 10) und ist kostenfrei. Lediglich um eine Anmeldung unter Telefon (05244) 986373 oder per E-Mail an museum(at)stadt-rietberg.de wird gebeten.