Erweiterung der Biogas-Anlage Hansmeier war Thema einer Informationsveranstaltung


Rietberg. Umfangreiche aktuelle Informationen zur geplanten Erweiterung der Biogasanlage  auf dem Hof Hansmeier im Stadtteil Bokel erhielten jetzt die Kommunalpolitiker des Rates und des Bau-, Planungs- und Verkehrsausschusses im Rahmen eines gemeinsamen Treffens mit Vertretern der Kreisverwaltung, der Landwirtschaftskammer und des Planungsbüros. In der von Bürgermeister André Kuper geleiteten Tagung stellten die Fachleute klar, dass sich die Erweiterung nicht wesentlich auf die weitere Einbringung neuer Stoffe in die Biogasanlage bezieht, sondern auf die planungsrechtlichen Voraussetzung zum Bau zusätzlicher Lagerbehälter. "Diese sind vom Eigentümer vorgesehen auf einer Fläche, die außerhalb des bisherigen Bauplanbereiches liegt", so Kuper, Wie die Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer erklärten, könnte das Unternehmen bereits jetzt eine Erhöhung der Substrateinbringung vornehmen, das sehe die bestehende Immissionsschutzgenehmigung vor. Sowohl die Kammer wie auch die Bau- und Immissionsabteilung des Kreises sehen in einer Erhöhung der Lagerkapazitäten positive Auswirkungen. "Hier kann der Ausgärungsgrad der Substratrückstände erhöht werden, das hätte beim späteren Aufbringen auf die Felder eine leichtere Aufnahme der Substrate durch die Pflanzen zur Folge." Bestätigt wurde, dass im Hansmeierschen Betrieb gesetzliche Vorgaben zur Verweildauer der Inhaltsstoffe von mindestens 60 Tagen je Behälter eingehalten würden. Auch würden nur Stoffe eingebracht, die laut der Bioabfallverordnung zugelassen sind, keineswegs aber Fleischreste.  Eine Erhöhung der Grundwasserbelastung sei aus Sicht der Kammer nicht zu erwarten. Eine Kontrolle zur Aufbringung ergebe sich aus den vorgeschriebenen Düngeplänen. Die anfallenden Gärsubstrate gelten als wertvoller landwirtschaftlicher Dünger. Befürchtungen hinsichtlich erhöhter Lärmbelästigungen durch Generatoren räumten die Sachverständigen aus. Eine zusätzliche Aufstellung solcher Maschinen sei nicht vorgesehen. Auch die voraussichtlich anstehenden zusätzlichen LKW-Fahrten, durchschnittlich sieben pro Tag würden schalltechnisch betrachtet nicht zu einer wesentlichen Belästigung führen.