Fragebogenaktion zum E-Dorfauto gestartet



Die Zukunft der Mobilität im Blick: (von links) Yvonne Lohrmeier-Ellguth (Leiterin der Westerwieher Zweigstelle der Volksbank Delbrück-Hövelhof), Klimamanagerin Svenja Schröder, Thorsten Flötotto (Stadtwerke Rietberg-Langenberg) und Westerwiehes Ortsvorsteher Detlev Hanemann. Foto: Stadt Rietberg

Rietberg-Westerwiehe. Andere Orte haben schon eins, Westerwiehe könnte bald eines bekommen: ein Dorfauto. Nicht irgendeins, sondern ein umweltfreundliches Elektrofahrzeug. Wie die Westerwieher zu dieser Idee stehen, das möchten die städtische Klimaschutzmanagerin Svenja Schröder und Ortsvorsteher Detlev Hanemann mit einer Fragebogenaktion herausfinden.

In den Räumen der Westerwieher Volksbank lagen Exemplare aus, darüber hinaus verteilten Ehrenamtliche Fragebögen an alle Haushalte. Svenja Schröder erhofft sich, dass möglichst viele Bürger mitmachen. „Je höher die Beteiligung, desto realistischer ist das Stimmungsbild. Bevor ein solches Projekt tatsächlich umgesetzt werden kann, müssen wir wissen, ob die Westerwieher ein Dorf-E-Auto überhaupt nutzen würden.“

Die Idee gibt es schon länger. Ende 2015/Anfang 2016 ist das Projekt im Rahmen der Bürgerwerkstätten zur Entwicklung des Masterplans 100 Prozent Klimaschutz entstanden. 2018 dann hat die städtische Klimamanagerin die Idee beim Elisabethmarkt in Westerwiehe vorgestellt. Ein erstes Treffen mit interessierten Bürgern schloss sich im Dezember an. Unter anderem war Raimund Busche zu Gast. Er hat von den Erfahrungen mit dem Projekt Dorfauto im benachbarten St. Vit berichtet. Im Januar folgten ein weiteres Treffen und der Beschluss, die Fragebogenaktion zu starten.

Im Idealfall könnte ein Dorfauto gleich mehrere Vorteile vereinen. Das Mobilitätsangebot im Stadtteil würde sich deutlich verbessern, gleichzeitig könnte das E-Auto dem Klimaschutz dienen, wenn beispielsweise selten genutzte Zweitwagen abgeschafft würden und die Bürger stattdessen auf das Dorfauto umsteigen. Zu klären ist noch, wie das Auto finanziert wird beziehungsweise wer Träger dieses Projekts wird.

Die Fragebogenaktion ist inzwischen abgeschlossen. Weitere Info gibt es per E-mail an svenja.schroeder(at)stadt-rietberg.de.