Neue Spielgeräte an Grundschule Varensell



Mit Unterstützung von Fördervereinschef Tim Stollmeier (Zweiter von links), Bürgermeister Andreas Sunder (Mitte), Schulleitung und weiterer Eltern nahmen einige Kinder jetzt den neuen »Kletterwirbel« in Betrieb. Foto: Stadt Rietberg

Rietberg-Varensell. Die Begeisterung der Mädchen und Jungen am Grundschulstandort Varensell ist kaum zu stoppen: Lebhaft und ausgelassen erklimmen sie in jeder freien Minute die neuen Spielgeräte am Rande des Pausenhofes. Die Stadt Rietberg und der Förderverein Marienschule Varensell haben die alten Spielgeräte nicht nur ausgetauscht, sondern auch deutlich erweitert.

Die Maßnahme ist eine Gemeinschaftsaktion des Fördervereins Marienschule, der Schulleitung und diverser Abteilungen der Stadt Rietberg. Schulleiterin Christel Lehmeyer-Plotzky und Bürgermeister Andreas Sunder bedankten sich jetzt bei der Inbetriebnahme der Geräte ausdrücklich bei den engagierten Eltern, die tatkräftig mitangepackt hatten.

Für Sunder ist die Aufwertung der Spielflächen eine konsequente Fortführung der Stärkung insbesondere der kleineren Grundschulstandorte. So waren bereits 2015 zur Sicherung der bisherigen Grundschulen die katholische Grundschule Neuenkirchen und die Marienschule Varensell sowie die katholische Grundschule Westerwiehe und die Drei-Buchen-Schule Bokel zu zwei Schulverbünden zusammengefasst worden. 2016 hatte die Stadt geholfen, in der ehemaligen Hausmeisterwohnung der Grundschule Varensell Platz für die Randstundenbetreuung zu schaffen. Und zum Jahresbeginn hatte die Politik den Stellenanteil für die Schulsozialarbeit an allen sechs Grundschulstandorten aufgestockt. Noch in diesem Jahr sollen in Varensell mehrere Klassenräume saniert und mit neuen Möbeln bestückt werden. „Sie sehen, die Schulstandorte sind uns wichtig“, so Sunder an die anwesenden Eltern gewandt.

„Das schafft Vertrauen in die Zukunft“, entgegnete Lehmeyer-Plotzky, Leiterin des Grundschulverbundes Neuenkirchen/Varensell. Zumal demnächst alle Grundschulstandorte im Stadtgebiet Modellcharakter bekommen sollen. Daran arbeiten zusammen mit der Stadt derzeit alle Schulleiterinnen. Im Kern geht es um die Frage, welche Schritte nötig sind, um für die Zukunft optimale Lernbedingungen in allen Grundschulen zu schaffen.

Neben Schulleitung und Bürgermeister bedankte sich auch Tim Stollmeier, Vorsitzender des Fördervereins Marienschule bei allen Eltern, die sich so tatkräftig für die neuen Spielflächen eingesetzt hatten. Sie hatten zunächst die alten, abgängigen Spielgeräte abgebaut. In Eigenleistung wurden auch die Spielflächen ausgekoffert und beim Einbau der Geräte geholfen. „Da haben auch wir Frauen gelernt, wie man Beton macht“, sagte jetzt Diana Kochtokrax, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, bei der Inbetriebnahme der Geräte.

Dreh- und Angelpunkt ist wortwörtlich der 2,80 Meter hohe »Kletterwirbel«. Hinzu gekommen sind ein neues Turnreck sowie eine Hangelanlage mit Dreieckspodesten,  Seilelementen, Strickleitersprossen und einem Wackelbalken. „Kinder brauchen Bewegung“, sagt Christel Lehmeyer-Plotzky. Sie freut sich, dass aus den zwei Spielflächen nun sogar drei geworden sind. Die Spielbereiche sind mit Naturstämmen aus Esche eingefasst und mit Holzhackschnitzeln als weiches Fallschutzmaterial befüllt.

„Diese Kletter- und Spielgeräte sind ein schönes Beispiel für ein tolles Miteinander“, lobte Bürgermeister Andreas Sunder. „Wenn alle mitanpacken, dann gelingt die Sache. Und so kenne ich Varensell, das passt zum Gesamtkonzept im Dorf.“ Während die Eltern ihre Arbeitskraft einbrachten, hatte die Stadt die Spielgeräte und das Material im Wert von rund 20.000 Euro bereitgestellt und der Baubetriebshof hat mit Fachwissen und schwerem Gerät unterstützt. Noch einmal eine ähnliche Summe ist für die Sanierung der Schulklassen vorgesehen.