Kopfweiden gestutzt, um sie dauerhaft zu sichern


Mit Hilfe eines Greifkranes und der Motorsäge werden die Kopfweiden direkt am obersten Abschnitt des Stammes beschnitten. Foto: Stadt Rietberg
Mit Hilfe eines Greifkranes und der Motorsäge werden die Kopfweiden direkt am obersten Abschnitt des Stammes beschnitten. Foto: Stadt Rietberg

Rietberg. Der Radweg entlang der Ems, zwischen Rottwiese und Flammenmühle, sieht aktuell arg verändert aus. Die mehr als 100 Kopfweiden am Wegesrand wurden einer grundlegenden Pflegemaßnahme unterzogen. Alle acht bis zehn Jahre müssen die langen Ruten geschnitten werden, damit der Baum unter der Last der Äste nicht auseinanderbricht.

„Der Kopf des Baumes darf eben nicht zu dick und schwer werden“, erklärt Paul Hölscher, der im Rathaus für die Bewirtschaftung von Grünflächen zuständig ist. „Deshalb ist das Schneiteln – also der Rückschnitt der Bäume – in regelmäßigen Abständen ökologisch durchaus wertvoll.“ Kopfweiden bieten Lebensraum für viele Arten von Tieren, wie etwa Fledermäuse oder Eulen, insbesondere der Steinkauz. „Bundesweit ist der Steinkauz als gefährdet eingestuft, aber in Rietberg gibt es noch vergleichsweise viele“, sagt Hölscher, „denn bei uns finden sie häufig geeignete Brut- und Nistplätze.“ Von den rund 10.000 Bäumen, die im Baumkataster der Stadt gelistet sind, sind zehn Prozent Kopfweiden.

„Im Frühjahr treiben die Weiden wieder aus. Nächstes Jahr um diese Zeit sind die Triebe schon wieder zwei bis drei Meter lang“, sagt Andreas Hollenbeck von dem gleichnamigen Lohnunternehmen in Druffel. Seine fachkundigen Mitarbeiter übernehmen aktuell das »Schneiteln« von rund 150 Kopfweiden im Stadtgebiet. Aus einem Förderprogramm des Landes wird die Baumpflege mit mehr als 6000 Euro gefördert – sehr zur Freude von Paul Hölscher. Im kommenden Jahr plant er die gleiche Maßnahme für die Kopfweiden entlang des Furlbaches.

Mit Hilfe eines Greifkranes und der Motorsäge werden die Kopfweiden direkt am obersten Abschnitt des Stammes beschnitten. Foto: Stadt Rietberg
Mit Hilfe eines Greifkranes und der Motorsäge werden die Kopfweiden direkt am obersten Abschnitt des Stammes beschnitten. Foto: Stadt Rietberg