Neue Landschaften und Stillleben im Kunsthaus


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Rietberg. Es sind nicht nur gegenständliche Bilder, sondern auch solche, die eine große Umgebung einfangen. Bilder, die nicht verfremden, sondern die Wirklichkeit widerspiegeln. Manchmal vielleicht eine neue Wirklichkeit. So lassen sich die Werke des 2013 verstorbenen Hans-Joachim Billib beschreiben. Ein Querschnitt seines Gesamtwerkes ist jetzt im Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch zu sehen. Am Sonntag, 12. November, wird die Ausstellung eröffnet.

60 Gemälde werden im Kunsthaus zu sehen sein und vermitteln einen guten Überblick über das große Schaffensspektrum des norddeutschen Realisten. Hans-Joachim Billib lebte und arbeitete zeitlebens in Berlin, wo er einst geboren und 2013 auch im Alter von nur 58 Jahren gestorben ist. Von 1973 bis 1979 studierte Billib an der Hochschule der Künste bei Dr. Klaus Fußmann, ab 1978 sogar als Meisterschüler.

In einigen seiner Bilder kann man Billibs Liebe zum großen Impressionisten Claude Monet erkennen. Seine Bilder wirken überzeitlich klassisch, zumindest versuchte Billib dieses Ziel zu erreichen.

Es ist ein sehr individueller Realismus, der Hans-Joachim Billibs Bilder betont und auszeichnet. Eine besondere Detailgenauigkeit und Tiefenschärfe findet man in allen seinen Werken wieder. Zum Teil sind es Stillleben mit ganz einfachen Gegenständen. Oft auch Landschafen, die in der Rietberger Ausstellung zu finden sind. Nackte Landschaften, ohne Menschen und Tiere, nüchtern und ohne Ablenkung und Zusätze. So malt Billib ganz anders als sein Lehrer, der lieber expressiv und mit Stimmungen arbeitet. „Besonders an grauen Tagen sind nicht viele Menschen unterwegs … zu Fuß … in der Natur. Dann gehört die Erde ganz mir, und ich kann mich mit der Atmosphäre vollsaugen und hoffen, dass etwas davon seinen Weg ins Bild findet“, hatte Billib einst gesagt.

Alle Kunstinteressierten sind herzlich zur Eröffnung am Sonntag, 12. November, um 11 Uhr in das Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch an der Emsstraße 10 in Rietberg eingeladen. Die Ausstellung ist dann bis zum 14. Januar 2018 zusehen.

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