Flüchtlingshilfe in Rietberg

Auf dieser Weltkarte haben viele Flüchtlinge ihre Heimat markiert. Fotos: Stadt Rietberg
Auf dieser Weltkarte haben viele Flüchtlinge ihre Heimat markiert. Foto: Stadt Rietberg

Wie viele andere Kommunen auch steht die Stadt Rietberg vor einem nicht erwarteten Zustrom an Flüchtlingen aus vielen Teilen der Welt. Das Ende dieses Zustroms scheint nicht absehbar. Aktuell sind im Stadtgebiet Rietberg mehr als 461 Menschen untergebracht (Stand 1. November 2016).

Die soziale und allgemeine Betreuung der Asylbewerber ist in Rietberg breitgefächert aufgestellt und kann auch über die Kreisgrenzen hinweg als vorbildlich bezeichnet werden.

In allen Stadtteilen, in denen Übergangswohnheime oder sonstige Möglichkeiten zur Unterbringung genutzt werden, erfolgt eine ehrenamtliche Betreuung. Die jeweiligen Caritas-Konferenzen bilden den ersten und zentralen Ansprechpartner. Unterstützung finden sie bei verschiedenen Vereinen, Gruppierungen und Einzelpersonen in den Stadtteilen. Ihnen allen dankt die Stadt Rietberg für die enorme Hilfsbereitschaft, sich für Flüchtlinge zu engagieren.

Nachstehend eine Auflistung der Ansprechpartner, die in den Stadtteilen Unterstützung koordinieren und Hilfsangebote annehmen und weiterleiten.

Diese Informationen finden Sie auch auf der ehrenamtlich gepflegten Seite www.rietberg-hilft.de.

Aktuelles

In der Sitzung des Schul- und Sozialausschusses am 24. November 2016 haben Bürgermeister Andreas Sunder und Wilfried Dörhoff, Abteilungsleiter Jugend, Soziales & Wohnen, einen Sachstandsbericht über die Flüchtlingssituation in Rietberg gegeben. Der ist hier nachzulesen.

Ansprechpartner in der Stadtverwaltung Rietberg


Allgemeine Fragen und Anregungen
Abteilungsleiter Wilfried Dörhoff, Telefon (05244) 986-302, E-Mail wilfried.doerhoff(at)stadt-rietberg.de

Soziale Betreuung zentral für alle Flüchtlinge
Martin Hübner, Telefon (05244) 986-311, E-Mail martin.huebner(at)stadt-rietberg.de
Randa Sow, Telefon (05244) 986-267, E-Mail randa.sow(at)stadt-rietberg.de

Finanzielle Leistungen / »Krankenscheine«
Anne Gutzler, Telefon (05244) 986-303, E-Mail anne.gutzler(at)stadt-rietberg.de
Wolfgang Wutke, Telefon (05244) 986-291, E-Mail wolfgang.wutke(at)stadt-rietberg.de

Familienberatung u. a. Unterstützung
Familienzentrum der Stadt Rietberg

Integrationsbeauftragte der Stadt Rietberg
Meral Mayadali, Telefon (05244) 935639, E-Mail meral.mayadali(at)hotmail.de

Unterbringung

Die Stadt Rietberg bringt die Asylsuchenden in zahlreichen Wohnungen und verschiedenen Übergangswohnheimen unter.
Die Stadt Rietberg ist ständig auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten, Wohnungen zu mieten oder zu kaufen, leerstehende Gewerbehallen zu nutzen und hat selbst Unterkünfte gebaut.

Kontakt: Andreas Nachtigall, Telefon (05244) 986-362, E-Mail andreas.nachtigall(at)stadt-rietberg.de

Betreuung vor Ort

Die Betreuung der einzelnen Wohnobjekte in den Stadtteilen sowie die Koordination der privaten freiwilligen Hilfsangebote werden von den jeweiligen Caritas-Konferenzen organisiert. Sie können sich in konkreten Fragen und Hilfsangeboten gerne direkt an die genannten Ansprechpartner wenden.

Caritas Bokel
Christel Verhoff, Telefon (05244) 988644, E-Mail christelverhoff(at)yahoo.de
Rita Wiesbrock, Telefon (05244) 77690, E-Mail rwiesi(at)web.de

Mastholte, Arbeitskreis Asyl
Koordination
Ralf Langenscheid, Telefon (02944) 2924 oder 0176.52350428, E-Mail rallikalli(at)web.de
Hans Josef und Ulla Ahrens, Telefon (02944) 1411 oder 0172.5334227, E-Mail hajoahrens(at)gmx.de
Caritas Mastholte
Ursula Röhr, Telefon 0151.55996680, E-Mail ursula.roehr(at)roehr.de
Caritas-Warenkorb
In der Aula/Schule Mastholte, Riekstraße
Öffnungszeit: donnerstags, 15.00 – 16.30 Uhr
Kontakt: Renate Hustermeier, Telefon (02944) 2153, E-Mail rhustermeier(at)yahoo.de

Caritas Neuenkirchen
Elisabeth Kentrup, Telefon (05244) 928460, E-Mail elisakentrup(at)yahoo.de

Caritas Rietberg
Margret Strothoff, Telefon (05244) 7675, E-Mail margret.strothoff(at)strothoff-rietberg.de

Caritas Westerwiehe
Vera Hilgenkamp, Telefon (05244) 5821, E-Mail vera.hilgenkamp(at)gmx.de

Sachspenden

Wer Kleidung oder andere Dinge wie Fahrräder oder Kinderwagen spenden möchte, sollte vor allem zwei Aspekte beachten.

  • Keine Spenden direkt zu den Notunterkünften bringen, das verursacht nur Verteilungsprobleme.
  • siehe auch Malteser-Hilfsdienst: www.malteser-guetersloh.de.

 

Sachspenden wie Kleidung, Spielzeug, kleinere Haushaltsgeräte werden gern angenommen. Die Kleiderspenden nehmen alle Kleiderkammern in den Stadtteilen gerne an.

Kleiderladen Mastholte
In der Aula/Schule Mastholte, Riekstraße
Öffnungszeit: donnerstags, 14.30 – 16.30 Uhr (dann werden Kleiderspenden angenommen)
Kontakt: Ursula Röhr, Telefon (02944) 2693, E-Mail ursula.roehr(at)roehr.de

Kleiderstube Neuenkirchen
Ringstraße, neben der Kirche
Kontakt: Irmlinde Fleiter, Telefon (05244) 3273

Kleiderkammer Rietberg
Gersteinstraße 3 in Rietberg
Öffnungszeiten: montags 15 – 17 Uhr, mittwochs 10 – 12 Uhr
Kontakt: Anne Bussieweke, Telefon (05244) 8288

Fahrräder
Kontakt in Mastholte: Werner Pollhans, E-Mail werner.pollhans(at)web.de.

Geldspenden

DRK-Flüchtlingshilfe im Kreis Gütersloh,
Sonderspendenkonto,
Volksbank Bielefeld-Gütersloh eG
IBAN: DE52 4786 0125 0203 3826 02
BIC: GENODEM1GTL.

Die Malteser im Kreis Gütersloh haben ein Online-Spendenkonto unter www.malteser-guetersloh.de eingerichtet.

Sprachkurse / Sprachlotsen

Unter der Federführung des Vereins Hilfe für Menschen in Not haben sich mehrere Pädagogen im Ruhestand zusammengefunden. Hier werden gerade den frisch zugewiesenen Personen die Grundlagen und ersten Worte der deutschen Sprache vermittelt, um den Problemen des täglichen Lebens gewachsen zu sein.
Kontakt: Heinz Toppmöller, Telefon (05244) 988204, E-Mail Menschen-in-Not(at)gmx.de

Sprachkurse in Neuenkirchen:
Im Haus der Caritas, Ringstraße 10. Anmeldungen immer montags um 9.45 Uhr.
Kontakt: Angela Hanswillemenke, Telefon (05244) 902055 und 01577.8863487


Überall im Kreis Gütersloh stehen Sprachlotsen zur Verfügung. Die extra ausgebildeten ehrenamtlichen Dolmetscher unterstützen bei Gesprächen zwischen Menschen mit Migrationshintergrund oder Flüchtlingsstatus und Institutionen wie Kitas, Kreisfamilienzentren, Schulen, Jobcenter, Verwaltungen, Praxen oder Vereinen. Für diese Dienstleistung werden den Institutionen, Praxen oder Privatpersonen 20 Euro pro Einsatz in Rechnung gestellt.

Im Sprachlotsenpool im Kreis Gütersloh sind aktuell folgende Sprachen abgedeckt: Afghanisch, Ägyptisch, Albanisch, Arabisch, Aramäisch, Berber, Bosnisch, Chinesisch, Dari, Englisch, Französisch, Hausa, Hocharabisch, Italienisch, Katalanisch, Kurdisch, Marokkanisch, Niederländisch, Palästinensisch, Persisch, Polnisch, Roma, Rumänisch, Russisch, Saudi, Serbisch, Serbokroatisch, Spanisch, Syrisch, Tigrinja, Türkisch, Ukrainisch, Ungarisch, Urdu.

Ein Buchungsformular gibt es auf der Homepage www.ki-gt.de.

Integrationsplan der Stadt Rietberg (2011)

Durch das Mitwirken vieler Beteiligter ist schon in den Jahren 2010/11 ein Integrationskonzept erarbeitet worden, welches die integrationspolitischen Handlungsfelder und Leitziele aufzeigt und viele Anregungen und Projekte enthält. Der Integrationsplan für die Stadt Rietberg ist hier nachzulesen.


 

Wie viele Flüchtlinge leben derzeit in Rietberg?

Es gilt zu unterscheiden zwischen den Asylbewerbern, die nach einem bestimmten Verteilschlüssel von Erstaufnahmeeinrichtungen auf die Kommunen im Land verteilt werden, und denen, die hier auf das Ergebnis der Prüfung ihres Asylantrags warten. Zurzeit (Stand 1. September 2016) sind 468 in städtischen Unterkünften und angemieteten Wohnungen im gesamten Stadtgebiet untergebracht.

Aus welchen Ländern kommen die Flüchtlinge?

Die aktuellen Daten zur Herkunft der Flüchtlinge finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (bamf – Schlüsselzahlen Asyl). Diese Werte beziehen sich auf die Bundesrepublik. Die Herkunft der Flüchtlinge in Rietberg entspricht annähernd diesen Werten. (http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Flyer/flyer-schluesselzahlen-asyl-halbjahr-2015.pdf?__blob=publicationFile)

Wie kommen die Flüchtlinge nach Rietberg?

Wenn Flüchtlinge in Deutschland ankommen, werden sie zuerst in Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE) untergebracht. Anschließend leben sie einige Wochen in Zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE). Von dort werden sie dann auf die Kommunen verteilt. Z. B. die Stadt Rietberg ist dann für die Unterbringung zuständig. Nach einer ersten Anmeldung im Rathaus werden sie auf die zur Verfügung stehenden Unterbringungsmöglichkeiten verteilt. Grundsätzlich sind wir an einer dezentralen Verteilung in möglichst allen Stadtteilen interessiert.

Müssen Flüchtlinge ständig in Rietberg bleiben?

Für Asylsuchende gilt eine sogenannte Residenzpflicht, die seit 2015 in NRW ein wenig gelockert ist. Für die ersten drei Monate des Aufenthaltes dürfen sich Asylsuchende in der Regel nur im Bereich der jeweils zuständigen Ausländerbehörde aufhalten – also im Kreis Gütersloh. Danach ist ein Aufenthalt im gesamten Bundesgebiet zulässig. Daneben besteht allerdings eine Wohnsitzauflage. Das bedeutet, dass sich Asylbewerber nicht aussuchen dürfen, wo sie wohnen, solange das Asylverfahren läuft.

Warum wurden Turnhallen als Notunterkünfte hergerichtet?

Weil alle anderen Unterbringungsmöglichkeiten im Stadtgebiet ausgeschöpft waren, sahen wir uns als Stadtverwaltung dazu gezwungen, von September 2015 bis April 2016 Turnhallen übergangsweise als Notunterkünfte zu nutzen. Immerhin sind diese beheizbar und mit sanitären Anlagen und Duschen ausgerüstet. Dies war für die Schulen und Sportvereine keine angenehme Situation, doch letztlich war diese Maßnahme alternativlos. Zumindest so lange, bis wir genügend regulären Wohnraum für alle Menschen zur Verfügung stellen können. Die Belegung einer Turnhalle war nur als Notlösung zu verstehen. Deshalb wurden parallel immer auch andere Maßnahmen ergriffen und begonnen, an mehreren Stellen im Stadtgebiet eigene Unterkünfte zu errichten.

Wie ist die finanzielle Situation der Flüchtlinge?

Die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz dienen der Sicherung des Lebensunterhaltes der Flüchtlinge.
Anspruch auf diese Leistungen durch die Stadt Rietberg haben alle Flüchtlinge,
•  die vom Land NRW der Stadt Rietberg zugewiesen sind und sich tatsächlich hier aufhalten und
•  deren Aufenthalt die Ausländerbehörde gestattet, duldet oder aus völkerrechtlichen bzw. humanitären Gründen erlaubt und
•  ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen sicherstellen können und
•  keine Möglichkeit der Selbsthilfe haben und
•  keine vorrangigen Leistungsansprüche gegenüber Sozialleistungsträgern wie zum Beispiel Agentur für Arbeit, Jobcenter oder Amt für Wohnungswesen haben.

Als Unterkunft bekommen die Flüchtlinge Zimmer in Übergangseinrichtungen gestellt oder die Abteilung Jugend, Soziales und Wohnen übernimmt die Mietkosten einer Wohnung.
Zusätzlich wird zur Deckung des notwendigen Bedarfes eine Geldleistung gewährt; auch Sachleistungen und Gutscheine sind möglich. Der Umfang der Geldleistung liegt annähernd auf dem Niveau der Bedarfssätze der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) XII.

Da Flüchtlinge in der Regel nicht über eine Krankenversicherung verfügen, werden ihnen Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt erbracht. Diese Leistungen sind beschränkt auf die Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände, soweit sie im Einzelfall erforderlich sind.

Wie kann ich mich persönlich einbringen?

Eine Integration der Asylsuchenden in Rietberg kann nur gelingen, wenn viele Bürger die Flüchtlinge in ihrem Ortsteil wohlwollend aufnehmen und sie willkommen heißen. Aufeinander zugehen und miteinander sprechen ist der erste Schritt und sorgt für gegenseitiges Verständnis.

Hilfe beim Ausfüllen von Formularen oder Begleitung beim Einkaufen oder zum Arzt sind einfache Tätigkeiten, die viele Bürger leisten können. Helfer bei Sprachkursen, handwerklichen Tätigkeiten und Fahrdiensten werden immer gebraucht. Sachspenden wie z. B. Kleidung sind ebenfalls willkommen.

WICHTIG: Wenden Sie sich bitte nicht direkt an die Flüchtlinge, sondern nehmen Sie zunächst Kontakt mit den oben genannten Ansprechpartnern auf, damit die Hilfen koordiniert werden können und in geregelten Bahnen verlaufen.

Dürfen Flüchtlingskinder bei uns zur Schule gehen?

Das müssen sie sogar, denn auch für sie besteht die Schulpflicht. Alle Grundschulen im Stadtgebiet haben ein großes Interesse, Kinder aus Flüchtlingen in den Regelunterricht zu integrieren. Im Vorfeld ist jedoch ein normiertes Verfahren zu beachten:

  1. Sobald der Stadt Rietberg der Zuzug eines zugewanderten schulpflichtigen Kindes gemeldet wird, so meldet die Stadtverwaltung diese Kinder gesammelt alle zwei Wochen weiter an das Kommunale Integrationszentrum (KIZ) des Kreises Gütersloh.
  2. Daraufhin wird das Kind bzw. die Familie zu einem Beratungsgespräch durch eine Lehrkraft zum KIZ eingeladen.
    Sinn und Zweck ist es,

    1. die mitgebrachten Sprachen der Schülerin/des Schülers,
    2. die bisherige schulische Laufbahn,
    3. Informationen über das Beherrschen der deutschen Sprache zu erfassen,

und so die weitere Informationen zu dokumentieren, die über die geeignete weitere Schullaufbahn zu dokumentieren. Zugleich findet eine medizinische Schuleingangsuntersuchung statt.

  1. Abhängig vom Wohnort und der schulischen Vorbildung der Schülerin/des Schülers schlägt die Lehrkraft dann eine passende Schule vor.
  2. Darüber bekommen dann die aufnehmende Schule und die Kommune eine Rückmeldung.
  3. Das KIZ nimmt Kontakt zu der Leitung der vorgeschlagenen Schule auf und klärt, ob das Kind tatsächlich aufgenommen werden kann.
  4. Die Schulleitung bekommt dann auch den Erfassungsbogen aus dem eingangs geführten Beratungsgespräch.

Dieser gesamte Prozess kann – gerade in Anbetracht der steigenden Fallzahlen – zwei bis vier Wochen dauern. In der Zwischenzeit bemühen sich die Schulleitungen, unkomplizierte Übergangslösungen anzubieten, z. B. die Teilnahme an einer Kunst-AG oder die Aufnahme als »Gastschüler« o. ä.

Wie sieht das mit dem Kindergarten aus?

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass auch Kinder aus Flüchtlingsfamilien einen Kindergarten in Rietberg besuchen. Hier ist jedoch entscheidend, ob die Kindergärten im Stadtgebiet überhaupt freie Kapazitäten haben.

Dürfen Asylbewerber wirklich nicht arbeiten?

Ohne Arbeitserlaubnis dürfen Flüchtlinge nicht arbeiten und keine Ausbildung machen. Für Asylsuchende und Geduldete ist die Arbeit in den ersten drei Monaten ihres Aufenthalts ganz verboten. Auch danach haben sie nur geringe Chancen auf einen Job, weil zunächst „bevorrechtigte Arbeitnehmer“ zum Zuge kommen. Dies sind z. B. arbeitsuchende Deutsche, aber auch EU-Ausländer und anerkannte Flüchtlinge. Die Aufnahme einer Arbeit ist dann nur in Abstimmung mit der Ausländerbehörde möglich. Die entscheidet vor allem mit Blick auf die Bleibeperspektive. Bundesweit liegt die Quote der positiv beschiedenen Asylanträge bei etwa 35 Prozent.

Flüchtlinge, die aus Afghanistan, Eritrea, dem Irak oder Syrien hierherkommen, haben eine große Chance auf Anerkennung ihres Asylgesuchs. Die Stadt will nun die beruflichen Qualifikationen eben dieser Flüchtlinge erfassen, um dann in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur und dem Jobcenter passende Arbeitsstellen für diese Flüchtlinge aus Ländern mit einer hohen Bleibeperspektive zu finden.

Nach 15 Monaten Aufenthalt in Deutschland dürfen Asylbewerber und geduldete Flüchtlinge – ohne die oben beschriebenen Einschränkungen – arbeiten.

 

Einen Überblick über die einzelnen Verfahrensschritte und rechtlichen Grundlagen zum Ablauf des deutschen Asylverfahrens gibt diese Broschüre des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF).