»Neue Mitte« Mastholte

Der Stadtteil Mastholte soll einen neu gestalteten Dorfplatz mitgesteigerter Aufenthaltsqualität bekommen. Bürger haben Ideen gesammelt und gemeinsam mit Vereinen, Politik und Verwaltung abgestimmt.

Mastholtes »neue Mitte« nimmt Gestalt an

Für die künftige Gestaltung einer »neuen Mitte« im Ortsteil Mastholte haben sich Vertreter aus Politik, Verwaltung und örtlichen Vereinen jetzt auf eine überarbeitete Entwurfsplanung verständigt. Demnach sollen die Freifläche unter dem Handwerkerbaum, also zwischen der Langenberger, der Rietberger und der Riekstraße, sowie der Kirchplatz auf der anderen Straßenseite zu attraktiven Spiel- und Aufenthaltsflächen umgestaltet werden. Der Landschaftsplaner Jürgen Edenfeld hat Kosten in Höhe von knapp 1 Millionen Euro kalkuliert.

Eine weitere angedachte Bürgerinformation zu diesem Thema kann pandemiebedingt derzeit nicht stattfinden. Daher ist die überarbeitete finale Planung nun auf dieser Internetseite zu finden. Eine politische Beratung ist in der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses am 25. Februar vorgesehen.

In einer digitalen Arbeitskreissitzung hatten die beteiligten Akteure jüngst die Anregungen aus einer Bürgerversammlung im vergangenen Jahr mit aktuellen Entwicklungen und den bisherigen Planungen des Landschaftsplaners Edenfeld in Einklang gebracht. Alle Beteiligten des Arbeitskreises befürworten diese Planung, die nun abgeschlossen ist.

Der Bereich rund um den Handwerkerbaum soll demnach unter dem Thema »aktives Spielen« gestaltet werden – und zwar generationenübergreifend. »Fit im Freien« könnte das Motto lauten. Eingebettet in einen Landschaftsgarten mit Streuobst- und Wildblumenwiese sind ein Beachvolleyballfeld sowie noch nicht konkret festgelegte Fitness- beziehungsweise Mehrgenerationengeräte angedacht. Dieses Umfeld lässt sich gut mit dem daran anschließenden Schul- und Sportumfeld verbinden. Dies lässt sich erst in der Zukunft genauer planen, sobald feststeht, wie das derzeit leerstehende Schulgebäude künftig genutzt werden soll. Auf jeden Fall aber soll der Übergang zum Schulhof fließender gestaltet werden. Die Fahrradständer sollen abgebaut und eine Baumreihe gepflanzt werden.

Im ruhiger gestalteten Kirchenumfeld sollen harmonische Freiräume zum Beispiel zum Lesen, Boule spielen und zum Aufenthalt entstehen. Ein Meditationsgarten soll entstehen und auch E-Scooter-Stellplätze werden berücksichtigt. Die historischen Strukturen werden unter anderem auch durch die Schaffung von Sichtbeziehungen gestärkt. Der Außenbereich der Jakobsleiter wird durch Spielelemente mit dem neuen Kinderspielplatz des Neubaugebietes südlich der Jakobistraße verknüpft.

Zudem soll die Jakobistraße im nördlichen Teil, wo sie auf die Rietberger Straße tritt, abgebunden werden. Das Stück also, östlich der Gaststätte Sittinger, wird dem neu gestalteten Kirchplatz zugeschlagen. Dort könnte auch ein Wasserspiel entstehen, sofern der entsprechende Antrag auf Fördergelder positiv beschieden wird. Die Verortung des Wasserspieles in der Planung kann daher zum jetzigen Planungsstand lediglich als Platzhalter verstanden werden.

Die Ausgaben für die Gesamtmaßnahme können durch die jüngsten Anpassungen auf 994.310 Euro reduziert werden. Zuvor hatten gar Kosten von bis zu 1,4 Millionen Euro im Raum gestanden.

Ansprechpartnerin
Heike Bennink