Bauen & Wohnen

Rietbergkarte_02Auf dieser Seite informieren wir Sie über die von der Stadt Rietberg zu veräußernden Wohnbaugrundstücke und mögliche Fördermöglichkeiten.

Fragen zu den angebotenen Grundstücken beantworten gerne die Mitarbeiterinnen der Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Grundstücksangelegenheiten bei der Stadtverwaltung Rietberg.

Ansprechpartner

Marion Lütkebohle

Rathausstr. 36, 33397 Rietberg
Tel (05244) 986-241
Fax (05244) 986-17241
Bereich: Grundstücksangelegenheiten

Baugebiet »In den Emswiesen«

Das Plangebiet der Bebauungspläne Nr. 290 »In den Emswiesen« und Nr. 290.1 »In den Emswiesen-Erweiterung« umfasst insgesamt etwa 5,7 Hektar und liegt im Westen der Kernstadt Rietberg am Siedlungsrand. Die Grundstücke im Bereich des Bebauungsplanes Nr. 290 »In den Emswiesen« wurden im Rahmen der Klimaschutzsiedlung »100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen« entwickelt.


Für den westlichen Teil, der nicht als Klimaschutzsiedlung entwickelt wird, wird derzeit der Bebauungsplan »In den Emswiesen-Erweiterung« aufgestellt. Der Bebauungsplan wird voraussichtlich nach den Sommerferien 2019 rechtskräftig. Das Gebiet wird in zwei Abschnitten erschlossen.

Die Grundstücke werden in zwei Abschnitten zum Kauf angeboten: Im Herbst 2019 werden die südlich gelegenen etwa 20 Wohnbaugrundstücke (ab der zweiten Querstraße) angeboten. Ein Kaufpreis ist noch nicht kalkuliert.

In dem Baugebiet »In den Emswiesen-Erweiterung« können Einzel-/Doppelhäuser sowie im nördlichen Bereich auch Mehrfamilienhäuser errichtet werden. Die Grundstücksgrößen der Einzel- und Doppelhausgrundstücke liegen voraussichtlich zwischen 500 und 800 Quadratmetern.

Die geplanten Bautypologien umfassen die in der Region typischen eineinhalbgeschossigen Gebäude mit Satteldach und zweigeschossige Gebäude mit Flachdach. Bei den Mehrfamilienhäusern ist zusätzlich ein Staffelgeschoss vorgesehen.

Die Erschließung des Baugebietes erfolgt über die Wiedenbrücker Straße. Mit den Erschließungsmaßnahmen für das Baugebiet »In den Emswiesen-Erweiterung« soll im Herbst 2019 begonnen werden, so dass die Grundstücke voraussichtlich im Frühjahr 2020 baureif erschlossen sind.

Interessenten für ein Wohnbaugrundstück zur Eigennutzung können sich bei der Stadt Rietberg vormerken lassen. Einen entsprechenden Antrag gibt es bei der Abteilung Wirtschaftsförderung und Grundstücksangelegenheiten:

Marion Lütkebohle

Rathausstr. 36, 33397 Rietberg
Tel (05244) 986-241
Fax (05244) 986-17241
Bereich: Grundstücksangelegenheiten

Miriam Bürger

Rathausstr. 36, 33397 Rietberg
Tel (05244) 986-239
Fax (05244) 986-17239
Bereich: Wirtschaftsförderung und Grundstücksangelegenheiten

Vergabe-Richtlinien für städtische Wohnbaugrundstücke

Die Stadt Rietberg möchte mit dem Verkauf von Wohnbaugrundstücken Bauwilligen die Möglichkeit geben, Wohneigentum in Rietberg zu schaffen. In den neuen Baugebieten werden die von der Stadt Rietberg angebotenen Grundstücke vorrangig an Bewerber verkauft, die bisher noch nicht über Eigentum verfügen.

Der Rat der Stadt Rietberg hat dazu am 31. Januar 2019 die nachstehend aufgeführten Richtlinien zur Vergabe von städtischen Wohnbaugrundstücken beschlossen.

Die nach den Richtlinien angebotenen Grundstücke werden zu vergünstigten Konditionen vergeben. Darüber hinaus beabsichtigt die Stadt Rietberg, einige Grundstücke ohne Anwendung der Richtlinien zu vergeben. Somit erhalten auch Interessenten, die nach den Vergabekriterien nicht berücksichtigt werden können, die Möglichkeit, ein Grundstück von der Stadt Rietberg zu erwerben. Diese Grundstücke werden öffentlich ausgeschrieben.

Richtlinien zur Vergabe von städtischen Wohnbaugrundstücken zur Eigennutzung

Antragsberechtigt sind Interessenten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Bewerber sowie deren Ehe- oder Lebenspartner dürfen nicht Eigentümer einer Immobilie sein, mit Ausnahme einer Eigentumswohnung mit einer Wohnfläche von maximal 85 m².

Des Weiteren darf das Jahresbruttoeinkommen des Antragstellers/der Antragstellerin und des Ehe-/Lebenspartners 102.000 Euro – bei Einzelpersonen 51.000 Euro – nicht übersteigen. Für jedes im Haushalt lebende unterhaltspflichtige Kind werden zusätzlich 7.000 Euro brutto/Jahr angerechnet. Das Jahreseinkommen ist bei der Bewerbung um ein konkretes Grundstück nachzuweisen.

Die Vergabe der städtischen Wohnbaugrundstücke erfolgt unter Anwendung des nachfolgenden Punktesystems:

1. Wohnort 1.1 zum Zeitpunkt der Vergabe im Stadtgebiet Rietberg 3 Punkte
1.2 im Stadtteil des zu vergebenden Baugebietes oder insgesamt mindestens fünf Jahre im Stadtteil des Baugebietes

+ 4 Punkte

2. Arbeitsplatz 2.1 im Kreis Gütersloh, Delbrück, Lippstadt, Paderborn und Bielefeld 2 Punkte
2.2 im Gebiet der Stadt Rietberg + 2 Punkte
2.3 im Stadtteil des gewünschten Baugebietes + 1 Punkt
3. Wohnort der Eltern zum Zeitpunkt der Geburt/aufgewachsen in Rietberg 2 Punkte
4. Personenzahl je Haushaltsangehörigem (hier werden nur die Personen einbezogen, die in die Hauptwohnung des Gebäudes einziehen) 1 Punkt
(max. 5 Punkte)
5. Zeitpunkt der Antragstellung vom Vorjahr der Antragstellung bis max. 5 Jahre/je Jahr 1 Punkt
(max. 5 Punkte)
6. Schwerbehinderung Bewerber bzw. Familienangehörige, die in die Hauptwohnung einziehen, ab einem Behinderungsgrad von 80 % (Vorlage des Schwerbehindertenausweises) 3 Punkte
7. Inhaber einer Ehrenamtskarte 2 Punkte



Höchstpunktzahl 29 Punkte

Die Erwerber verpflichten sich, das Grundstück innerhalb von zwei Jahren zu bebauen und das Gebäude für die Dauer von zwölf Jahren selbst zu nutzen.

Für den Fall, dass die Immobilie vor Ablauf der zwölf Jahre vermietet oder veräußert wird, besteht für die Stadt Rietberg ein Rückkaufsrecht bzw. kann die Stadt Rietberg die Zahlung eines Ausgleichsbetrages verlangen. Die Höhe des Ausgleichsbetrages wird für jedes Baugebiet separat festgelegt. Eine Teilvermietung ist möglich.

Ein Anspruch auf Zuteilung eines Baugrundstückes besteht nicht.

Ausnahmen von den Vergaberichtlinien sind in begründeten Einzelfällen zulässig. Über die Vergabe der Baugrundstücke entscheiden die politischen Gremien der Stadt Rietberg.

Mietspiegel

Wer eine Wohnung mieten möchte, muss viele Kriterien bedenken: Passt die Größe? Bin ich mit der Lage einverstanden? Kann ich mir die Wohnung überhaupt leisten? Umgekehrt fragt sich auch der Vermieter: Wie viel Kaltmiete ist denn hier überhaupt üblich?
Bei diesen Fragen hilft der qualifizierte Mitspiegel, der für die Stadt Rietberg erstellt wurde. Mit ihm lässt sich eine so genannte „ortsübliche Vergleichsmiete“ bestimmen. Eine Vergleichsmiete als Gradmesser kann juristische Auseinandersetzungen zwischen Mietern und Vermietern verhindern. Aber in jedem Fall bietet der Mietspiegel für alle Parteien eine Orientierung, welche Kaltmiete pro Quadratmeter Wohnraum angemessen ist.

Der vorliegende Mietspiegel 2018 basiert auf dem Mietspiegel 2016, der anhand des vom Statistischen Bundesamtes ermittelten Verbaucherpreisindexes entsprechend an die Marktentwicklung angepasst wurde. Der Mietspiegel 2016 wurde nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen er-stellt und von der Stadt Rietberg sowie den an seiner Erstellung beteiligten Organisa-tionen und Interessenverbänden anerkannt.

Förderprogramme

Förderprogramm »Jung kauft Alt«

Um jungen Familien mit Kindern die Schaffung von Wohneigentum in gewachsener Umgebung zu erleichtern, fördert die Stadt Rietberg nach eigenem Ermessen den Erwerb von Altbauten. Ein Altbau ist ein Gebäude, das mindestens 25 Jahre alt ist. Anspruchsberechtigt sind ausschließlich eheliche oder nichteheliche junge Lebensgemeinschaften und Alleinerziehende. Alle weiteren Informationen gibt es zusammengefasst hier:

Anträge für ein Altbaugutachten sowie die jährliche Altbauförderung erhalten sei bei unserem Ansprechpartner:

Frank Jungeilges

Bolzenmarkt 4-6
33397 Rietberg
Tel (05244) 986-390
Fax (05244) 986-17390
Bereich: Leiter Bauaufsicht und Denkmalpflege


Förderung zur Stärkung der Innenstadt

Die Stadt Rietberg fördert mit Unterstützung des Bundes und des Landes NRW das Engagement von Bürgern und Bürgerinnen, von Unternehmen, Initiativen und Institutionen zur Belebung und Stärkung der Innenstadt. Haben Sie Ideen und möchten sich aktiv für deren Umsetzung einsetzen? Der Innenstadtfonds unterstützt Sie in Ihrem Engagement für die Innenstadtentwicklung.

Ziele dieser Förderung sind:

  • Aktivierung privaten Engagements und privater Finanzmittel
  • Anregung innerstädtischer Kooperation und Stärkung der Selbstorganisation der privaten Kooperationspartner
  • Belebung und Stärkung der Innenstadt

Antragsberechtigte sind zum Beispiel Einzelpersonen, Unternehmen aber auch Vereine und Verbände sein.

Das Fördergebiet umfasst das dargestellte Sanierungsgebiet in der Innenstadt von Rietberg.

Fördergebiet

In folgenden Dokumenten sind zudem die Förderrichtlinien der Stadt Rietberg dargestellt.

Einen Förderantrag erhalten Sie bei

Jörn Frensemeier

Rathausstr. 36, 33397 Rietberg
Tel (05244) 986-278
Bereich: Räumliche Planung & Entwicklung, DIEK


Profilierung und Standortaufwertung im historischen Stadtkern Rietberg

Die Stadt Rietberg gewährt mit Unterstützung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen Zuwendungen für bauliche Maßnahmen zur Herrichtung von Gebäuden und zur Verbesserung des Wohnumfeldes im historischen Stadtkern von Rietberg.

Ziele dieser Förderung sind:

  • Die gestalterische Qualität von Fassaden, Dächern und Freiflächen unter Berücksichtigung der dem historischen Ortsbild von Rietberg entsprechenden charakteristischenMerkmale in Maßstab und Gestalt, Detaildurchbildung, Material und Farbgebung zu verbessern.
  • Maßnahmen zur Entsiegelung, Begrünung, Herrichtung und Gestaltung von Hof- und Gartenflächen zu unterstützen.

Antragsberechtigt sind zum Beispiel Eigentümer und Erbbauberechtigte.
Das Fördergebiet umfasst das dargestellte Sanierungsgebiet historischer Stadtkern.

Hist-Stadtkern

Einen Förderantrag erhalten Sie bei unserem Ansprechpartner:

Jürgen Krieftewirth

Bolzenmarkt 5
33397 Rietberg
Tel (05244) 986253
Bereich: Bauaufsicht & Denkmalpflege

Steuerliche Abschreibungsmöglichkeit

Informationen über die erhöhte steuerliche Abschreibung bei Gebäuden im Sanierungsgebiet

In den förmlich festgelegten Sanierungsgebieten – Innenstadt Rietberg und Stadtteilzentrum Neuenkirchen – besteht für Hauseigentümer die Möglichkeit nach §7h, §10f Einkommensteuergesetz (EStG), Bau- und Planungskosten für Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen bei Gebäuden steuerlich abzuschreiben.

Wie hoch sind die Abschreibungsmöglichkeiten?

Die steuerlich begünstigten Kosten können auf zwölf Jahre verteilt zu 100% abgeschrieben werden (acht Jahre je 9% und vier Jahre je 7% nach §7h EStG). Bei Gebäuden, die der Eigentümer selbst bewohnt, reduziert sich die Abschreibung auf 90% (zehn Jahre je 9% nach §10f EStG).

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • durch die Maßnahmen werden Missstände beseitigt und/oder Mängel behoben;
  • die Maßnahmen entsprechen den Zielen und Zwecken der Sanierung;
  • die Maßnahmen werden aufgrund einer vor Baubeginn mit der Stadt Rietberg abgeschlossenen Vereinbarung durchgeführt;
  • die Arbeiten müssen während der Gültigkeit der Sanierungssatzung durchgeführt werden;
  • nach Abschluss der Baumaßnahmen sind die entstandenen Kosten durch die Originalrechnungen zu belegen (s. u.).

Verfahren zur Anerkennung der Baukosten

Die notwendigen Formulare sind nachfolgend herunterzuladen. Ihr Ansprechpartner bei der Stadt Rietberg unterstützt die Hauseigentümer bei der Antragstellung:

Rüdiger Ropinski

Rathausstr. 36, 33397 Rietberg
Tel (05244) 986-273
Fax (05244) 986-412
Bereich: Leiter Räumliche Planung & Entwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Abfallwirtschaft

Nachweis der entstandenen Kosten

Der Bauherr muss im Einzelnen nachweisen, welche tatsächlichen Leistungen erbracht worden sind und welches Entgelt er dafür bezahlen musste. Zudem ist anzugeben, ob die Berechtigung zum Vorsteuerabzug besteht und die Option gem. §9 UStG in Anspruch genommen wird. Die Rechnungsbeträge sind in Abhängigkeit von der vertraglichen Vereinbarung entweder stets als Nettobeträge (ohne) oder stets als Bruttobeträge (mit Mehrwertsteuer) aufzuführen. Die gewählte Berücksichtigungsart ist anzugeben. In der erteilten Bescheinigung ist dann ein Hinweis enthalten, ob es sich um Netto- oder Bruttobeträge handelt.

Für die Ausstellung der Bescheinigung gem. §7h EStG benötigt die Stadt prüfbare Unterlagen. Hierbei ist Folgendes zu beachten:

  • Über die Rechnungen ist eine chronologische Auflistung beizufügen, in der Firma, Kurzbezeichnung von Leistung und Gegenstand, Rechnungsdatum und Rechnungsbetrag in Euro aufgeführt sind.
  • Jede Einzelrechnung muss in der Liste aufgeführt werden. „Rechnungspakete”, in denen mehrere Rechnungen, Kassenzettel oder ähnliches zusammengefasst sind, können nicht anerkannt werden.
  • Die vollständigen Originalrechnungen mit Vermerk der Baumaßnahme sind entsprechend der Auflistung zu ordnen. Die geleisteten Zahlungen sind nachzuweisen (Kontoabgänge). Nach Prüfung werden alle Originalbelege wieder zurückgegeben.
  • Es dürfen nur die Beträge eingesetzt werden, die auch tatsächlich angefallen sind. In Anspruch genommene Skontoabzüge, anteilige Beiträge zur Bauwesenversicherung oder sonstige Abzüge sind kostenmindernd zu berücksichtigen.
  • Hat der Bauherr eine pauschale Vergütung geleistet (z.B. an einen Generalunternehmer), muss er die erbrachten Leistungen in nachprüfbarer Weise beschreiben bzw. auflisten.
  • Gebühren für Architekten und Ingenieure sowie Baunebenkosten (wie Baugenehmigungsgebühren und Prüfgebühren) gehören zu den begünstigten Aufwendungen.

Nicht anrechenbare Aufwendungen

Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass die nachfolgend aufgeführten Aufwendungen in der Regel keine Herstellungskosten sind und daher im Rahmen der Vergünstigungen gemäß §7h EStG nicht berücksichtigt werden können:

  • Grundstücksvermessungskosten, Anwalts- und Notarkosten
  • Finanzierungskosten, Geldbeschaffungskosten, Bereitstellungsgebühren
  • Zinsen
  • Ablösung von Stellplätzen, soweit nicht die Zahlung im Baugenehmigungsverfahren gefordert wird
  • Beiträge zu Sach- und Haftpflichtversicherungen für während der Bauzeit eintretende Schäden (z. B. Bauwesenversicherung)
  • Kosten für die Schaffung von neuem Wohnraum (z. B. Dachgeschossausbauten, Anbauten, Gebäudeerweiterungen)
  • Kosten für Entrümpelungen jeglicher Art Neuerrichtung von Balkonen und Terrassen
  • Luxussanierungen

Wichtiger Hinweis:

Die Angaben sind als allgemeine Hinweise zu verstehen. Eine Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit im steuerrechtlichen Sinne kann nicht übernommen werden. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Steuerberatung durchführen können und sich die steuerliche Behandlung durch das für Sie zuständige Finanzamt an Ihrer individuellen steuerlichen Situation orientiert. Bei steuerlichen Fragen wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater.