LGS-Überschuss ermöglicht ergänzende Maßnahmen im Gartenschaupark


Rietberg. "Der Gewinnabschluss der Landesgartenschau 2008 ermöglicht es uns, weiter in den Nachfolgepark zu investieren, das Gelände vernünftig in Schuss zu halten und weitere Baumaßnahmen durchzuführen. Schon in 2009 haben wir rund 650.000 Euro für eine Vielzahl von Ergänzungen nutzen können." Bürgermeister André Kuper und Parkgeschäftsführer Peter Milsch blickten zum heutigen Medientreff auch auf das noch laufende Jahr zurück. 

Zunächst einmal waren nach der Landesgartenschau Rück- und Umbauarbeiten durchzuführen, so beispielsweise in den Eingangsbereichen Stennerland, er wurde neu geschaffen. Hier fand die Kassenanlage des Parkteils Süd einen neuen Standort, der Süden des Geländes ist nicht mehr täglich eintrittspflichtig.  Am Dortenbach wurde gleichermaßen ein neuer Eingang mit einer Kassen- und Sanitäranlage eingerichtet. Das generelle Kassensystem erfuhr eine erste Ergänzung durch Automaten. "Wir haben außerdem Pavillons erworben für Vereine und für die neuen Standorte der Kleintierzüchter, konnten das Forum Natur übernehmen und den Pavillon des Vereins für Gartenschau und Landschaftspflege für das Grüne Klassenzimmer ankaufen", führte Peter Milsch aus. Das Spiegelkabinett wurde erweitert, Zaunanlagen zum Schutz vor Vandalismus im Park errichtet. Die Gastronomie im Parkteil Neuenkirchen erfuhr einen Rückbau, die große Zeltanlage wurde nicht mehr benötigt. Dafür entstand die Multifunktionsfläche gegenüber der Volksbank-Arena, die sich bereits bei Großveranstaltungen wie dem Blaulichttag und der Wirtschaftsschau bewährt hat. Drei der 12 Mustergärten sind abgebaut worden, an ihrer Stelle entstanden Großspielfelder und schließlich konnte auch die seither lebhaft genutzte Boule-Bahn installiert werden.

 "Stillstand gibt es bei uns nicht, wir bemühen uns immer wieder um neue Attraktionen", so Kuper, "deshalb investieren wir seitens des Gartenschauparks in 2010 erneut rund 350.000 Euro. Hierzu gehören die Erweiterung der Öffnungszeiten auf 06.00 Uhr morgens bis 21.00 Uhr abends durch Umstellung des Einlasssystems auf Kassenautomaten, die Aufwertung des Musikzimmers oder auch die Errichtung eines generationsübergreifenden Fitnessparcours. Außerdem wird die Basisinfrastruktur für das Klimaparkprojekt in Form von Ver- und Entsorgungsleitungen, Eingangssystemen usw. finanziert". Außerdem werde, so Milsch, für die gastronomische Versorgung der Besucher im Parkteil Neuenkirchen ein Pavillon mit Biergarten angeschafft, der verpachtet werden soll.

Bei Gesamtkosten incl. Abschreibungen der Gartenschaupark GmbH von jährlich rund 1,9 Mio. Euro sind wir aber auch weiterhin auf die Unterstützung der, nach wie vor, vielen Ehrenamtler und den Förderverein Gartenschaupark angewiesen. Mit dem LGS-Überschuss, der möglichst in kleinen Portionen verbraucht werden soll, und dem bescheidenen Zuschuss der Stadt von jährlichen 150.000 Euro sind diese Kosten nicht zu decken. Wir benötigen also weiterhin gute Besucherzahlen und Dauerkartenzahlen. Außerdem brauchen wir das Engagement von Sponsoren und des Fördervereines, der mit seinen rd. 1300 Mitgliedern für Blumenschmuck und –pflege innerhalb des Parkes sorgt.

"Dazu kommen dann noch Fremdinvestitionen von 1,4 Millionen Euro", freute sich Kuper über die Unterstützung aus der Wirtschaft. Zum Einen sei der Hochseilklettergarten eine private Investition, zum Anderen trügen zahlreiche Unternehmen im Klimapark zu der hohen Summe bei. Wesentlich für ihn und Milsch ist der Umstand, dass trotz der weiteren Aufwertung der Parkteile der Eintrittspreis unverändert niedrig bleibt. Die Jahreskarte kostet nur 14 Euro, die Familienjahreskarte 28 Euro. Im Preis enthalten ist nicht nur der tägliche Zutritt in der gesamten Saison in alle Parkteile sondern vor allem der freie Eintritt für eigene Kinder und Jugendliche der Ticketinhaber. Und: "Auch in diesem Jahr kooperieren wir wieder bundesweit mit anderen Parks, so dass unsere Jahreskarteninhaber dorrt auch freien Eintritt haben"; so Milsch. Dazu gehören drei Parks in Berlin sowie Großgärten in Cottbus, Bad Zwischenahn, Hamm, Frankfurt, Augustusburg, Lahr und Jülich. "Wer also noch kein passendes Weihnachtsgeschenk gefunden hat, der kann sich im Bürgerbüro die neuen Jahreskarten sichern."