Lind-Hotel beantragt Erweiterungs-Anbau



Foto: Karlgünther Eggersmann, Johannes Kürpick, Petra Brendes und Sandra Sasse stellten die Erweiterungspläne heute vor.

Rietberg. Ein Antrag auf Bebauungsplanänderung zugunsten des Anbaus am "Lind-Hotel" wird ab 15. September den Stadtrat beschäftigen.
Am heutigen Montag reichte Investor Karlgünther Eggersmann die entsprechenden Unterlagen bei der Stadtverwaltung ein. Ziel ist es, im Spätsommer 2010 einen Erweiterungsbau mit 38 Betten und Seminarräumen zu eröffnen und damit einerseits die heutigen 50 Arbeitsplätze zu sichern und weitere Arbeitsplätze zu schaffen.

Das "Lind-Hotel" erfreut sich seit seiner Eröffnung großen Zuspruchs. Die 42 Einzel- und Doppelzimmersowie Suiten werden gut frequentiert, stark nachgefragt sind laut Eggersmann auch die bisherigen Seminarräume, besonders in Kombination mit Übernachtungsgästen, was immer wieder zu räumlichen Engpässen führt oder auch Absagen für ganze Gästegruppen nach sich ziehen muss.

Auf rund 450 Quadratmetern Grundfläche, derzeit eine Wiesenfläche neben dem Parkplatz, soll ein dreigeschossiger Flachdachbaukörper entstehen, im Untergeschoss wird eine Tiefgarage installiert, so dass laut Investor nicht etwa Parkflächen verloren gehen, sondern zusätzlich neue geschaffen werden.

Mit Rücksicht auf die Nachbarschaft werden zur Verbesserung des Schallschutzes Teile der schon bestehenden Parkplätze zum Wullbrock hin nach der Erweiterung mittels einer Schrankenanlage von 22 Uhr bis 6 Uhr geschlossen bleiben.

Am heutigen Montag wurden in einer Tagung zunächst die Fraktionsspitzen und Bürgermeister André Kuper von den ersten Detailplanungen, entwickelt durch den Gütersloher Architekten Raimund Heitmann, in Kenntnis gesetzt.

Am frühen Abend gab es eine Pressekonferenz. Das Lind-Hotel, ein Betrieb der 4-Sterne-Kategorie wurde 2007 am Nordtor, dem symbolischen Eingang zur historischen Altstadt, eröffnet.

Der Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes setzt jetzt folgendes formelle Verfahren in Gang:
Aufstellungsbeschluss im RAT der Stadt Rietberg

  • Erstellung der Bebauungsplanänderung durch ein Fachbüro
  • frühzeitige Bürgerbeteiligung für 4 Wochen (Anregungen und Bedenken können vorgebracht werden)
  • Beratung über die eingegangenen Anregungen und Beschwerden im Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss der Stadt
  • Beschluß über die Offenlage im BPVA
  • Beschluß über die Offenlage im RAT
  • Offenlage mit erneuter vierwöchiger Bürgerbeteiligung und Beteiligung der sog. Träger öffentlicher Belange
  • Abschließende Beratung und Beschlußfassung im BPVA mit Bewertung und Gewichtung etwaig vorgetragener Anregungen und Bedenken
    Satzungsbeschluß im RAT

Nach Rechtskraft des Bebauungsplanes gibt es die Baugenehmigung.