Mietspiegel – gibt es jetzt auch für Rietberg



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Rietberg. Die Stadt Rietberg hat jetzt erstmals einen qualifizierten Mietspiegel veröffentlicht. Zugleich liegt erstmalig für alle 13 Städte und Gemeinden ein solcher Mietspiegel vor. Die Übersichten bieten sowohl für Vermieter als auch für Mieter die Möglichkeit, in eigener Verantwortung die ortsübliche Vergleichsmiete zu ermitteln. So können sie beispielsweise prüfen, ob eine Mietänderung gerechtfertigt ist. Auch bei Neuabschluss eines Mietvertrages kann der Mietspiegel eine Orientierungshilfe sein.

Die Mietspiegel stellen eine Übersicht der in den Städten und Gemeinden am Erhebungsstichtag, dem 1. Januar 2016, gezahlten Mieten für Wohnungen vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage dar. Wesentliches Element des Mietspiegels ist die Mietpreistabelle, die sich in Wohnungsgrößenklassen und Baualtersklassen gliedert. Durch diese Klassifizierung lässt sich jede Wohnung zuordnen und ein Mittelwert sowie eine Mietpreisspanne ermitteln.

In den Mietspiegeln der Kommunen finden sich nicht nur Tabellen mit Zahlen, sondern allerlei Informationen: Wie man mit den Daten richtig umgeht, welche rechtlichen Grundlagen dem Zahlenwerk zugrunde liegen und wie die Fachbegriffe definiert sind. Die praktische Anwendung der Mietspiegeltabelle wird mit einem Beispielfall erläutert.

Das Institut F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH aus Hamburg hat den Mietspiegel nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen im Auftrag der Städte und Gemeinden erstellt. Koordiniert wurde dieser Prozess von der Kreisverwaltung. Eingebunden waren in einem Arbeitskreis Vertreter der Städte und Gemeinden, die Interessenverbände der Vermieter und Mieter sowie weitere Akteure am Wohnungsmarkt. Die Städte und Gemeinden sowie der Mieterbund Ostwestfalen-Lippe und Umgebung als Interessenverband der Mieter und der Verband Haus & Grund Ostwestfalen-Lippe als  Interessenverband der Vermieter haben die Mietspiegel anerkannt.