Mit dem Sozialticket durch den Kreis Gütersloh



Kreis Gütersloh. Am 1. August 2018 wird im Kreis Gütersloh das TeutoEmsTicket eingeführt. Für nur 35 Euro im Monat können Menschen damit Busse und Nahverkehrszüge im gesamten Kreisgebiet nutzen. Der Kreistag beschloss in der Sitzung am 2. Juli 2018 eine entsprechende Satzung und machte damit den Weg frei für den Verkauf des neuen Sozialtickets. „Mobilität ermöglicht Teilhabe am Leben und darf nicht am Geldbeutel scheitern“, begründet Landrat Sven-Georg Adenauer die Entscheidung.

 

Initiiert worden ist die Maßnahme vom Kreis Gütersloh und dem Zweckverband Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe (VVOWL). „Unser Ziel ist es, denjenigen ein Ticket zu bieten, die mit dem Geld rechnen müssen“, erklärt Stefan Honerkamp. Berechtigt sind Menschen, die Sozialleistungen erhalten. Darunter fallen Arbeitslosengeld II, Sozialgeld (SGB II), Leistungen für Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, laufende Hilfe zum Lebensunterhalt („Sozialhilfe“, SGB XII), Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie Leistungen der Kriegsopferfürsorge nach dem Bundesversorgungsgesetz. Auch Menschen, die Wohngeld beziehen, können das TeutoEmsTicket beantragen. Bisher gibt es ein Sozialticket nur für den Stadtbereich Gütersloh. Das neue TeutoEmsTicket kommt nun für mehr als 25.000 Menschen im gesamten Kreis Gütersloh infrage.

Rund um die Uhr gültig

Das Ticket kann ab dem 1. August 2018 gekauft werden. Es gilt rund um die Uhr für den kompletten Kalendermonat im gesamten Nahverkehr im Kreisgebiet (außer Nachtbus). Es gibt keine Altersbegrenzung, die Übertragung auf andere Personen und die Mitnahme weiterer Personen sind ausgeschlossen. Ein Vorteil des TeutoEmsTickets: Wer über die Kreisgrenze hinausfahren möchte, braucht lediglich ein vergünstigtes Anschlussticket des WestfalenTarifs lösen. Wer zum Beispiel von Rietberg nach Lippstadt fahren möchte, kann bis zur Kreisgrenze mit dem TeutoEmsTicket fahren und muss lediglich ein Anschlussticket von Rietberg bis Lippstadt kaufen.

Kostenlose Kundenkarte erforderlich

Das TeutoEmsTicket ist überall dort erhältlich, wo man Tickets kaufen kann: In den Bussen, an den Automaten und in den Kundencentern, unter anderem am ZOB in Gütersloh.
Voraussetzung für den Erwerb des TeutoEmsTickets ist eine kostenlose Kundenkarte, die auch in Rietberg ausgestellt wird. Die Berechtigten erhalten diese ab sofort im Bürgerbüro, Rathausstraße 31. Die Antragsteller müssen dort ihren Leistungsbescheid und einen Lichtbildausweis vorweisen. Das Ticket gilt nur in Verbindung mit der Kundenkarte und einem amtlichen Lichtbildausweis.

Das TeutoEmsTicket wird vom Land NRW mit einer Summe in Höhe von 200.000 Euro für das Jahr 2018 gefördert. Auch für das kommende Jahr wird eine Landesförderung erwartet. Für den Kreis Gütersloh bedeutet die Einführung des Sozialtickets keine finanziellen Aufwendungen.

Stefan Honerkamp, Geschäftsführer des VVOWL, verweist auf die Kreise Herford und Minden-Lübbecke, wo bereits 2016 in einem Pilotprojekt sehr erfolgreich das WeserWerreTicket eingeführt worden ist. Das TeutoEmsTicket profitiere von den Erfahrungen, die dort gemacht wurden. Eine kreisübergreifende Zusammenarbeit gebe es außerdem bei der Vermarktung der Tickets. „Als VVOWL sind wir hier auch aktiv und unterstützen den Kreis Gütersloh natürlich in allen Fragen rund um den Öffentlichen Nahverkehr.“

Günstige Ticketalternativen:

Für Personen, die das TeutoEmsTicket nicht besitzen, bietet der WestfalenTarif andere Möglichkeiten, günstig Bus und Bahn zu fahren, wie zum Beispiel das 9-Uhr-Monatsticket und 9-Uhr-TagesTicket. Für Jugendliche lohnt sich das FunTicket beziehungsweise FunAbo, für Menschen ab 60 Jahre das 60plusAbo.

 

Weitere Informationen zum TeutoEmsTicket und anderen Ticketangeboten sind erhältlich unter www.teutoOWL.de. Infos zum WestfalenTarif gibt es zusätzlich unter www.westfalentarif.de.

(Pressemitteilung des Kreises Gütersloh)