Nagelneue Bücher und Filme besonders gefragt


Julia Neumann und Jennifer Bader (von links) demonstrieren Dominik Bartels, Leiter der städtischen Abteilung Schule, Kultur und Sport, sowie Bibliotheksleiter Manfred Beine (rechts) die neuen Arbeitsplätze mit Sprachlernsoftware. Foto: Stadt Rietberg
Julia Neumann und Jennifer Bader (von links) demonstrieren Dominik Bartels, Leiter der städtischen Abteilung Schule, Kultur und Sport, sowie Bibliotheksleiter Manfred Beine (rechts) die neuen Arbeitsplätze mit Sprachlernsoftware. Foto: Stadt Rietberg

Rietberg. Die Stadtbibliothek Rietberg stabilisiert ihre Besucher- und Ausleihzahlen auf insgesamt einem hohen Niveau. Das geht aus dem Jahresbericht für das zurückliegende Jahr hervor. 2016 ging die Zahl der Ausleihen (86.589) gegenüber dem Rekordjahr 2015 um lediglich ein Prozent zurück.

Die weiterhin gute Resonanz unter den Kunden führt Bibliotheksleiter Manfred Beine auf mehrere Gründe zurück. „Die Aktualität, Transparenz und die Übersicht der Aufstellung von Büchern begünstigen eine intensive Nutzung und eine höhere Umschlagquote.“ Das weist Beine am neu gestalteten Bereich der Belletristik nach: Waren die Romane bislang nach Autoren geordnet, so sind sie seit Jahresende 2015 nach Themenbereichen sortiert. Trotz leicht rückläufiger Zahlen in anderen Bereichen wurden 2016 dagegen Romane häufiger ausgeliehen (14.593-mal) – ein Plus von 727 Ausleihen im Vergleich zu 2015.

Der Umbau der Regale und eine teilweise Neumöblierung haben die Attraktivität und die Aufenthaltsqualität der Bibliothek zusätzlich gesteigert, so Beine. „Diese Entwicklung spiegeln auch die Zahlen der Ausleihen wider.“

Besonders nachgefragt sind Neuerscheinungen auf dem Buch- und Filmmarkt, die die Stadtbibliothek Rietberg inzwischen schon kurz nach der Erstveröffentlichung für die Ausleihe anbieten kann.

Einen leichten Zuwachs verzeichnet die Stadtbibliothek bei der Zahl ihrer Nutzer: 2016 waren insgesamt 2.086 Kundinnen und Kunden registriert – 39 mehr als 2015. Mehr als die Hälfte, nämlich 1.232 Leserinnen und Leser, sind jünger als 18 Jahre.

Bibliothek_AusleihzahlenEin wichtiges Standbein der Stadtbibliothek Rietberg ist die Vielzahl an Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen. Deren Anzahl (103) hat den Spitzenwert aus dem Jahr 2015 um 20 Veranstaltungen übertroffen. Bei Sommer-Lese-Club, »Lesewiese«, Bilderbuchkino, Methodentagen, Lesungen, Poetry-Slam, Zeichenclub, eBook-Sprechstunden, Literatürkçe, Vorlesepaten-Seminar, Lesenacht, Ausstellung, Manga-Workshop, Schulranzen-Aktion und Bibliotheksbesuchen von Kindergartengruppen und Schulklassen verzeichnete das Bibliotheks-Team 2195 Besucher. Die meisten sind Kinder und Jugendliche. „Dies ist auch beabsichtigt, denn das Hauptaugenmerk unserer Arbeit liegt auf der Leseförderung. Über 80 Prozent der Veranstaltungen sind auf diese Zielgruppe ausgerichtet“, erklärt Manfred Beine.

Ein ganz neuer Schwerpunkt ist die Sprachförderung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Migrationshintergrund. Weil der Zugang zum Internet für viele Flüchtlinge bekanntlich von großer Wichtigkeit ist, auch um so Kontakt zu ihren Familien und Freunden zu halten, will die Bibliothek mit dem Vorhalten von entsprechender Technik ihren Anteil zur Integration dieser Flüchtlinge leisten. Die Anzahl der Kunden-Computer mit Internetzugang ist mithilfe einer Förderung des Landes NRW von zwei auf drei PCs erhöht werden. Die Benutzung erfolgt nach vorheriger Anmeldung beim Bibliothekspersonal.

Auch beim Sprache lernen und bei der Leseförderung setzt die Stadtbibliothek stark auf elektronische Medien. So sind zur Erleichterung des Erlernens der deutschen Sprache drei zusätzliche Laptops mit einer Sprachlernsoftware angeschafft worden. Diese Geräte werden nur zum Zwecke der Sprachförderung an Kundinnen und Kunden zur Arbeit in der Bibliothek herausgegeben. Da die Geräte mit Kopfhörern ausgestattet sind, ist das Üben der deutschen Sprache in den Räumen der Stadtbibliothek möglich, ohne andere Bibliothekskunden zu stören. Zudem gibt es zusätzliche Medien, mit deren Hilfe ehrenamtliche Betreuer gemeinsam mit Flüchtlingen lernen können.