Neuenkirchen: Neues Pflaster für St. Margareta



Im Pfarrgarten soll unter anderem der Blick auf die Kirche freigeschnitten werden. Foto: Stadt Rietberg

Rietberg-Neuenkirchen. In diesem Sommer sollen die Arbeiten für die Neugestaltung des Kirchplatzes an der St.-Margareta-Kirche in Neuenkirchen beginnen. Die Stadt Rietberg will hier – und bei der anschließenden Aufwertung des Pfarrgartens – rund 1,17 Millionen Euro investieren. Dabei übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen 70 Prozent der Kosten für diese beiden Maßnahmen.

Damit setzt die Stadt konsequent einen weiteren Punkt aus dem integrierten Handlungskonzept um, das vor einiger Zeit für den Stadtteil Neuenkirchen entwickelt worden ist. Bereits vor zwei Jahren ist Stadlers Garten aus dem Dornröschenschlaf geholt und in eine schmucke Parkanlage umgewandelt worden. Dieses Konzept will Landschaftsplaner Matthias Wolf nun fortführen. Seine Pläne, die er jetzt den Kommunalpolitikern im Umwelt- und Klimaausschuss vorstellte, knüpfen an eben diesen Park an: Der Fußweg durch Stadlers Garten wird über den Zebrastreifen an der Gütersloher Straße auf deren westlicher Seite fortgeführt und schlängelt sich dann durch den Pfarrgarten. Parallel dazu soll der dann freigelegte Dorfgraben mäandern. Die gleichen Materialien wie in Stadlers Garten sollen auch hier bei Grabeneinfassung, Pflasterung, Möblierung, Brückengeländern und Leuchten fortgeführt werden. Zudem soll im Pfarrgarten ein wenig „aufgeräumt“ werden: Büsche werden verschwinden, um einen Blick auf die Kirche zu ermöglichen. Das Pfarrhaus bleibt ebenso erhalten wie das Küsterhaus und wird in den Park integriert. Ebenso wie das noch zu erbauende neue Kolpinghaus. Die Zuwegung erfolgt künftig von der Ringstraße aus, hinter der Kirche entlang. Voraussichtlich im März 2020 soll mit den Arbeiten im Pfarrgarten begonnen werden.

Der Kirchplatz in Neuenkirchen ist seit rund 60 Jahren kaum verändert worden und soll nun eine Frischenzellenkur bekommen. Foto: Stadt Rietberg

Zunächst ist nun der Kirchplatz an der Reihe. Zu allererst wird in den kommenden Wochen das Fachwerkhaus zwischen Kirche und Kindergarten an der Lange Straße entfernt werden. Dort sollen etwa sieben Pkw-Stellplätze entstehen, die wochentags für die Nutzer des Kindergartens und an den Wochenenden den Kirchenbesuchern zur Verfügung stehen. Die Buche dort am Haus soll erhalten bleiben. In unmittelbarer Nähe könnte auch das alte Stadlers Kreuz einen neuen Standort bekommen.

Die Kirschbäume entlang der Langen Straße sowie die prägnante Linde nahe der Ringstraße sollen weichen. „Die sind ohnehin schon in einem nicht mehr guten Zustand“, so Wolf. Der Linde hatte ein Baumgutachter schon vor zwei Jahren eine maximale Lebensdauer von nur noch zehn Jahren bescheinigt. „Dann können wir sie auch gleich jetzt entfernen.“ So habe Wolf genügend Raum, an deren Stelle vier bis sechs neue, mittelgroße Linden zu pflanzen, die den Kirchplatz zur Langen Straße hin abschirmen.

Der Kirchplatz selbst soll an einigen Stellen entsiegelt werden und insgesamt eine neue Pflasterung erhalten. Eingebettet werden sollen zwei Hochbeete, die möglichst auch als Sitzgelegenheiten dienen sollen. Denn zusätzliche Bänke oder ähnliches sind nicht vorgesehen.

In den Sommerferien soll mit den Arbeiten begonnen werden, die sich nach jetziger Planung bis etwa Februar 2020 dauern werden.