Partnerschaft feiert 20-jähriges Bestehen


Rechnen sich gute Chancen für die Teilnahme am Wettbewerb „Die lebendigste Städtepartnerschaft“ aus: Designer Markus Olson sowie Dr. Jacek Sakowski, Gerd Kneuper, Vorsitzende Monika Kuper und Konrad Oesselke vom Komitee Rietberg/Glogówek (v. l.).
Rechnen sich gute Chancen für die Teilnahme am Wettbewerb „Die lebendigste Städtepartnerschaft“ aus: Designer Markus Olson sowie Dr. Jacek Sakowski, Gerd Kneuper, Vorsitzende Monika Kuper und Konrad Oesselke vom Komitee Rietberg/Glogówek (v. l.).

Rietberg. Hat die seit zwei Jahrzehnten bestehende Verbindung zwischen Rietberg und Glogówek (Oberglogau) das Potenzial zur lebendigsten Städtepartnerschaft? Die Komiteevorsitzende Monika Kuper und ihre Mitstreiter hoffen das zumindest. „Wir können mit unserer Vielfalt punkten“, sind sie sich einig.

Das Komitee Rietberg/Glogówek hat sich am Wettbewerb „Die lebendigste Städtepartnerschaft“ beteiligt. Während der Jahreshauptversammlung des Vereins im Institut Vita informierte Vorsitzende Monika Kuper die 60 Teilnehmer, dass die mit Akribie und viel Herzblut zusammengestellten Bewerbungsunterlagen rechtzeitig mit der Post nach Hamburg geschickt wurden.

In der Hansestadt hat die im Jahr 2000 gegründete Stiftung „Lebendige Stadt“ ihren Sitz. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, das kommunale Engagement in allen Bereichen zu fördern. In diesem Jahr steht die Suche nach der facettenreichsten Städtepartnerschaft im Vordergrund. Dazu wurde ein mit 15.000 Euro Preisgeld dotierter Wettbewerb gestartet.

Ob Austauschfahrten, der Partnerschaftsgarten auf dem LGS-Gelände, das Engagement für das Glogóweker Altenheim, die Ermöglichung von Praktika in Rietberger Betrieben und Einrichtungen für Interessenten aus Oberschlesien, die Freundschaft zweier Kindergärten oder auch Konzerte mit namhaften Künstlern aus Polen in der Emskommune – die Liste der Aktivitäten wird seit Jahren immer länger. „Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, unseren Hut in den Ring zu werfen um den Titel ,Lebendigste Städtepartnerschaft’“, erklärte Monika Kuper. Professionelle Unterstützung bei der Gestaltung erhielten sie und Kassierer Konrad Oesselke, die die Erstellung der Bewerbung federführend übernommen hatten, von Designer Markus Olson, der in Rietberg seit Kurzem die Agentur „Lurve Letters“ betreibt, sowie von Paul Vorbohle von der Wiedenbrücker Druckerei Hanhardt.

Zunächst steht aber noch ein anderes Großereignis auf dem Programm des Komitees. Der nahende 20. Geburtstag der Verbindung soll vom 22. bis 25. Juni in Glogówek gebührend gefeiert werden. Jeder Interessent kann an der Fahrt nach Glogówek, die mit einem eintägigen Aufenthalt inklusive Hotelübernachtung in Görlitz kombiniert wird, teilnehmen. Anmeldungen sind sofort bei allen Vorstandsmitgliedern möglich. Der Reisepreis für die viertägige Fahrt wird sich voraussichtlich auf 170 Euro pro Erwachsenem belaufen. Kinder und Jugendliche zahlen 120 Euro.

Die Vorfreude auf die bevorstehende Begegnung sei auf beiden Seite groß, versicherte Monika Kuper während der Hauptversammlung. Die polnischen Freunde seien noch immer beeindruckt von ihrem jüngsten Besuch in Rietberg im vergangenen Herbst. Jetzt wollten sie alles daran setzen, im Juni den Gästen aus der Emsstadt einen ebenso herzlichen Empfang zu bereiten.

Mit Freude berichtete die Vorsitzende über eine Spendenaktion zugunsten des Glogóweker Altenheims. Das Renault-Autohaus Panhenrich an der Konrad-Adenauer-Straße hat sich demnach bereit erklärt, bei den „Rietberg Classics“ am Montag, 1. Mai, für die Einrichtung in der Partnerstadt Geld zu sammeln. Der Oldtimertreff locke pro Jahr bis zu 3000 Fans historischer Fahrzeuge auf das Gelände des Autohauses. „Die Chancen, dass dabei eine stattliche Summe zusammenkommt, stehen also gut“, zeigte sich Monika Kuper optimistisch. Ihr Wunsch sei es, das Glogóweker Seniorenheim mit einem Balkon oder einem Lift auszustatten, „damit die alten Menschen das Sonnenlicht sehen können“. Bislang sei es für die meisten Bewohner nicht möglich, vor die Tür zu gehen, weil der Lastenaufzug in der ersten Etage ende. „Vielleicht kommen wir unserer Idee durch die Spendenaktion ein Stück näher“, sagte Monika Kuper.