Bürgermeister besucht Zimmerei-Betrieb Schnitger



Rainer Schnitger (rechts) zeigte Andreas Sunder und Julia Wittreck seinen Betrieb.

Rietberg. Den Schritt zum alleinigen Geschäftsführer eines Betriebs kann Rainer Schnitger getrost als gelungen bezeichnen. Davon hat sich Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder jetzt bei einem persönlichen Besuch überzeugt. Sunder gratulierte zu den ersten 15 Monaten Eigenständigkeit. Angefangen mit drei Gesellen beschäftigt Schnitger inzwischen neun Mitarbeiter: fünf Gesellen, dazu Meister, Auszubildenden, Aushilfe und Bürokraft. Diese Personalstärke braucht er auch, um die Aufträge der Zimmerei und Fachwerkrestaurierung abzuarbeiten.

Besonders in der Teil-Instandsetzung und der umfassenden Restaurierung von Fachwerkhäusern hat sich Schnitger in den vergangenen Jahrzehnten in und rund um Rietberg einen Namen gemacht. Gut 80 Prozent machen auch heute noch die Altbausanierung aus. „Rietberg ist unsere Heimat“, spricht Schnitger auch für seine Mitarbeiter. „Die westfälischen Fachwerkhäuser liegen uns besonders am Herzen.“

Ebenso ist sein Betrieb auch in der neuen Klimaschutzsiedlung In den Emswiesen vertreten, wo Schnitger in moderner Holzrahmenbauweise einen Neubau entstehen lässt. Auch für Dacharbeiten und Lehmbauten ist Schnitger, der an der Konrad-Adenauer-Straße seinen Betrieb hat, der richtige Ansprechpartner.

Dort empfing der Fachwerk-Fachmann jetzt auch Andreas Sunder und seine Kollegin Julia Wittreck von der städtischen Wirtschaftsförderung und demonstrierte eine neue moderne Säge. „Damit kann ich unsere Baustellen sehr schnell mit passgenauem Bauholz versorgen“, erklärte Rainer Schnitger.

Dass sich auch ein verhältnismäßig kleiner Handwerksbetrieb in Rietberg so gut entwickeln kann, begeisterte Sunder. „Wir haben rund 800 Unternehmen im Stadtgebiet, die für Beschäftigung sorgen und insgesamt 13.500 Menschen in sozialversicherungspflichtige Arbeit bringen. Die gesamte Bandbreite von den kleinen Betrieben bis zu den großen kennenzulernen – das finde ich besonders spannend“, so Sunder: Rietbergs Bürgermeister sucht in loser Folge immer wieder einzelne Betriebe vor Ort auf.