Schulen ausgezeichnet für Klimaschutzaktivitäten



Burkardt Ernst (Realschule, Gesamtschule), Bürgermeister Andreas Sunder, Wilfried Poll (Rudolf-Bracht-Grundschule), Miriam Keiter (Emsschule), Linda Schütz (Martinschule), Thomas Hönemann (Gymnasium) und Birgit Schneider (Drei-Buchen Schule, Bokel) freuten sich mit Anne-Marie Kruse (e&u Energiebüro) und Klimaschutzmanagerin Svenja Schröder (von links) über die Abschluss-Prämien. Foto: Stadt Rietberg

Rietberg. Zum dritten Mal in Folge sind jetzt das Gymnasium Nepomucenum und die Martinschule Rietberg-Verl als »Klimaschutzschule Gold« ausgezeichnet worden. Mit der Sieben-Meilen-Grundschule in Bokel und der Rudolf-Bracht-Grundschule in Mastholte erreichten zwei weitere Schulen den Gold-Status. Mit der Urkundenvergabe und Prämierung ging jetzt das dreijährige Projekt »Energiesparen macht Schule« zu Ende, in dem sich sieben Schulen um Einsparung von Energie und CO2 bemüht haben.

Je mehr Energiesparaktivitäten die Schülerinnen und Schüler an ihren Schulen verwirklichten, desto mehr Punkte bekamen sie gutgeschrieben. Und je nach Endergebnis wurden die Schulen mit einer Finanzspritze belohnt. Schon im ersten und zweiten Jahr waren Geldprämien verteilt worden. Jetzt, zum Ende des dritten Projektjahres, wurden abermals rund 4000 Euro ausgeschüttet. Die Emsschule beendet das dreijährige Projekt als Klimaschutzschule Silber. Die städtische Realschule und die Richard-von-Weizsäcker-Gesamtschule erhielten den Bronze-Status.

Bürgermeister Andreas Sunder bedankte sich ausdrücklich bei allen Beteiligten für die Begleitung und das Interesse, das die Akteure bei den Schülerinnen und Schülern geweckt haben. „Nur wenn wir im Kleinen wirken, können wir überhaupt ein Umdenken erreichen. Wir müssen bei uns selbst anfangen“, so Sunder. Deshalb sei es genau richtig, bereits die Jüngsten für den Klimaschutz zu sensibilisieren, die diese Gedanken dann möglichst auch nach Hause tragen.

Mit Hilfe des e&u Energiebüros aus Bielefeld waren an allen sieben Schulen, die sich freiwillig beteiligt hatten, Lehrer und Hausmeister geschult worden. Überall hatten Schülerinnen und Schüler sehr engagiert mitgearbeitet, sich zu Energiemanagern oder Energiewächtern ausbilden lassen und sowohl handwerklich wie auch technisch gearbeitet. Sie halfen, das Nutzerverhalten zum Energieverbrauch zu ändern und informierten beispielsweise über das richtige Lüften in Klassenzimmern. Auch die Problematik von Elterntaxis wurde aufgegriffen und in einer Umfrage und einem Flyer für die Eltern aufgearbeitet.

Auch wenn das eigentliche Projekt, das mit Hilfe des Bundesförderprogramms der Nationalen Klimaschutzinitiative »KSI: Energiesparen in Schulen« finanziert wurde, nun ausgelaufen ist, will die Stadt Rietberg ihre Klimaschutzaktivitäten an den hiesigen Schulen aufrechterhalten. „Dieser Abschluss sollte zugleich der Auftakt zu etwas Neuem sein“, sagte Andreas Sunder vor den Vertretern der beteiligten Schulen. Rietbergs neue Klimaschutzmanagerin Svenja Schröder setzt künftig verstärkt auf die Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale. Denn deren Bildungsangebote »Energiespardetektive geben Stromspartipps« sowie »WARM-up! Wissensspiele rund um Wärme« passen gut zu den Rietberger Schulen. Diese Angebote sollen nun im Dialog mit den Schulen zielgruppenspezifisch und bedarfsorientiert weiterentwickelt und gebündelt werden. Gleiches gilt auch für die Kindertagesstätten in Rietberg.