Regierungspräsidentin übergibt Bewilligungsbescheid über 1,264 Mio. Euro



Foto: Freude herrscht in Rietberg über einen Bewilligungsbescheid über rund 1,2 Millionen Euro an Landesfördermitteln für Maßnahmen im historischen Stadtkern. Alfons Hollenhorst, Thomas Lammering, Bürgermeister André Kuper, Rüdiger Ropinski, Marianne Thomann-Stahl, Dieter Nowak und Ulrike Berger nutzten die Übergabe auch zu einem Erfahrungsaustausch zu aktuellen finanzpolitischen Themen.

Rietberg. Das freut in Zeiten finanzknapper Kommunalkassen – Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl überbrachte jetzt gemeinsam mit ihrer Dezernentin Ulrike Berger einen Bewilligungsbescheid über 1,264 Millionen Euro. Die Fördermittel fließen in den kommenden beiden Jahren in Maßnahmen zur Fortführung der Sanierung des historischen Stadtkernes. "Wir sind sehr froh darüber, in der derzeitigen Haushaltssituation die Stadt Rietberg auf diese Weise unterstützen zu können", betonte die Regierungspräsidentin beim Gespräch mit Bürgermeister André Kuper, Beigeordnetem Dieter Nowak sowie den weiteren Vertretern der Verwaltung, Alfons Hollenhorst, Thomas Lammering und Rüdiger Ropinski.

"Uns ermöglichen die Landesmittel bei unseren Bauvorhaben die Fortsetzung", dankte Kuper und lobte: "Wir können schon sei langem auf eine sehr angenehme Kooperation mit der Bezirksregierung schauen. Für unsere Planungen stoßen wir eigentlich immer auf Verständnis und erfahren Unterstützung."  Die neue Finanzspritze soll für verschiedene Maßnahmen genutzt werden. Unter anderem steht im kommenden Jahr der Ausbau der Mühlenstraße an, in der Folge soll dann 2011 auch der Bereich Klingenhagen/Sennstraße erneuert werden. Außerdem sind mit den Landesmitteln die Fassadenrenovierungen und Denkmalförderungen privater Bauvorhaben förderbar.

Kuper: "Wir möchten natürlich die Aufenthaltsqualität in unserer Altstadt, die sich zu einem Touristenmagnet entwickelt hat, dauerhaft sichern. Wir haben auch nach der Landesgartenschau große Besucherströme. Das ist ein wesentlicher Faktor zur Sicherung von Arbeitsplätzen, denn die Gäste kaufen ein und besuchen natürlich auch die Gastronomiebetriebe." Kuper weiter: "Mit den Fördermitteln können wir zudem den einen oder anderen Schwachpunkt ausbessern, Gelder für die Fassadenrenovierung und Denkmalförderung bereit stellen und vor allem an unserem Beleuchtungskonzept im Hist. Stadtkern arbeiten." Hier stehe eine Umstellung auf energetisch sinnvolle Nutzung an, mehr Licht und gleichzeitig Strom sparen wie auch aktiven Klimaschutz betreiben, das sei ein Hauptziel. "Dabei können wir in der Altstadt aber nicht einfach irgendwelche Leuchtmittel installieren, sondern müssen beachten, dass der gesamte historische Stadtkern unter Denkmalschutz steht, Lampen müssen also zwingend optisch in das Erscheinungsbild passen", erklärte Kuper.

Marianne Thomann-Stahl lobte den großen Aufschwung, den Rietberg in den vergangenen Jahren genommen habe und besichtigte nach dem Gespräch im Rathaus das mittlerweile fast fertig sanierte Kühlmannsche Drostenhaus. Hier zeigte  sie sich sehr beeindruckt von dem was aus dem fast verfallenen historischen Haus geworden ist. Das Nutzungskonzept als Wohnungen über mehrere Ebenen mit Lage inmitten der Innenstadt bei gleichzeitiger Anbindung an einen öffentlichen Park wusste auch sie zu überzeugen.