Reichlich Abwechslung im Grünen Klassenzimmer



Fiorella Pescione (links) vom »Abenteuerland« und Andrea Sassenberg vom Grünen Klassenzimmer halfen den Kindern beim Basteln von Futterstellen für Vögel. Foto: Gartenschaupark Rietberg

Rietberg. Mehr als zwei Dutzend Unterrichtsfächer werden im Grünen Klassenzimmer »unterrichtet«. In diesem außerschulischen Lernort im Gartenschaupark Rietberg dürfen Kinder und Jugendliche die Inhalte allerdings selbst wählen: Doch alle drehen sich um Themenfelder aus der Natur und dem Klimaschutz.

Gruppen und Schulklassen können die Kursangebote täglich ab 9 Uhr buchen, nachmittags und in den Ferien auch nach Absprache möglich. Die Angebote, meist für 60 oder 90 Minuten, sind mit »entdecken – erleben – lernen – schützen« überschrieben. Und so lernen Mädchen und Jungen ganz praktisch und vor Ort, welche Tiere in einer Wiese oder einem Bach leben; sie experimentieren mit Brausepulver und Salz, oder lernen die Lebensweise von Honigbienen, Kaninchen, Schnecken und Lurchen kennen. Im Klimaklassenzimmer in Rietbergs Klimapark nehmen Kinder Müll unter die Lupe und erzeugen selbst mit Hilfe von Wind und Sonne eigenen Strom.

Viele Angebote finden also im Freien statt. Aber auch im kalten Winter gibt es allerhand wetterunabhängige Kurse. Informationen zum Programm und Absprachen eigener Ideen gibt es unter Telefon (05244) 986286. Das gesamte Programm gibt es im Internet unter Gartenschaupark-rietberg.de > Angebote für Kinder einzusehen.

Im vergangenen Jahr sind die Kurse des Grünen Klassenzimmers fast 300-mal gebucht worden. Zu den regelmäßigsten Gästen gehört unter anderem die Kindertagespflegegruppe »Abenteuerland« aus Westerwiehe, die mit ihren Kindern in der Vergangenheit schon mehr als 50 Kurse besucht hat. „Wir finden das Angebot sehr interessant und holen uns hier immer wieder Anregungen für die weitere Arbeit bei uns in der Einrichtung“, sagt Monika Hilgenkamp. So können viele Themen auch Tage später noch einmal aufgegriffen werden. „Irgendetwas bleibt immer hängen bei den Kindern“, sagt Hilgenkamp zufrieden.

Jüngst haben die drei- bis vierjährigen Kinder Futterstellen für Vögel gebastelt. Tontöpfe wurden bemalt und anschließend mit in Fett geschwenkten Sonnenblumenkernen, Haferflocken und anderen Körnern gefüllt. Kleine Äste und Bindfäden machten die simplen Werke komplett, die die Kinder begeistert mit nach Hause nahmen.