Reinhard Walter bleibt Vorsitzender des Stadtsportverbandes


Rietberg. Reinhard Walter bleibt Vorsitzender des Stadtsportverbandes. In der Versammlung des Delegiertengremiums am gestrigen Mittwochabend wurde er ebenso im Amt bestätigt wie sein Stellvertreter Ferdinand Schumacher. Neuer dritter Vorsitzender ist Matthias Stolper, Gymnasiallehrer und Mitglied im SV Germania Westerwiehe sowie im Radsport-Club Rietberg. Dominik Bartels bleibt Schriftführer, Hajo Stücker Jugendwart. Auch die Sportabzeichenobleute Kurt Münster und Willi Wilma wurden ebenso wie alle Beisitzer wiedergewählt.
Zur Diskussion kam im Rahmen des Treffens im Ratssaal der Bau einer neuen Sporthalle im Stadtteil Neuenkirchen. "Man muss schauen ob man hier und da nicht doch ein bisschen zusammenrücken kann. Notwendigkeiten für einen großen Turnhallenneubau müssen auch entsprechend vorhanden sein." Reinhard Walter  kommentiert so die derzeit in der Debatte stehenden Bauvarianten. "Zum Wohl des Sports und damit alle Neuenkirchener ihren Sport treiben können, befürworten wir einen Bau." Allerdings müsse erst genau geprüft werden, ob tatsächlich überhaupt eine 2-fach-Halle nötig sei oder die einfache Variante ausreiche. Erst nach den Ergebnissen einer solchen Untersuchung werde der Stadtsportverband eine beratende Stellungnahme für Politik und Verwaltung abgeben, erklärte Walter.
Zuvor hatte stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Höppner bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt in dieser Funktion die Sportverein eingeschworen: "Wir stehen vor großen Herausforderungen. Schon im Mai lag die Gewerbesteuerschätzung mit 11,8 Millionen Euro deutlich unter unserem Ansatz, im September  lagen wir nur noch bei 9,6 Millionen Einnahmenschätzung. Das sind alarmierende Zahlen. Wir müssen die Herausforderungen alle gemeinsam meistern. Die Stadt bietet die Kooperation an. Wir haben den Sport immer unterstützt und bemühen uns, das trotz der immer schwerer werdenden Finanzlage weiter zu tun." Höppner: "Das ist gut angelegtes Geld zum Wohl aller Bürger." Sie bezeichnete den Stadtsportverband mit seinen 34 Vereinen und rund 10.300 Mitgliedern als "wichtiges Bindeglied. Sie sind der Anwalt der Vereine." Bauvorhaben in der nächsten Zeit seien Arbeiten zur Deckensicherung in den Turnhallen in Mastholte und Varensell. Man werde auch versuchen, eine neue Halle in Neuenkirchen in Angriff zu nehmen. Zur Diskussion stünden weiter die Modernisierung der Umkleidekabinen im Freibad und eventuell eine Deckenfolienerneuerung im großen Becken. Das Hallenbad werde als PPP-Modell entstehen. Seit der vorigen Tagung des Stadtsportverbandes im Herbst 2007 seien zahlreiche Maßnahmen, teilweise in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Vereinen, umgesetzt worden, dazu gehörten Sanierungen wie die des Sportplatzes in Bokel und des Geländes von Grün-Weiß Varensell, des Varenseller Schießstandes und von Ballfangzäunen auf mehreren Plätzen. Auch das DFB-Minispielfeld an der Dasshorstschule, Reparaturarbeiten am Druffeler Sportplatz und die Flutlichtanlage in Neuenkirchen seien Beispiele für das Engagement der Kommune zur Sportförderung. Höppners Dank galt allen ehrenamtlich Aktiven, besonders jenen im Bereich der Sportabzeichenangebote. "Arbeiten wir gemeinsam daran, dass sich die Schulen noch stärker beteiligen", so die stellvertretende Bürgermeisterin.
Reinhard Walter legte einen kurzen Jahresbericht vor und zog auch finanziell Bilanz. In den vergangenen zwei Jahren habe die Stadt 90.000 Euro bereitgestellt, abzüglich aller Fixkosten wie etwa solcher für Reinigung, Wartung und Unterhaltung von Sportstätten seien 31.200 Euro an Sportfördermitteln verblieben.