Rietberg erhält erneut European Energy Award



Lothar Schneider (Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW), Gisela Walsken (Regierungspräsidentin aus Köln), Wenzel Schwienheer, Anika Hering und Rüdiger Ropinski mit NRW-Umweltminister Johannes Remmel (von links). Foto: EnergieAgentur.NRW

Rietberg. Die Stadt Rietberg ist erneut mit dem European Energy Award in Gold ausgezeichnet worden. Das ist eine der höchsten Auszeichnungen, die eine Kommune für ihre Klimaschutzarbeit erhalten kann.

2012 hat die Stadt Rietberg erstmals den Gold-Status für energiebewusstes Handeln in der Verwaltung erhalten, die eine Fülle von klimaschützenden Maßnahmen im ganzen Stadtgebiet umgesetzt hat. Alle drei Jahre wird diese Auszeichnung im Rahmen einer Rezertifizierung überprüft. Jetzt nahmen Umweltausschuss-Vorsitzender Wenzel Schwienherr, Klimaschutzmanagerin Anika Hering und Abteilungsleiter Rüdiger Ropinski in einer Feierstunde in Aachen die Erneuerung des Zertifikats entgegen.

Der European Energy Award ist zugleich ein Energiemanagementsystem, das den Kommunen ermöglicht, die Qualität ihrer Energieerzeugung und -nutzung zu bewerten und regelmäßig zu überprüfen. Die EnergieAgentur.NRW organisiert das EEA-Verfahren und vergibt den Award.

Mit zahlreichen Projekten und Kooperationen arbeitet die Stadt Rietberg an ihren Klimaschutzzielen, zum Beispiel bis zum Jahr 2030 den kompletten Energiebedarf der Stadt aus erneuerbaren Energien zu decken.

Als beispielhaft wird nach wie vor das ausgeklügelte Beleuchtungskonzept in Rietbergs historischer Altstadt herausgestellt. Insgesamt werden dadurch die Energiekosten um rund 50 Prozent und der CO²-Ausstoß um mehr als 29 Tonnen pro Jahr reduziert. „Die Straßenbeleuchtung ist inzwischen ein Bereich, in dem Kommunen durch Umrüstung auf LED-Technologie und in Kombination mit modernen Finanzierungsformen über große Handlungsmöglichkeiten zur Erschließung der klimarelevanten Einsparpotenziale besitzen“, nannte Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, die Stadt Rietberg bei der Preisverleihung in Aachen als leuchtendes Beispiel.

Der Anteil von LED-Leuchten in der Rietberger Straßenbeleuchtung liegt bereits bei 56 Prozent. Sämtliche Leuchten werden tageslichtabhängig zentral ein- und ausgeschaltet und unterliegen nachts einer Teilabschaltung. Die Mehrheit der Rietberger Schulen beteiligt sich an dem dreijährigen Projekt »Energiesparen macht Schule«, um schon die jüngsten Bürger für die Klimaschutzziele zu sensibilisieren. Auch der Klimapark Rietberg trägt zur Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung bei.