European Climate Adaption Award für Rietberg



NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking (Zweite von links) überreichte den European Climate Award an Rietbergs Klimaschutzmanagerin Svenja Schröder, Bürgermeister Andreas Sunder und Abteilungsleiter Räumliche Planung, Rüdiger Ropinski (von links).

Rietberg/Düsseldorf. Die Stadt Rietberg ist schon vielfach für ihre vorbildlichen Klimaschutzaktivitäten ausgezeichnet worden – jetzt erstmals auch für die Vorreiterrolle im Bereich Klimaanpassung. Aus den Händen von NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking nahm Bürgermeister Andreas Sunder am Montagnachmittag die Auszeichnung mit dem European Climate Adaptation Award entgegen. Der European Climate Adaption Award (eca) stellt das Pendant zum European Energy Award (eea) dar, den Rietberg im Jahr 2015 sogar in der höchsten Stufe Gold gewonnen hat.

Die Auszeichnung erfolgte jetzt gemeinsam mit neun weiteren Modell-Kommunen aus NRW, die erfolgreich Maßnahmen zu Klimaanpassung entwickelt und umgesetzt haben. Rietberg wurde in erster Linie für das Projekt »Stark im Regen« gelobt: Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern ist ein Entwicklungs- und Schutzplan erarbeitet worden, um die Folgen von Starkregen abzumildern. Auch in weiteren Bereichen erfolgt in Rietberg ein starkes Engagement für Klimaanpassung und Klimaschutz – beispielsweise mit dem »Masterplan 100% Klimaschutz«, mit dem Klimaschutzaktivitäten in der breiten Öffentlichkeit verankert werden sollen.

„Auf diese Auszeichnung können wir mächtig stolz sein“, freute sich Andreas Sunder nach der Preisverleihung in Düsseldorf. „Schließlich müssen wir in Rietberg in Sachen Klimaschutz alle bei uns selbst anfangen. Denn nur wenn wir alle im Kleinen wirken, können wir auch die nötige Globalität entfalten.“

Die Stadt Rietberg engagiert sich seit vielen Jahren in vielfältiger Form im Klimaschutz. Die langjährige intensive Zusammenarbeit mit den Rietberger Schulen ist nur ein Beispiel. Doch neben beispielsweise dem verantwortungsbewussten Umgang mit Energieverbrauch und der Reduzierung von CO2-Emissionen ist eben auch die Anpassung an das Klima ein wichtiger Schwerpunkt. Und das aus gutem Grund: Die Kommunen müssen sich den kommenden klimatischen Veränderungen anpassen. Die Teilnahme an diesem Modellprojekt, die mit dem neuen European Climate Adaption Award (eca) gewürdigt wird, ist ein entscheidender Schritt für die Entwicklung hin zu einer zukunftsfähigen Stadt.

Ministerin Schulze Föcking zeigte sich erfreut über die positiven Ergebnissen des Modellversuches: „In den individuellen und kreativen Ansätzen der Kommunen steckt eine Menge Potenzial, die Städte fit für den Klimawandel zu machen.“

Die Auszeichnung bildet gleichzeitig den Ausgangspunkt für die Förderung von Qualitätsmanagement- und Zertifizierungssystemen zur Klimafolgen-Anpassung, dessen Start die Ministerin verkündete. Als erstes Bundesland wird NRW ab Sommer 2018 eine Förderung für Kommunen für Qualitätsmanagement- und Zertifizierungssysteme im Bereich Klimafolgen-Anpassung, wie den eca, anbieten. „Ich freue mich besonders, dass NRW das erste Bundesland ist, dass die Kommunen auf diese Art und Weise unterstützt“, so Schulze Föcking, die alle Kommunen dazu einlud, sich „an zukünftigen Managementsystemen zu beteiligen“.