Rietberger Blaulichtsonntag gibt Einblicke in das Rettungswesen



Rietberg. " Wir hoffen, dass wir mit unserem ersten Blaulichtsonntag möglichst viele Menschen erreichen und dass viele vor Ort sich ein Bild machen von der Leistungsfähigkeit und den Hilfemöglichkeiten unseres gesamten Rettungswesens", wirbt Bürgermeister André Kuper. Feuerwehren, Rettungsdienste, Polizei und die Patenschaftssoldaten aus Ahlen zeigen ein Zusammenspiel aller Einheiten, was im Ernstfall lebensrettend sein kann.

"Eine Leistungsschau dieser Größenordnung als Gemeinschaftsveranstaltung aller im Rettungswesen Aktiver hat es so im Stadtgebiet noch nicht gegeben." Jens Hökenschnieder, in der Stadtverwaltung mit zuständig für die Koordination der Großveranstaltung, kann mit Blick auf den 6. September gemeinsam mit Kuper, Daniel Sandbothe (DRK) und Matthias Setter (Feuerwehr) ein umfangreiches Informations- und Programmangebot präsentieren. Jugendrotkzeuz, Deutsches Rotes Kreuz, alle Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr im Stadtgebiet, der Rettungsdienst samt Notärztin und die Kreispolizeibehörde stellen sich dann gemeinsam im Gartenschaupark Neuenkirchen mit ihrem umfassenden lebensrettenden Dienstleistungsangebot der Öffentlichkeit vor. Das III. Sanitätsregiment 22 aus Ahlen, die Patenschaftskompanie der Stadt Rietberg, zeigt am gleichen Tag Szenen seiner rettungsdienstlichen Aufgabenbereiche.

Fahrzeug- und Geräteausstellungen, vielfältige Vorführungen und besondere Aktionen bestimmen das Progamm am Sonntag, dann wenn die breite ausgiebig Öffentlichkeit hinter die Kulissen des Rettungswesens schauen kann. Bereits am 4. September reisen die Ahlener Soldaten an und bauen Module eines Rettungszentrums auf. Das kann in der Folge an diesem Nachmittag in geführten Rundgängen von den Aktiven des JRK, DRK, der Polizei und der Feuerwehrkameradschaft besichtigt werden. Am Samstag, 5. September, sind Führungskräfte des Rettungswesens aus den Kreisverbänden zum Informationsaustausch eingeladen. Auch die Mitglieder des Patenschaftskomitees von Seiten der Stadt Rietberg, die teils seit Jahrzehnten die Kooperation zwischen der Emsstadt und den Soldaten mit betreuen sind zu einer Führung eingeladen. Die Ahlener Bundeswehrangehörigen werden im Laufe des Nachmittages dann das Feuerwehrgerätehaus in Rietberg, die Rettungswache und das DRK-Zentrum besuchen.

Der Samstag schließt mit einer gemeinsamen Party aller Beteiligten. So richtig viel los sein wird rund um die Volksbank-Arena und an der Multifunktionsfläche im Neuenkirchen-Park am Sonntag, 6. September. Um 11 Uhr findet eine kurze offizielle Eröffnungszeremonie statt. Anschließend können die Fahrzeug- und Geräteausstellungen sowie die Modulpräsentation der Bundeswehr ausgiebig besichtigt werden. Für musikalische Unterhaltung sorgt der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen.

Um 13 und um 15 Uhr wird die Feuerwehr praktische Vorführungen unter der Thematik "Rettung nach Verkehrsunfall" zeigen. Außerdem gibt es um 14 und um 16 Uhr Schauvorführungen zur modernen Brandbekämpfung. "Wir zeigen, dass wir nicht in jedem Brandfall gleich eine ganze Wohnung unter Wasser setzen müssen, um die Flammen zu löschen", so Matthias Setter. Die Polizei präsentiert ein nagelneues Einsatzfahrzeug, informiert über sichere Teilnahme am Straßenverkehr und bringt auch ein Polizeimotorrad mit auf dem sich Kinder fotografieren lassen können. Das Rote Kreuz stellt seinen Fuhrpark vor und fährt auch den neuen, selbst aufgebauten Gerätewagen zur Besichtigung auf. Die Feuerwehren und der Rettungsdienst sind ebenfalls mit umfangreichen Fahrzeugausstellungen vor Ort, natürlich dürfen Kinder auch einmal auf den Sitzen der Einsatzwagen Platz nehmen. Gegen 16.30 Uhr soll die Veranstaltung beendet werden. "Wir hoffen natürlich, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger Zeit nehmen und sich informieren über das komplette Rettungswesen in unserer Stadt aber auch über den Aufgabenbereich unserer Patenschaftskompanie aus Ahlen"; so Bürgermeister André Kuper, der die Idee zu der Leistungsschau bei einem Besuch in der Kaserne vor knapp einem Jahr entwickelt hatte. Seit dem Treffen der Soldaten mit den Patenschaftsvertretern aus Rietberger und mit den Vertretern des Rettungswesens wurden seit dem Jahresbeginn die Konzeptionierungen bis ins kleinste Detail entwickelt.