»Seeleuchten« erfasst die Altstadt und den Park


Neue Veranstaltung lässt Nachtlicher wieder aufleben


Rietberg. Die Nachtlichter kehren zurück – zumindest in einer abgewandelten Form. Mitte Oktober sollen sowohl der Parkteil Mitte im Gartenschaupark Rietberg als auch Teile der historischen Altstadt besonders illuminiert werden. Zehn Jahre nach der ersten Lichtinstallation, die damals noch »Illumina« hieß, lautet das Oberthema nun »Seeleuchten«, mit dem Rietberg vom 13. bis 21. Oktober viele Besucher in die Stadt und in den Park locken möchte. „Ich freue mich schon  darauf. Dies wird erneut eine schöne Gelegenheit sein, Rietberg von seiner attraktivsten Seite zu präsentieren“, sagt Bürgermeister Andreas Sunder.

 

Der historische Stadtkern bietet mit seiner modernen LED-Beleuchtung ohnehin täglich eine beindruckende Szenerie. Ein Großteil der Fachwerkhäuser in der Innenstadt ist schon jetzt jede Nacht Teil einer Großillumination. Mit dem »Seeleuchten« sollen acht weitere Punkte zwischen Rathaus und Skulpturenpark mit Installationen aus Ton-, Licht- und Videotechnik hinzukommen, um so ein Licht- und Klangband zwischen Altstadt und Gartenschaupark zu schaffen. Auch dabei werden das »Seeleuchten« und das Thema Wasser im Mittelpunkt stehen.

Rund um Ober- und Untersee im Gartenschaupark wird es weitere Lichtpunkte geben. Die Tretboote werden beleuchtet und der Aussichtsturm wandelt sich zum Leuchtturm. Am Sandstrand des Obersees wird es ein Hörspiel rund um das »Seeungeheuer von Rietsee« zu hören geben. Denn für die neue Veranstaltung haben sich das Gartenschaupark-Team und Barbara Schneider eine Geschichte rund um das »Seeungeheuer vom Rietsee« ausgedacht, die derzeit von den Profis von AMS Radio und MediaSolutions in Bielefeld vertont wird. Die Kommunikationsdesignerin Schneider hatte im Vorjahr schon die Geschichte vom Rieti und seiner Familie als Bilderbuch entwickelt.

Hauptattraktion ist sicher das Ungeheuer selbst, das jeden Abend nach Einbruch der Dunkelheit aus dem Untersee auftauchen wird. Sechs Meter lang und mehr als zwei Meter hoch – so etwas hat Rietberg noch nicht gesehen. Die schwere Stahlkonstruktion, die auf Zeichnungen von Kindern in der  Kunstwerkstatt Karin Wolf beruht, wird vorab in dem zwei Meter tiefen See versenkt und befestigt und zeitgesteuert immer wieder auftauchen. Die Pradler Veranstaltungstechnik GmbH kümmert sich um die technische Umsetzung. Kopf und Schwanz werden sich bewegen und von Licht- und Geräuscheffekten begleitet. Die Bewegungen funktionieren allein mit Druckluft, so dass gar nicht erst die Gefahr entsteht, den See mit Betriebsstoffen zu verschmutzen. Das Ungeheuer selbst wurde von Karin Wolf und 15 Kindern und Jugendlichen modelliert.

Im Forum Natur, im Kletterpark Schnurstracks und am Lind am See gilt es außerdem, das »Drachenmädchen« zu finden. Und dabei gibt es auch etwas zu gewinnen. Außer an den Samstagen (geschlossene Gesellschaft) hat an allen Abenden der »Seeleuchten«-Woche auch das Lind am See geöffnet und bietet Speisen und Getränke an. Auch die Interessen- und Standortgemeinschaft (ISG) Rathausstraße möchte sich beteiligen und plant, an einem Abend die Geschäfte länger offen zu halten, wie deren Sprecher Simon Tölle jetzt in Aussicht stellte.

„Das wird eine tolle Sache“, ist Andreas Sunder, Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Park GmbH, überzeugt. „Spektakuläre Illuminationen und eindrucksvolle Klanginstallationen versprechen einen unterhaltsamen Abend im Gartenschaupark und in unserer historischen Altstadt. Das ist eine schöne Abschlussveranstaltung zum 10. Geburtstag unseres Gartenschauparks.“

In der ersten Woche der Herbstferien, vom 13. bis 21. Oktober, werden jeden Abend von 19 bis etwa 23 Uhr die Lichter eingeschaltet. Den Auftakt der Woche macht am Samstagabend, 13. Oktober, die Wasserorgel der Freiwilligen Feuerwehr aus Harsewinkel. Im Untersee des Gartenschauparks werden Wasserfontänen, die im Takt der Musik tanzen, von bunten Lichtern angestrahlt. Das Ende der Woche markiert das Herbstfest im Klimapark, auch als Drachenfest bekannt.

Was in vergangenen Jahren schon häufig gut ankam, kommt jetzt wieder: Das historische Rathaus (hier eine Aufnahme von der Seite aus 2011) und andere markante Punkte der Altstadt sollen eindrucksvoll beleuchtet werden.
Die Vorbereitungen zur Konstruktion des Seeungeheuers laufen bereits auf Hochtouren.