Sennebach wird ökologisch aufgewertet


EG-Wasserrahmenrichtlinie: Naturnahe Wiederherstellung


Rietberg. Der Sennebach in seinem westlichen Teil soll jetzt eine ökologische Verbesserung erfahren. Zwischen Dasshorststraße und Wiedenbrücker Straße wird auf einer Länge von 230 Metern ein naturnaher Zustand angestrebt. Insgesamt 7000 Kubikmeter Boden müssen dafür bewegt werden – so viel Volumen wie dreimal das Rietberger Freibadbecken.

Nach einer Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Gemeinschaft soll der Verlauf vieler Gewässer möglichst naturnah wiederhergestellt werden. Flüsse und Bäche sollen wieder mäandrieren, sich also schlängeln und winden, wie sich die Gewässer früher in natürlicher Weise gebildet haben. Der Bachverlauf wird dazu leicht versetzt und auch eine Sekundäraue wird angelegt – also ein Überschwemmungsraum, der dem Gewässer in intensiv genutzten Bereichen Raum für eine eigendynamische Entwicklung bietet. Um einen möglichst naturnahen Zustand herzurichten, wird auch Totholz als Strukturelemente eingebaut. Steilwände und Kolke (kleinere Vertiefungen) sind ebenfalls vorgesehen.

Ziel ist es, die Lebensgemeinschaften im Sennebach und ihre Struktur zu stärken und die chemischen Inhaltsstoffe möglichst gering zu halten. Voraussichtlich 275.000 Euro kostet diese ökologische Aufwertung insgesamt. Die Maßnahme wird durch Landesmittel in Höhe von etwa 200.000 € gefördert. Schon im August soll die Maßnahme fertiggestellt sein.

So verläuft der Sennebach momentan. Fotos: Stadt Rietberg
Die Baumaßnahmen sind in vollem Gange: Täglich wird hier Boden abgefahren.