Stadt fördert Sprudelanlage im Kindergarten



Eva Redderhase mit Mats und Jan wissen ebenso wie Klimaschutzmanagerin Svenja Schröder und Kita-Leiterin Maria Kunter (von links) die Wassersprudelanlage im Kindergarten zu schätzen. Foto: Stadt Rietberg

Rietberg. Rietbergs Kindergärten und Schulen wollen sich auch weiterhin im Klima- und Umweltschutz engagieren. Dafür haben sie jetzt eine Rahmenvereinbarung mit der Stadt Rietberg, insbesondere mit der Klimaschutzmanagerin Svenja Schröder erarbeitet. Mit »Klimaschutz bildet!« ist die Kooperation überschrieben, die einen gemeinsamen Rahmen  und grundlegende Ziele definiert. Letztlich profitieren alle Akteure von der Vernetzung und dem Austausch von Projektideen und Erfahrungen.

»Klimaschutz bildet!« knüpft an das Projekt »Energiesparen macht Schule« an, das nach drei Jahren in diesem Frühjahr ausgelaufen ist. Die neue Zusammenarbeit von Kindertagesstätten und Schulen soll den Klima- und Umweltschutz in den beteiligten Einrichtungen dauerhaft etablieren. Für Kinder sollen erlebbare Aktivitäten zum vielfältigen Thema Klimaschutz aufgebaut und gefördert werden. Außerdem soll der Austausch zwischen den Einrichtungen unterstützt werden. Fokusthema im Schuljahr 2018/2019 ist die Müllvermeidung und -trennung. Das Gymnasium Nepomucenum, zwei Grundschulen und acht Kindergärten sind bereits dabei, weitere Einrichtungen können noch einsteigen.

Für das gesamte Projekt stellt die Politik jährlich 11.000 Euro bereit. Die ersten 500 Euro gingen jetzt an das Familienzentrum »David+Margareta« in Neuenkirchen. Mit diesem Betrag beteiligt sich die Stadt finanziell an der neu eingebauten Sprudelanlage für Leitungswasser im David-Kindergarten in der Villa Kemper. Frisches Trinkwasser aus dem Hahn – so müssen nun keine Kisten mit schweren Flaschen mehr hin- und her transportiert werden und es müssen weniger Flaschen produziert und recycelt werden. Zudem wird Leitungswasser stärker kontrolliert als Mineralwasser und bürgt so für bessere Qualität. Und: Leitungswasser ist unschlagbar günstig. Für einen Liter wird inklusive Abwasserkosten rund ein halber Cent fällig. Mit diesem Preis kann Mineralwasser nicht mithalten: Das günstigste im Test kostet etwa 24 Cent pro Liter, das teuerste 70 Cent. Das alles bestätigt eine umfangreiche Studie der Stiftung Warentest aus 2016. Die Anlage kostet rund 2000 Euro, benötigt wird ein Unterschrank unter der Spüle. Das gesprudelte Wasser kommt aus demselben Hahn wie ungesprudeltes Wasser. Die „Mischarmatur“ gehört zur Anlage dazu, Hygienevorschriften werden eingehalten. Kita-Leiterin Maria Kunter ist begeistert. Von der finanziellen Unterstützung erst Recht.