Stadtwerke und Helinet informieren im Ausschuss



Foto: Stadt Rietberg

Rietberg. Vertreter der Firma Helinet und der Stadtwerke Soest haben jetzt im Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss über den aktuellen Sachstand zum Thema Glasfaser berichtet und sich den Fragen der Politiker gestellt. Unter anderem haben sie erklärt, warum es zuletzt zu zeitlichen Verzögerungen gekommen war.

Warum tut sich seit einigen Monaten nichts mehr?

Laut Achim Kehm, technischer Leiter bei den Stadtwerken Soest, und Ralph Schütte, Geschäftsführer der Firma Helinet, musste zuletzt viel hinter den Kulissen erledigt werden. So habe das Unternehmen über ein europaweites Ausschreibungsverfahren Angebote von Tiefbauunternehmen eingeholt. Diese werden derzeit geprüft. Ein Baubeginn innerhalb der nächsten drei Monate sei realistisch.

Wieso beginnt die BITel in Varensell schneller mit dem Ausbau als die Stadtwerke und Helinet in Rietberg, Mastholte und Mastholte-Süd?

In Varensell seien 300 Anschlüsse zu legen, Helinet und die Stadtwerke sind für etwa 3000 Anschlüsse zuständig. Daher habe die BITel – obwohl sie kein privater Anbieter ist – die Baumaßnahme nicht europaweit ausschreiben müssen. Das spare eine Menge Zeit, sagte Ralph Schütte, denn diese Ausschreibung sei hochkomplex und werde juristisch engmaschig begleitet.

Warum geht es zum Beispiel in Delbück mit der Deutschen Glasfaser zügiger voran?

Die Deutsche Glasfaser ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen und daher nicht dazu verpflichtet, ein zeit- und kostenintensives Ausschreibungsverfahren zu durchlaufen. Sie könne einfach ein Tiefbauunternehmen ihrer Wahl beauftragen und loslegen, informierte Ralph Schütte.

Viele Kunden sind verunsichert, weil sie lange nichts von der Helinet gehört haben. Warum gab es keine Zwischennachricht?

Geschäftsführer Ralph Schütte räumte Versäumnisse bei der Kommunikation ein. Es habe für die Kunden keinen neuen Verfahrensstand gegeben, daher habe man nicht die Notwendigkeit gesehen, die Kunden zu informieren. Das solle aber nun nachgeholt werden, versprach der Geschäftsführer. Auch die Anregung aus Reihen der Politik, zeitnah eine Bürgerversammlung anzubieten, nahm Schütte auf.

Gibt es weiterer Gründe für die Verzögerungen?

Ja, wie Jan Hübner (Breitbandkoordinator des Kreises Gütersloh) erläuterte, sind Tiefbauunternehmen derzeit völlig ausgelastet, denn deutschlandweit werde für neue Glasfaserverbindungen gebuddelt. Gestiegene Preise und knappes Material seien die Folge der hohen Fördersummen, die der Bund bereitgestellt hat.