Tabaluga bejubelt den Rosenmontagsumzug



Rietberg. Was für ein Rosenmontagumzug! Bei schönstem Wetter zogen 73 Einheiten durch Rietbergs Altstadt. Vor der Bühne am Fuße des Historischen Rathauses winkten sie dem Bürgermeister zu. Andreas Sunder grüßte in diesem Jahr als (Rat-)Hausdrachen Tabaluga. Gemeinsam mit seinen Gästen applaudierte Sunder jeder Gruppe und jedem Wagen. Denn alle Akteure hatten sich wieder reichlich Mühe gegeben.

Denn was sich die Karnevalsfreunde aus Rietberg und Umgebung für den traditionellen Rosenmontagszug ausgedacht hatten, das konnte sich wirklich sehen lassen. Die Fußballfreunde der Region nahmen mehrfach den Videobeweis im Fußball aufs Korn. Der aktuelle Schützenthron hatte die kommende Schützenfestsaison in einem Flugplan dargestellt. Auch Schneemänner und Eisköniginnen, Fische, Muscheln und Korallen, fantasievolle Hausdrachen, süße Merci-Schokostückchen und ein ganzer Zoo trollten sich auf der auf ihrer kompletten Länge mit Zuschauern gesäumten Rathausstraße. Eine Vision von Rietberg in 30 Jahren präsentierte die Gruppe »7-mal sympathisch«: die Innenstadt ist ausgestorben, weil jahrelang der Mut gefehlt hatte, Initiativen wie das City Outlet umzusetzen. Toll der Wagen der Jugend-Musical-Bühne, auf dem Troubadix aus den Asterix-Comics gefesselt mitfuhr. Seifenblasen, Sahnetorte und Blumenbeet zierten die einfallsreichen Mottowagen ebenso wie die Aktiven im »Arbeitskreis katholischer Karnevalisten Rietberg«, die scherzten und „lieber in die Moschee eintreten, als zusammen mit den Neuenkirchenern beten“.

Die Aktiven der Grafschaftler Karnevalsgesellschaft waren in ihren schnieken Gardeuniformen ebenso mittendrin, wie Prinz Siggi und Prinzessin Melanie in ihren eignen Wagen. Auch die Tollitäten aus Mastholte und Neuenkirchen rollten in prächtigen Wagen durch die Rathausstraße. Karnevalisten aus den anderen Stadtteilen Bokel, Druffel, Varensell und Westerwiehe machten ebenso mit. Der Rosenmontagszug in Rietberg ist längst weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, dass sich auch Jecken aus Gütersloh, Steinhagen, Lippstadt, Langenberg, Verl, Bornholte, Stukenbrock, Schöning, Hörste und gar aus Dahlen und Hengelo in den langen Lindwurm durch die Stadt einreihten. Elf Musikkapellen sorgten innerhalb der 73 Gruppen immer wieder für den richtigen Ton.

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