Museum & Skulpturenpark

12.11. bis 14.01. Hans-Joachim Billib. Landschaften und Stillleben

Billib_2Es sind nicht nur gegenständliche Bilder, sondern auch solche, die eine große Umgebung einfangen – Bilder, die nicht verfremden, sondern die Wirklichkeit widerspiegeln – manchmal vielleicht eine neue Wirklichkeit. So lassen sich die Werke von Hans-Joachim Billib beschreiben, der 1954 in Berlin geboren wurde und von 1973 bis 1979 an der Hochschule der Künste bei Dr. Klaus Fußmann studiert hat, ab 1978 sogar als Meisterschüler. Hans-Joachim Billib lebte und arbeitete bis zu seinem Tod im Jahre 2013 in Berlin.

Es ist ein sehr individueller Realismus, der seine Bilder betont und auszeichnet. Eine besondere Detailgenauigkeit und Tiefenschärfe findet man in allen seinen Werken wieder. Zum Teil sind es Landschafen, die in der Rietberger Ausstellung zu finden sind. Landschaften, aber ohne Menschen oder Tiere. Es ist eine nackte Natur, nüchtern ganz ohne Ablenkung und Zusätze. So malt Billib ganz anders als sein Lehrer, der lieber expressiv und mit Stimmungen arbeitet, und sogar Menschen kommen bei ihm vor. „Besonders an grauen Tagen sind nicht viele Menschen unterwegs … zu Fuß … in der Natur. Dann gehört die Erde ganz mir, und ich kann mich mit der Atmosphäre vollsaugen und hoffen, dass etwas davon seinen Weg ins Bild findet.“

In einigen seiner Bilder kann man seine Liebe zum großen Impressionisten Claude Monet erkennen. Seine Bilder wirken überzeitlich klassisch, zumindest versuchte Billib
diesBillib_1es Ziel zu erreichen. Er sagte: „Ich lege keinen Wert darauf, modern zu sein: Modern ist heute da und morgen ist es wieder weg. Ich versuche eher, zeitlos zu werden.“

Neben seinen Landschaften schuf er, meistens in seinem Atelier, Stillleben. „Die“, schreibt er, „werden nicht gefunden, sondern erfunden … in der Regel.“ Den Mittelpunkt eines Stilllebens bildet häufig ein einfacher Gegenstand, der ihn reizte, wie eine Birne, eine Feder oder ein Glas. Dann kombinierte er das Objekt mit verschiedenen anderen Dingen, z.B. mit einem Tuch oder mit leeren Flaschen. „Irgendwann ist alles an seinem Platz, und es stellt sich das gleiche Gefühl wie in der Landschaft ein: ich weiß, dass das jetzt zu einem Bild werden kann,“ beschreibt der Künstler seine Herangehensweise.

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Über das Kunsthaus Rietberg - Museum Wilfried Koch

Kunsthaus RietbergDas Museum Wilfried Koch entstand in einem Rietberger Ackerbürgerhaus aus dem Jahr 1767 (Inschrift), das über eine durchgehende Deele verfügt. Damit eignet es sich sowohl für Ausstellungen als auch für kleinere Veranstaltungen. Seit 2007 beherbergt das Haus das malerische und zeichnerische Werk des Künstlers Dr. Wilfried Koch, ergänzt um Unterlagen und Dokumente zu seiner Person und zu seinen wissenschaftlichen Arbeiten, die die Eheleute Koch durch eine Zustiftung der Sparkassenstiftung Rietberg zur Verfügung stellten.
1929 in Duisburg geboren und seit vielen Jahren im Rietberger Stadtteil Varensell ansässig, wurde der Künstler einem breiten internationalen Publikum zunächst durch seine »Kleine Stilkunde der Baukunst« (1967) und später vor allem durch die große »Baustilkunde – Europäische Baukunst von der Antike bis zur Gegenwart« (1982) bekannt. Beides sind Standardwerke, die bisher insgesamt mehr als 70 deutsche Auflagen und 21 Übersetzungen, darunter ins Russische, Chinesische und Japanische, erlebt haben. Dr. Koch ist Mitglied der »Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste« in der Klasse »Weltreligionen«.
Die Stadt Rietberg präsentiert in Zusammenarbeit mit der Stiftung der Sparkasse Rietberg rund um das Kunsthaus und im Rietberger Klostergarten 19 Bronzeskulpturen des Künstlers. Rund 100 Gemälde und rund 700 Zeichnungen werden in regelmäßig wechselnden Ausstellungen im Museum präsentiert.

Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch

Emsstraße 10, 33397 Rietberg
Tel (05244) 986-373
Fax (05244) 986-17373
Bereich: Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch

Öffnungszeiten

April bis September; Ostern nur am zweiten Feiertag

Montag
geschlossen
Dienstag
14.30 - 18.00 Uhr
Mittwoch
14.30 - 18.00 Uhr
Donnerstag
14.30 - 18.00 Uhr
Freitag
14.30 - 18.00 Uhr
Samstag
11.00 - 18.00 Uhr
Sonntag
11.00 - 18.00 Uhr

Von Oktober bis März; außer Heiligabend, 1. Weihnachtstag und Silvester

Montag
geschlossen
Dienstag
14.30 - 18.00 Uhr
Mittwoch
14.30 - 18.00 Uhr
Donnerstag
14.30 - 18.00 Uhr
Freitag
14.30 - 18.00 Uhr
Samstag
14.30 - 18.00 Uhr
Sonntag
14.30 - 18.00 Uhr

Weitere Ausstellungen

21.01.2018 bis 15.04.2018 Dr. Wilfried Koch – Liebespaare

Über den Klostergarten Rietberg - Skulpturenpark Wilfried Koch

Der Klostergarten an der Ems, der bis 1975 von den Franziskanern genutzt, bevor er mit der Aufhebung des Klosters geschlossen wurde, erwachte 2007 aus einem über dreißig Jahre dauernden Dornröschenschlaf. Mit Hilfe des Programms „Neue ‚Alte‘ Gärten“ in Ostwestfalen Lippe konnte dieser in die Gegenwart überlieferte innerstädtische Naturraum wiederhergestellt und zu einem öffentlichen Park umgestaltet werden. In Verbindung mit den Skulpturen von Dr. Wilfried Koch ist auf diese Weise ein idealer Verweil- und Erholungsort für die Bewohner des historischen Stadtkerns von Rietberg und seiner Besucher entstanden.

Ansprechpartner

Thorsten Austermann

Emsstraße 10, 33397 Rietberg
Tel (05244) 986-376
Fax (05244) 986-17376
Bereich: Leiter Kunsthaus Rietberg, Stadtarchiv

Brigitte Budde

Emsstraße 10, 33397 Rietberg
Tel (05244) 986-375
Bereich: Kunsthaus Rietberg - Museum Wilfried Koch