Museum & Skulpturenpark

02.07. - 05.11.2017  Die letzte Geschichte aus Davids Stamm

Gezeigt werden rund 60 Werke aus den Reihen „Die letzte Geschichte aus Davids Stamm“, „Kreuzwegzyklen“ und „Christuskopf“. In der Deele des Museums ist der Zyklus „Die letzte Geschichte aus Davids Stamm“ zu sehen. Diese Arbeiten, überwiegend Ölgemälde, rücken die Jahrhunderte währende Hoffnung des jüdischen Volkes auf die Wiederkehr des Königs David oder die Ankunft des verheißenen Messias aus dem Stamme David in eindrucksvolle Bilder. Dazu schreibt der Künstler selbst: „Mariä Verkündigung und Mutterschaft, Jesu Lehrtätigkeit, sein Leiden, sein Tod und seine Auferstehung bezeichnen die dramatische Entwicklung in den letzten nach-davidischen Generationen, die in der Bibel genannt werden und die Jahre um die Zeitenwende religiös bestimmen. Davon erzählen die Gemälde und Grafiken der umfangreichen Ausstellung, die das ganze Haus füllen. Die „Letzte Geschichte“ weist auf die eigenartige Tatsache hin, dass das Neue Testament von keinem der zahlreichen Protagonisten der Jesus-Generation irgeDAVID-SALOMON-1974ndwelche Nachkommen benennt.“

Zwei unterschiedliche Kreuzwegzyklen, bestehend jeweils aus den traditionell 14 Stationen des Leidensweges Christi, von der Verurteilung durch Pilatus bis hin zur Kreuzigung und Grablegung, zeigt die Galerie. Erst um 1600 wurde der Kreuzweg von seinen ursprünglich sieben Stationen auf 14 Darstellungen erweitert. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde dieser allgemein als ein Bestandteil der Ausstattung in den Kirchenraum übergeführt. Die bildlichen oder plastischen Darstellungen der Kreuzwegstationen an den Kirchenwänden hat man mit Holzkreuzen markiert. Die Tradition der Kreuzwegdarstellungen in Kirchenräumen fand auch in der Moderne des 20. Jahrhunderts eine außerordentlich vielfältige Fortsetzung. Die Arbeiten von Dr. Wilfried Koch nehmen hier eine formal bemerkenswerte und sehr individuelle Stellung ein. Ergänzt werden die beiden Kreuzwegzyklen der Galerie von einer Reihe Zeichnungen, die das dornengekrönte Haupt Jesu Christi zeigen. „Das Gesicht des leidenden Christus verfolgte mich viele Jahre, und ich übte seine Ausdrucksstadien in vielen Zeichen- und Maltechniken,“ so Dr. Koch.

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Über das Kunsthaus Rietberg - Museum Wilfried Koch

Kunsthaus RietbergDas Museum Wilfried Koch entstand in einem Rietberger Ackerbürgerhaus aus dem Jahr 1767 (Inschrift), das über eine durchgehende Deele verfügt. Damit eignet es sich sowohl für Ausstellungen als auch für kleinere Veranstaltungen. Seit 2007 beherbergt das Haus das malerische und zeichnerische Werk des Künstlers Dr. Wilfried Koch, ergänzt um Unterlagen und Dokumente zu seiner Person und zu seinen wissenschaftlichen Arbeiten, die die Eheleute Koch durch eine Zustiftung der Sparkassenstiftung Rietberg zur Verfügung stellten.
1929 in Duisburg geboren und seit vielen Jahren im Rietberger Stadtteil Varensell ansässig, wurde der Künstler einem breiten internationalen Publikum zunächst durch seine »Kleine Stilkunde der Baukunst« (1967) und später vor allem durch die große »Baustilkunde – Europäische Baukunst von der Antike bis zur Gegenwart« (1982) bekannt. Beides sind Standardwerke, die bisher insgesamt mehr als 70 deutsche Auflagen und 21 Übersetzungen, darunter ins Russische, Chinesische und Japanische, erlebt haben. Dr. Koch ist Mitglied der »Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste« in der Klasse »Weltreligionen«.
Die Stadt Rietberg präsentiert in Zusammenarbeit mit der Stiftung der Sparkasse Rietberg rund um das Kunsthaus und im Rietberger Klostergarten 19 Bronzeskulpturen des Künstlers. Rund 100 Gemälde und rund 700 Zeichnungen werden in regelmäßig wechselnden Ausstellungen im Museum präsentiert.

Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch

Emsstraße 10, 33397 Rietberg
Tel (05244) 986-373
Fax (05244) 986-17373
Bereich: Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch

Öffnungszeiten

April bis September; Ostern nur am zweiten Feiertag

Montag
geschlossen
Dienstag
14.30 - 18.00 Uhr
Mittwoch
14.30 - 18.00 Uhr
Donnerstag
14.30 - 18.00 Uhr
Freitag
14.30 - 18.00 Uhr
Samstag
11.00 - 18.00 Uhr
Sonntag
11.00 - 18.00 Uhr

Von Oktober bis März; außer Heiligabend, 1. Weihnachtstag und Silvester

Montag
geschlossen
Dienstag
14.30 - 18.00 Uhr
Mittwoch
14.30 - 18.00 Uhr
Donnerstag
14.30 - 18.00 Uhr
Freitag
14.30 - 18.00 Uhr
Samstag
14.30 - 18.00 Uhr
Sonntag
14.30 - 18.00 Uhr

Weitere Ausstellungen

12.11.2017 bis 14.01.2018 Hans Joachim Billib – Landschaften und Stillleben

21.01.2018 bis 27.05.2018 Dr. Wilfried Koch – Liebespaare

03.06.2018 bis 09.09.2018 Hans Ohlms – Ausdrucksformen (Arbeitstitel)

 

Über den Klostergarten Rietberg - Skulpturenpark Wilfried Koch

Der Klostergarten an der Ems, der bis 1975 von den Franziskanern genutzt, bevor er mit der Aufhebung des Klosters geschlossen wurde, erwachte 2007 aus einem über dreißig Jahre dauernden Dornröschenschlaf. Mit Hilfe des Programms „Neue ‚Alte‘ Gärten“ in Ostwestfalen Lippe konnte dieser in die Gegenwart überlieferte innerstädtische Naturraum wiederhergestellt und zu einem öffentlichen Park umgestaltet werden. In Verbindung mit den Skulpturen von Dr. Wilfried Koch ist auf diese Weise ein idealer Verweil- und Erholungsort für die Bewohner des historischen Stadtkerns von Rietberg und seiner Besucher entstanden.

Ansprechpartner

Thorsten Austermann

Emsstraße 10, 33397 Rietberg
Tel (05244) 986-376
Fax (05244) 986-17376
Bereich: Leiter Kunsthaus Rietberg, Stadtarchiv

Brigitte Budde

Emsstraße 10, 33397 Rietberg
Tel (05244) 986-375
Bereich: Kunsthaus Rietberg - Museum Wilfried Koch