Tschüs Retrocharme, hallo Moderne


Komplettsanierung Verwaltungsgebäude Rügenstr.


Rietberg. Eine moderne Stadtverwaltung braucht moderne Räume. Die Kernsanierung des historischen Rathauses ist bereits abgeschlossen, nun biegen die Handwerker auch gegenüber im Gebäude Rügenstraße 1 auf die Zielgerade ein. Im Herbst wird das im Jahr 1634 erbaute Haus bezugsfertig sein.

Mit ein wenig Kosmetik war nicht mehr viel zu machen, denn die letzte gründliche Sanierung des Verwaltungssitzes liegt mit dem Jahr 1975 schon lange zurück. Eine Frischzellenkur vom Boden bis zum Dach musste her. Sämtliche Oberflächen im Inneren wurden ausgetauscht – vom Bodenbelag über die Türen bis hin zu Wänden und Decken. Die Außenhülle hat eine zeitgemäße Dämmung erhalten, neue Fenster sind eingesetzt und die Gefache mit Ziegeln nach historischem Vorbild denkmalgerecht ausgemauert worden. Arnd Baumann, Leiter der städtischen Hochbauabteilung, betont: „Wir mussten erfreulicherweise nur wenig Fachwerk austauschen, der überwiegende Teil  befand sich in einem sehr guten Zustand.“ Auch alle Anforderungen des modernen Brandschutzes sind erfüllt.

Mit einer Investitionssumme von 1,561 Millionen Euro bewegen sich die Gesamtkosten im angesetzten Rahmen. 70 Prozent konnten aus Stadterneuerungsmitteln der Bezirksregierung Detmold refinanziert werden – ebenso 70 Prozent der Kosten für die Sanierung des Historischen Rathauses. Bürgermeister Andreas Sunder sieht die Stadtverwaltung mit zwei topmodernen Gebäuden bestens aufgestellt: „Dankbar sind wir selbstverständlich für die finanzielle Förderung. Auf diesem Weg ist es uns gelungen, beide Häuser für einen vergleichsweise geringen Eigenanteil fit für die Zukunft zu machen.“ Ein möglicher Investitionsstau käme die Stadt langfristig gesehen wesentlich teurer zu stehen. Außerdem werde mit den sanierten Häusern künftig nicht nur der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß verringert und gleichzeitig die Umwelt geschont, sondern auch die Höhe der Betriebs- und Nebenkosten für die Heizungsanlage werde erheblich niedriger ausfallen.

Mit der Modernisierung geht auch eine Verlegung des Haupteingangs einher. Die Bürger erreichen das Gebäude ab Herbst über eine Tür an der langen Seite des Hauses Richtung Kirche. So entsteht eine Sichtachse zum Haupteingang des historischen Rathauses, in dem das Bürgerbüro untergebracht ist. Im Erdgeschoss der Rügenstraße 1 wird ein Empfangsbereich mit Poststelle geschaffen, dahinter stehen künftig zwei (bei Bedarf über eine Teilung auch drei) parlamentarische und multifunktionale Räume zur Verfügung. In das erste und zweite Obergeschoss ziehen die städtischen Abteilungen Sicherheit, Ordnung und Straßenverkehr sowie Jugend, Soziales und Wohnen ein. Auch die EDV-Abteilung ist künftig an der Rügenstraße ansässig.

 

Fotos zur Auswahl:

  1. Im Gespräch: (von links) Antonius Timmes (Architekturbüro werk 9), Rainer Wennemar (Geschäftsführer Architekturbüro werk 9), Marcus Hertel (Hochbauabteilung Stadt Rietberg) und Bürgermeister Andreas Sunder im Erdgeschoss.
  2. Noch ist im Inneren (hier einer der Flure) viel zu tun, bis Herbst wird alles fertiggestellt sein.
  3. Ausblick vom zweiten Obergeschoss auf die Pfarrkirche und das Historische Rathaus.
  4. Letzte Malerarbeiten werden derzeit noch an der Außenfassade vorgenommen. Fotos: Stadt Rietberg

 

 

 

 

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Nina Ackfeld

Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Rietberg

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