Unterkunft an der Rottwiese bald bezugsfertig



Sozialamtsleiter Wilfried Dörhoff, Bürgermeister Andreas Sunder und Ingmar Schmidt von der städtischen Abteilung Hochbau (von links) zeigen eines der 18 Quadratmeter großen Schlafzimmer. Foto: Stadt Rietberg

Rietberg. An der Asylunterkunft auf dem Parkplatz des Bibeldorfs werden zurzeit die letzten Arbeiten ausgeführt. Bald ist das erste Holzhaus für Flüchtlinge, das die Stadt Rietberg gebaut hat, bezugsfertig. Dann können insgesamt 50 Personen die einfachen, aber modernen Räume an der Rottwiese bewohnen.

„Vielen Dank an all die heimischen Firmen, die an dem Bauprojekt vorbildlich mitgearbeitet haben“, lobt Bürgermeister Andreas Sunder. In Zusammenarbeit mit der städtischen Abteilung Hochbau errichteten die Handwerker in Holzständerbauweise einen eingeschossigen Riegelbau in den Farben des Bibeldorfs. Die 17 Schlafzimmer sind mit Betten, Tischen, Stühlen und Schränken ausgestattet. Einige Räume verfügen über Nebenzimmer, sodass Familien mit Kindern gemeinsam untergebracht werden können. Außerdem gibt es eine Küche, einen Gemeinschaftsraum mit SAT-Anschluss, einen Wäscheraum, Technikräume und getrennte Sanitärbereiche. Das komplette Gebäude verfügt über W-LAN. Eine Brandmeldeanlage mit Aufschaltung auf das Handy der Hausmeister wird noch installiert. Die Außenanlage soll Anfang April fertiggestellt werden. Insgesamt hat der Bau 720.000 Euro gekostet.

Weitere Bauprojekte sind von den Zuweisungszahlen abhängig

Ursprünglich war geplant, die Unterkunft bereits Ende Februar zu belegen. Durch schlechte Witterung und Schwierigkeiten bei der Wasser- und Stromversorgung entstanden Verzögerungen, die jedoch keine Probleme verursachten. Denn das Gebäude wurde bisher nicht dringend benötigt, bereits seit Januar wurden der Stadt Rietberg keine Flüchtlinge mehr zugewiesen. Mit weiteren Zuweisungen – verstärkt ab Frühsommer – sei zu rechnen, sagen Bürgermeister Andreas Sunder und Sozialamtsleiter Wilfried Dörhoff. Prognosen könnten aber nicht aufgestellt werden.

Von dieser Entwicklung macht die Stadt auch die weiteren Bauprojekte abhängig. An der Stennerlandstraße entsteht ein weiterer Riegelbau in Holzständerbau, ähnlich dem an der Rottwiese. Auf dem Grundstück Sandfeldstraße 5 ist bereits eine Containeranlage errichtet worden. Für andere Bauprojekte sind die Ausschreibungen zwar vorbereitet, aber noch nicht verschickt. „Dann können wir kurzfristig auf die Entwicklung der Zuweisung reagieren“, erklärt Sunder. Unter anderem könnten an der Rottwiese drei weitere, zweigeschossige Gebäude für je 37 Personen entstehen. Die Unterkünfte könnten später als Seminarzentrum oder Beherbergungsbetrieb dienen. Die Hundewiese an dieser Stelle müsste man dann aufgeben. „Wir haben die Bedürfnisse der Hundebesitzer im Blick und wollen Ersatz schaffen“, verspricht der Bürgermeister.