Viele Aufgaben für neue Klimaschutzmanagerin



Rietbergs neue Klimaschutzmanagerin Svenja Schröder mag ihre neue Tätigkeit ebenso wie ihr Elektroauto. Foto: Stadt Rietberg

Rietberg. Elektrisch, gebraucht gekauft und minimalistisch – das mag Svenja Schröder an ihrem Twizy. Das kleine Elektroauto ist ausreichend groß und schnell genug für die Bielefelderin, um den täglichen Weg zur Arbeit in Rietberg zu meistern. Dort arbeitet die 31-Jährige seit einigen Tagen als neue Klimaschutzmanagerin.

„Bei der Stadt Rietberg habe ich mich beworben, weil man auf kommunaler Ebene so viel bewegen kann“, sagt Svenja Schröder. Zuletzt hatte sie im Projekt »Mehr Klimaschutz durch Beteiligung« in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund gearbeitet und Betriebsräten, produzierenden Unternehmen und Unternehmens-Beratern in Sachen Mitarbeiterbeteiligung am betrieblichen Klimaschutz unter die Arme gegriffen. Zurück in die Region ihrer Heimatstadt Bielefeld, das war ihr Wunsch. Dass Rietberg zudem eine der bundesweit nur 22 Masterplan-Kommunen »100% Klimaschutz« ist, macht die Aufgabe in der hiesigen Stadtverwaltung besonders reizvoll.

Svenja Schröder wohnt in Bielefeld und hat in Münster Geographie mit dem Schwerpunkt »Nachhaltige Entwicklung« sowie BWL und Soziologie studiert. Im Anschluss hat sie sowohl bei Wirtschaftsunternehmen, als auch beim Kreis Steinfurt im Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit gearbeitet. Ein Schwerpunkt dort war die »Servicestelle Windenergie«.

Schröder wird nun die Arbeit der im vergangenen Jahr verstorbenen Birgit Frerig-Liekhues fortführen. Als Masterplan-Kommune soll Rietberg Vorbild sein für andere Städte und Gemeinden und die Klimaschutzaktivitäten in der breiten Öffentlichkeit verankern. Die Umsetzung des im Projekt »Stark im Regen« jüngst erstellten Entwicklungs- und Schutzplanes bei Hochwasser, die Aufklärungsarbeit zum Klimaschutz in Schulen, die Begleitung des Klimabeirates der Stadt, die Neuzertifizierung für die Auszeichnung mit dem European Energy Award (eea) in Gold, die Förderung des Radverkehrs und insgesamt die Umsetzung des städtischen Klimaschutzkonzeptes zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Stadtgebiet sind dabei wichtige Themen.

In Rietberg warten also eine Menge Aufgaben auf die neue Klimaschutzmanagerin. Die geht sie mit viel Elan an – und nicht nur mit 18 PS aus ihrem Elektro-Twizy.