Glasfaser für Rietberg

News-Beitrag der Stadt Rietberg vom 30. März 2017

Aktueller Sachstand zum Thema Internet

Flott durchs Internet: Zwei Telekommunikationsunternehmen haben sich für die Außenbereiche beworben.
Flott durchs Internet: Zwei Telekommunikationsunternehmen haben sich für die Außenbereiche beworben.

Rietberg. Was die Anbindung der Haushalte an eine schnelle Internetverbindung betrifft, fährt die Rietberger Stadtverwaltung aktuell zweigleisig: Einerseits der eigenwirtschaftliche Ausbau durch die Stadtwerke für Mastholte, Mastholte-Süd und Rietberg, andererseits die Anbindung der Außenbereiche mit einer finanziellen Förderung aus Bundesmitteln.

Rüdiger Ropinski, Leiter der Abteilung Räumliche Planung und Entwicklung, hat in der jüngsten Sitzung des Bau-, Planungs- und Verkehrsausschusses einen aktuellen Sachstandsbericht zu beiden Verfahren präsentiert. Was den Ausbau von Mastholte, Mastholte-Süd und Rietberg mit einem leistungsstarken Glasfaseranschluss bis ins Haus betrifft, gibt es Neuigkeiten zu den  Grundstückseigentümererklärungen. Die sollen im Anschluss an die Gründung der Breitbandnetzgesellschaft an die Kunden verschickt werden. Die Gründungsaktivitäten laufen, die Gremienbeschlüsse sind gefasst. Aktuell ist die finale (juristische) Feinabstimmung vorzunehmen. Das Konsortium, bestehend aus den Stadtwerken Soest und der Firma Helinet, habe zugesagt, keinen Haus- oder Wohnungseigentümer schlechter stellen zu wollen als es bei der (nun ungültigen) Grundstückseigentümererklärung der BBV der Fall war. Das heißt, die Konditionen bleiben mindestens identisch.

Ein nächster Schritt ist dann die Ausschreibung des Netzausbaus (Tiefbauarbeiten). Das erfolgt, wenn die Planungen durch ein Ingenieurbüro abgeschlossen sind. Rüdiger Ropinski informierte darüber, dass es zeitlich zu Verzögerungen kommen kann, weil Ingenieurbüros derzeit überlastet seien: „In ganz vielen Städten werden die Netze ausgebaut, die Nachfrage nach Fachleuten ist daher extrem hoch.“ Er informierte weiterhin darüber, dass es derzeit auch Gespräche zur Erschließung der Backbone-Trasse in Mastholte gebe. Finale Vereinbarungen, insbesondere mit dem Anbieter, der in Langenberg das Netz ausbaut, seien noch erforderlich.

Auch die Außenbereiche im Stadtgebiet sollen schnelleres Internet bekommen. Allerdings noch nicht über eine Glasfaserleitung bis an die Hauswand, sondern zunächst über die so genannte Vectoring-Technologie. Dazu müssen bestehende Verteilerkästen überbaut und neue aufgestellt werden. Zwei Telekommunikationsunternehmen haben sich nach Auskunft von Rüdiger Ropinski auf eine Ausschreibung hin beworben. Das Verhandlungsverfahren werde derzeit mit dem Büro Micus, das einen Masterplan Breitband für Rietberg erstellt hat, vorbereitet. Vorgesehen sind drei Ausbaugebiete mit einer zugelassenen Wirtschaftlichkeitslücke von jeweils 2,2 Millionen Euro netto. Der Abschluss des Verhandlungsverfahrens ist für Sommer 2017 geplant, danach kann ein Förderantrag bei der Bezirksregierung Detmold gestellt werden. Im Fall einer positiven Rückmeldung kann die Stadt Rietberg finanzielle Mittel im Haushaltsplan 2018 einstellen. Die Fertigstellung des Ausbaus in den Außenbereichen könnte dann bis Dezember 2018 erfolgen.

Pressemitteilung der Firma Helinet vom 9. März 2017

Irritationen wegen Formulierung „bis zu“ 50 MB

Rietberger Kunden erhielten in den letzten Tagen die Auftragsbestätigungen zu Ihren Verträgen. Nun sind Irritationen bezüglich der Äußerung „Bis zu“ entstanden. Gern würden die Kunden eine verpflichtende Garantie des Unternehmens erhalten, doch diesen Kundenwunsch kann HeLi NET aus formaljuristischen Gründen nicht erfüllen. Warum das so ist, erklärt das Unternehmen ausführlich in persönlich adressierten Kundenanschreiben.

Zur Sachlage:

Die Glasfasertechnologie schließt enorme Leistungsschwankungen aus und ist das einzige Medium zur Datenübertragung, welches diesen hohen Stabilitätsstandard erfüllen kann.

So unterliegt die Glasfaser nicht den enormen Einbußen wie es sich beispielsweise bei den Kupferkabeln der Deutschen Telekom verhalten kann. Solche Leitungen sind, abhängig von der Leitungslänge und dem Aderquerschnitt.

Auch bei den sogenannten Shared Medien (geteilte Medien) wie beispielsweise bei Kabelangeboten oder bei LTE Mobilfunk, kann es durchaus passieren, dass nur ein Bruchteil der gebuchten Bandbreite bei starker Beanspruchung am individuellen Anschluss ankommt. Konkret: Mehrere Nutzer befinden sich auf einer Leitung und teilen sie sich. Bei starker Beanspruchung – gern in den Abendstunden – führt dass dann gegebenenfalls zu besonderen Einbußen.

HeLi NET bietet in Rietberg reine Glasfasertarife. Der Glasfaseranschluss führt dabei direkt ins Haus. Wer bei HeLi NET einen 50 Mbit/s Tarif gebucht hat, der wird auch im Normalfall mit 50 Mbit/s beliefert.

Alle Kunden wurden in Ihrem Antrag auf die Leistungsbeschreibungen hingewiesen. Dort ist aufgeführt, welche Faktoren zu geringfügigen Leistungsschwankungen führen könnten, die aber alle außerhalb des Verantwortungsbereiches der HeLi NET liegen:

– Der gebuchte Tarif ist die jeweils maximal mögliche Bandbreiten wobei diese Übertragungsgeschwindigkeit von HeLi NET im Rahmen ihrer technischen und betrieblichen Möglichkeiten zur Verfügung gestellt wird. Sie ist aber auch abhängig von der aktuellen Netzauslastung (im World Wide Web), von den verwendeten Kunden-Endgeräten, von der Leistungsqualität der ausgewählten Server im öffentlichen Internet (World Wide Web) und der Qualität der Gebäudeverkabelung.

Der Begriff Netzauslastung ist in diesem Zusammenhang nicht gleichzusetzen mit etwaigen Shared Medien wie oben beschrieben, sondern bezieht sich auf nicht beeinflussbare technische Ereignisse im gesamten Netz.

Auch der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) bestätigt, „dass eine konkrete Bandbreite nicht für jede einzelne Verbindung garantiert werden kann. Durch Einflüsse außerhalb des Glasfaser-Anschlussnetzes, die der Netzbetreiber nicht beeinflussen kann, kann die tatsächliche Bandbreite in Einzelfällen geringfügig abweichen. Daher kann kein Netzbetreiber eine bestimmte Bandbreite vertraglich garantieren. Allerdings bietet ein leistungsfähiger Glasfaseranschluss bis ins Gebäude eine große Sicherheit dafür, dass die Nutzer in der Regel die beworbenen hohen Bandbreiten auch erreichen. Dies können die Kunden auch über entsprechende Messtools überprüfen.“

„Und genau aus diesem Grund können wir das auch nicht tun“, verweist Unternehmenssprecherin Ute Obering auf einen rein formaljuristischen Vorgang der, so weiter, „nichts damit zu tun hat, dass wir natürlich unseren Teil des Vertrages erfüllen und liefern, was gebucht wurde.“

Und: Zum 1.Juli diesen Jahres, ist jedes Telekommunikationsunternehmen verpflichtet, seine Kunden im Rahmen der Transparenzverordnung darüber zu informieren, welche minimale, durchschnittliche und maximale Leistung bei ihm ankommt. „Diese Informationen werden wir auch unseren Kunden in Rietberg zur Verfügung stellen und zwar bevor ihr Vertrag mit uns aktiviert wurde. Es muss niemand befürchten, dass dabei Werte entstehen, die wesentlich unter den gebuchten Tarifen liegen“, beruhigt Ralf Schütte, Geschäftsführer der HeLiNET.

Pressemitteilung der Firma Helinet vom 21. Februar 2017

Kunden erhalten Bestätigungen

In diesen Tagen erhalten die Rietberger Kunden des Diensteanbieters HeLi NET nun Ihre Auftragsbestätigungen. Damit kündigt das Ausbaukonsortium Stadtwerke Soest und HeLi NET die Errichtung des Glasfasernetzes innerhalb der nächsten 20 Monate an. Alle Beteiligten werden ihren Beitrag leisten, um den Kunden so schnell wie möglich ihren Breitbandanschluss übergeben zu können. Angeschrieben werden Kunden aus Rietberg, Mastholte und Mastholte-Süd – also die Stadtteile, in denen die Nachfragebündelung erfolgreich war.

„Zunächst ist es erstmal beruhigend, dass unsere Bürger nun durch die Bestätigungen mehr Sicherheit erlangen“, blickt Bürgermeister Andreas Sunder auf die ersten Schritte des neuen Konsortiums.

Nachdem der ehemalige Kooperationspartner der HeLi NET sich aus dem Breitbandausbau in Rietberg zurückgezogen hatte, musste zunächst ein neuer Investor gefunden werden. Dass nun die Stadtwerke Soest mit Ihrer Beteiligungsgesellschaft HeLi NET in dieser Kombination sowohl als Investor, Erbauer, Netzbetreiber und Diensteanbieter  auftreten, bedingt zwar einerseits „kurze Dienstwege“, andererseits mussten aber Prozesse und Detailfragen komplett neu überdacht und erarbeitet werden. Schließlich mussten auch die Ausbaugebiete im Vergleich zu den ehedem vom Ex-Kooperationspartner vorgegebenen Clustern etwas optimiert werden.

„Das braucht leider alles seine Zeit“, weiß HeLi NET Projektleiter Dominik Henneke.

Derzeit werden die Ausschreibungen für den Tiefbau vorbereitet, danach geht es in die Detailplanung für einen koordinierten zügigen Ausbau, der in Mastholte starten wird.

News-Beitrag der Stadt Rietberg vom 24. Januar 2017

Schnelles Internet am besten mit Fördergeldern

Rietberg. Wie geht es weiter mit dem Thema schnelles Internet für Rietberg? Nachdem mit den Stadtwerken Soest ein Anbieter gefunden worden ist, der in den Kernbereichen Glasfaserkabel verlegen möchte, muss nun noch eine Lösung für die Außenbereiche her.

Bekannt ist, dass Telekommunikationsunternehmen von sich aus eher nicht in den Außenbereichen tätig werden, weil es sich wirtschaftlich nicht lohnt. Die Stadt Rietberg beabsichtigt daher, sich um Fördergelder zu bewerben, um so etwaige Wirtschaftlichkeitslücken schließen zu können. Bevor das geschehen kann, muss zunächst ermittelt werden, wie hoch diese Wirtschaftlichkeitslücken ausfallen. Die Stadtverwaltung hat zu diesem Zweck den Ausbau ihrer Außenbereiche mit leistungsstarken Breitbandanschlüssen öffentlich ausgeschrieben. Nun sind Unternehmen gefragt, sich daraufhin zu bewerben und anzugeben, welche Kosten über Fördergelder abgedeckt werden müssen, um einen wirtschaftlichen Ausbau zu ermöglichen. Erst danach kann die Stadt sich um Finanzmittel bewerben.

Dass auch in den Außenbereichen Glasfaserkabel bis an die Haustür gelegt werden, sei derzeit eher unrealistisch, sagt Bürgermeister Andreas Sunder: „Das ist im Moment noch zu teuer. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir mit einer Brückentechnologie eine Geschwindigkeit von mindestens 50 MB in den Außenbereichen erzielen können. Das wäre für viele Haushalte schon eine sehr deutliche Verbesserung.“

Im Rahmen der nächsten Sitzung des Bau-, Planungs- und Verkehrsausschusses am Dienstag, 31. Januar, wird es einen ausführlichen Sachstandsbericht zum Thema geben. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 17 Uhr.


News-Beitrag der Stadt Rietberg vom 9. Dezember 2016 (aktualisiert am 16. Dezember 2016):

Glasfaser: Stadtwerke Soest treiben Ausbau voran

Für den Aufbau eines leistungsstarken Glasfaserkabelnetzes sind umfangreiche Tiefbauarbeiten erorderlich.
Für den Aufbau eines leistungsstarken Glasfaserkabelnetzes sind umfangreiche Tiefbauarbeiten erforderlich.

Rietberg. Der mögliche Aufbau eines Glasfasernetzes in Rietberg rückt näher: Die Stadtwerke Soest haben bei der Stadt Rietberg einen Antrag auf die so genannte „Überlassung der erforderlichen Wegerechte“ gemäß Telekommunikationsgesetz gestellt. Damit untermauert das Unternehmen seine Absichten, rasch mit einem Ausbau beginnen zu wollen. Der Rat der Stadt Rietberg hat dieses Vorhaben in seiner Sitzung am 15. Dezember zustimmend zur Kenntnis genommen. Ebenso haben die politischen Parteien die Stadtverwaltung bauftragt zu prüfen, inwiefern sich die Stadt Rietberg an dem Tochterunternehmen (das die Stadtwerke Soest für den Breitbandausbau gründen werden) beteiligen soll.

Was den Antrag auf Überlassung der Wegerechte betrifft, besteht nach dem Telekommunikationsgesetz (Paragraf 68 Folgende) ein Rechtsanspruch auf diese Überlassung, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Mitbestimmen können Verwaltung und politische Gremien hingegen bei der Frage, wie tief gebuddelt wird, um das Glasfaser in die Erde zu bringen, und in welcher Form die Verkehrsflächen nach Abschluss der Tiefbauarbeiten auszusehen haben. Diese technischen Fragen werden Fachleute aus dem Rietberger Rathaus zeitnah mit den Stadtwerken abstimmen. Ebenso den weiteren Zeitplan.

Trennung von Netzausbau und Einstieg in Energievertrieb

Bürgermeister Andreas Sunder hatte in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in Vorbereitung auf die Ratssitzung den aktuellen Planungsstand erläutert. Er erklärte, die Stadtwerke Soest beabsichtigten, eigens für den Breitbandausbau in Rietberg ein Tochterunternehmen zu gründen. „Wir bekommen die Möglichkeit, uns an dieser Gesellschaft zu beteiligen, was ich ausdrücklich begrüße“, sagte Sunder. Ob und in welcher Form das geschehen kann, müssten Rat und Verwaltung sorgfältig prüfen. Ein möglicher Einstieg der Stadt Rietberg in den Vertrieb von Strom und Gas (und auch von Telekommunikationsprodukten) wird ab sofort unabhängig vom Aufbau eines Glasfasernetzes betrachtet. „Zunächst hatten die Stadtwerke uns ein Gesamtpaket angeboten. Sie wollten den Breitbandausbau gern in Kombination mit dem Vertrieb von Strom und Gas umsetzen. Das ist jetzt allerdings nicht mehr möglich“, betonte der Bürgermeister. Grund dafür ist ein Mitbewerber, der sich in Rietberg ins Gespräch gebracht hat: die Deutsche Glasfaser. Aus vergaberechtlichen Gründen müssten nun beide Verfahren voneinander getrennt werden. Nachdem der Stadtrat in der Sitzung am 15. Dezember mehrheitlich seine Zustimmung gegeben hatte (17 Gegenstimmen von CDU und FDP), wird die Stadtverwaltung nun für die mögliche Gründung einer Gesellschaft zum Energievertrieb gemeinsam mit einem strategischen Partner einen Teilnahmewettbewerb ausschreiben.  So haben mehrere Anbieter die Chance, sich zu bewerben.

Kein belastbares Angebot der Deutschen Glasfaser

Warum eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Glasfaser aus seiner Sicht derzeit nicht in Frage kommt, erläuterte Stadtoberhaupt Andreas Sunder in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses: „Das Unternehmen hat uns schriftlich kein konkretes Angebot vorgelegt. Weder wissen wir, in welchen Gebieten sie ausbauen wollen, noch kenne ich Zeitpläne oder belastbare Detailinformationen.“ Hinzu komme, dass die Deutsche Glasfaser ein Engagement in Rietberg an die Bedingung gekoppelt habe, keine eigene Markterkundung vorzunehmen. Vielmehr war gewünscht worden, die Ergebnisse und Verträge der Firma Helinet zu übernehmen. Dazu ist Helinet wiederum nicht bereit. „Sie bevorzugen für Rietberg eine Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Soest. Das ist verständlich, weil Helinet ein Tochterunternehmen der Stadtwerke ist“, informierte der Bürgermeister.

Breitband-Berater präsentiert erste Ergebnisse

Dass aus einer Schwäche schnell eine Stärke werden kann, betonte Dr. Martin Fornefeld vom Büro Micus. Der Berater begleitet den „Masterplan Breitband“ für die Stadt Rietberg und präsentierte im Haupt- und Finanzausschuss erste Ergebnisse seiner Analyse. „Sie haben das große Glück, dass bei Ihnen kein Kabelanbieter aktiv ist. Deshalb ist der Ausbau mit Glasfaser für Investoren überhaupt interessant.“ Das sei dort, wo Anbieter wie beispielsweise Unity Media über Kabel einen schnellen Internetzugang gewährleisten, nicht der Fall. Aus dem „im ganzen Kreis Gütersloh am schlechtesten mit Breitband versorgten Gebiet Rietberg“ könne künftig eine Stadt werden, die mit Glasfaser über die nachhaltigste und zukunftsorientierteste Technologie verfüge.

Experte rät: Zweigleisig fahren

Dr. Fornefeld empfiehlt für Rietberg eine zweigleisige Strategie: Den Glasfaserausbau für Rietberg, Mastholte, Mastholte-Süd und möglichst auch Neuenkirchen inklusive aller Gewerbegebiete einerseits und eine Verbesserung der Versorgung in den Außenbereichen beispielsweise über Vectoring andererseits. Letzteres bedeutet: Über das bis zu den Verteilerkästen reichende Glasfaserkabel wird das Signal via Kupferkabel bis in die Haushalte weitergeleitet.  „Sie haben etwa 1564 Haushalte, die außerhalb der Ausbaugebiete liegen. Von 18 Kabelverteilerkästen in diesen Außenbereichen weisen 17 eine deutliche Unterversorgung auf“, erklärte Dr. Fornefeld. Wenn diese Verteilerstellen mit Vectoring leistungsfähiger gemacht würden, seien die Außenbereiche für die nächsten fünf bis sieben Jahre sehr gut versorgt. Danach müsse man weitersehen. Fest stehe: „Einen Anschluss der Außenbereiche an ein Glasfasernetz, das bis zum Haus reicht, sehe ich in den nächsten zehn Jahren noch nicht.“ Für das Vectoring etwa, das in erster Linie die Deutsche Telekom anbiete, könne die Stadt Rietberg problemlos Fördergelder beantragen, um Wirtschaftlichkeitslücken zu schließen.

Variante für Varensell: Güterslohs Netze anzapfen

Für den Stadtteil Varensell sieht Fornefeld möglicherweise eine Lösung, die bisher noch nicht in Erwägung gezogen worden ist: „Es könnte sich lohnen, das Glasfaserkabel in Gütersloh anzuzapfen und bis in die Varenseller Haushalte zu führen. Die Entfernung ist überschaubar.“ Diesbezüglich stellte er in Aussicht, Gespräche mit dem Anbieter Bitel (ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Bielefeld und Gütersloh) zu führen, um auszuloten, ob man deren Knotenpunkt auf Gütersloher Gebiet anzapfen kann.

Stadtwerke-Netz wäre frei für andere Anbieter

Zu einem künftig möglichen Betrieb des Glasfasernetzes der Stadtwerke Soest sagte Fornefeld auf Nachfrage, es werde ein offenes Netz sein, das allen Anbietern zur Verfügung gestellt wird. Das heißt, Kunden könnten dann zwischen mehreren Telekommunikationsanbietern ihren Favoriten auswählen, sofern andere Anbieter dieses Netz überhaupt nutzen möchten. Das letzte Wort dazu haben die Stadtwerke Soest.

Mehr zu diesem Thema:
Hier finden Sie die Vorlage für die Sitzung des Stadtrats am 15. Dezember zum Antrag der Stadtwerke Soest.
Hier finden Sie die Vorlage für die Sitzung des Stadtrats am 15. Dezember zur Gründung einer Gesellschaft zum Energievertrieb.


Pressemitteilung der Stadt Rietberg vom 8. November 2016:

BBV-Verträge nun gegenstandslos

Rietberg. Die BBV Ostwestfalen wird einer schnellen Realisierung des Glasfaserausbaus in Rietberg durch einen neuen Partner nicht im Wege stehen. Das hat BBV-Geschäftsführer Manfred Maschek jetzt einem klärenden Gespräch mit Bürgermeister Andreas Sunder bekräftigt.

Für Andreas Sunder ist jetzt die notwendige Klarheit erreicht, die die BBV bald auch all jenen Rietbergern schriftlich bestätigen wird, die bei der BBV einen Vertrag unterschrieben haben. Manfred Maschek wird darin alle gegenüber der BBV abgegebenen so genannten Grundstückseigentümererklärungen und Verträge über den Bau und die Nutzung eines Glasfaseranschlusses für gegenstandslos erklären.

Diese Aussage, die dem Verwaltungsvorstand der Stadt Rietberg schriftlich vorliegt, macht den Weg frei für einen möglichen zeitnahen Netzausbau in Rietberg mithilfe der Stadtwerke Soest. Diese haben sich – wie bereits mitgeteilt – als möglicher technischer Partner in einem neuen Konsortium angeboten. Der Ausbau könnte – so die Aussage der Stadtwerke Soest – in der ersten Jahreshälfte 2017 in Mastholte beginnen.

Voraussetzung ist, dass der Rat der Stadt Rietberg in seiner Sitzung am Donnerstag, die Stadtverwaltung beauftragt, die entsprechenden Verhandlungen mit den Stadtwerken Soest intensiv fortzusetzen. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 18 Uhr im Ratssaal des Alten Progymnasiums.


Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Rietberg, der Stadtwerke Soest und der HeLi NET Telekommunikation GmbH vom 7. Oktober 2016:

Neue Option für schnelleres Internet

Rietberg. Das Projekt Glasfaser für Rietberg war in den vergangenen Wochen ins Stocken geraten. Die BBV als ursprünglicher Projektpartner der Firma HeLi NET kann aktuell nicht zusichern, die finanziellen Mittel für den Bau eines leistungsstarken Glasfaserkabelnetzes bereitzustellen. Jetzt tut sich eine neue Möglichkeit auf, das Vorhaben unter geänderten Vorzeichen zu realisieren. Mit den Stadtwerken Soest – Gesellschafterin der Firma HeLi NET – steht ein neuer Partner bereit.

Bürgermeister Andreas Sunder steht dieser neuen Option offen gegenüber: „Die Stadtwerke Soest sind aus unserer Sicht ein zuverlässiger Partner. Wir haben in den vergangenen Wochen intensive Gespräche geführt und könnten uns als Stadtverwaltung eine Zusammenarbeit vorstellen. Neben dem Vertrieb von Telekommunikationsprodukten wäre auch ein Einstieg in den Vertrieb von Strom und Gas hier bei uns vor Ort möglich.“ Die politischen Parteien im Rietberger Stadtrat sind in nicht öffentlicher Sitzung über das Angebot informiert worden. Stadtoberhaupt Sunder betont: „Das Votum des Stadtrats ist in dieser Angelegenheit entscheidend. Nur wenn es demnächst eine Mehrheit für das Modell mit den Stadtwerken Soest gibt, können wir eine Zusammenarbeit erfolgreich begleiten. Ich habe sehr großes Verständnis dafür, dass alle Parteien dieses Angebot jetzt zunächst sehr gründlich prüfen und sich weiter informieren möchten, bevor sie darüber entscheiden, ob dieser Ansatz überhaupt weiter verfolgt werden soll.“

Nachdem die BBV Deutschland in Rietberg veröffentlicht hatte, dass es Schwierigkeiten bei der Finanzierung des angestrebten Glasfaserausbaus gebe, hatte das Hammer Unternehmen HeLi NET – auch im Sinne der Kunden – eine klare Stellungnahme von der BBV gefordert. Aus der Antwort ging hervor, dass es aktuell nicht absehbar sei, wann ein Ausbau stattfinden werde und ob die finanziellen Mittel dazu bereitstehen.

Auf Basis der bisher bei der HeLi NET eingegangenen Kundenaufträge muss nun geprüft werden, wie ein Austausch des Investors erfolgen kann. Die Geschäftsführung hat aufgrund der Probleme mit der Projektrealisierung in einem weiteren gemeinsamen Cluster mit der BBV bereits Alternativen für die Neuaufstellung eines Projektkonsortiums sondiert.

Für das Rietberger Bauvorhaben konnte Ralf Schütte den HeLi NET-Gesellschafter und Geschäftsführer der Soester Stadtwerke, André Dreißen, im Rahmen einer Gesellschafterversammlung gewinnen. André Dreißen: „Die Idee zu dieser Kooperation entstand während einer Gesellschafterversammlung der HeLi NET. Wir als Stadtwerke investieren gerne langfristig in Netzinfrastrukturen, das ist unser Kerngeschäft.“ Schütte:Das neu geplante Projektkonsortium zwischen HeLi NET und den Stadtwerken Soest hat aufgrund der gemeinschaftlichen öffentlich-rechtlichen Wurzeln eine verlässliche Basis, die mit einem Anspruch an partnerschaftliches, abgestimmtes Verhalten einhergeht.“

Stadtwerke-Geschäftsführer Dreißen betont: „Wir haben ein nachhaltiges Interesse an der Umsetzung des Glasfaserausbaus in Rietberg. Auch bislang noch wirtschaftlich herausfordernde Teilcluster könnten für uns interessant werden, da wir im Gegensatz zu einem reinen Finanzinvestor gemeinwohl- und infrastrukturorientiert sind und eine langfristig ausgerichtete Strategie verfolgen.“ Auf dieser Basis seien die generellen Ausbauchancen auch bei wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen verbessert und die Flexibilität für einen Teilclusterausbau gegeben.


Pressemitteilung der Stadt Rietberg vom 15. September 2016:

Glasfaserausbau in der Warteschleife

Rietberg. Obwohl es nach außen hin nicht erkennbar ist, hat das Thema Glasfaserausbau im Rietberger Rathaus weiterhin höchste Priorität und wird intensiv bearbeitet. Bürgermeister Andreas Sunder sagt: „Es ist bedauerlich, dass sich das Verfahren so lange hinzieht. Damit hatten wir selbst zu Beginn des Projekts nicht gerechnet.“ Sunder ist zuversichtlich, in den nächsten Wochen konkrete Ergebnisse präsentieren zu können.

Nach Abschluss der Vorvermarktungsphase in Rietberg und Neuenkirchen war die von den beteiligten Firmen Helinet und BBV Ostwestfalen benötigte Anzahl Verträge in zwei Gebieten nicht erreicht worden. Daraufhin haben Bürgermeister Sunder und Mitarbeiter im Rathaus intensive Gespräche sowohl mit der BBV als auch mit der Firma Helinet geführt. Unter anderem ist diskutiert worden, ob die Stadt Rietberg beispielsweise bei künftig anstehenden Grundstückserschließungen in Neubaugebieten Bevorratungsverträge abschließen kann, damit die Anschlussquote erhöht wird. Ein anderer Ansatz war, dass auch Neuenkirchen in den Genuss eines Netzausbaus kommen könnte, wenn Varensell mit im Boot wäre. Entsprechende Interessensbekundungen hatte es aus diesem Stadtteil bereits gegeben.

Leider ist es derzeit nicht möglich, konkrete Aussagen dazu zu treffen, wann beispielsweise mit dem Ausbau des Netzes in Mastholte und Mastholte-Süd begonnen werden kann. Beide Gebiete hatten die Mindestzahl an Verträgen deutlich erreicht. Rietberg steht mit solchen Verzögerungen jedoch nicht allein da. Auch in einigen Nachbarstädten wie in Langenberg oder in Delbrück sowie im münsterländischen Ascheberg sind derzeit keine Fortschritte bei den Glasfaserprojekten zu verzeichnen. In Ascheberg sind die Arbeiten bereits gestartet, allerdings unterbrochen worden, weil die Finanzierung, die über einen Fonds erfolgt, nicht gesichert ist. „Genau das möchte ich uns ersparen“, sagt Bürgermeister Sunder.

Vor diesem Hintergrund prüft die Stadt auch erfolgversprechende Alternativen zur Sicherung des zeitnahen Breitbandausbaus. Bürgermeister Andreas Sunder versichert: „Sobald es hierzu spruchreife Neuigkeiten gibt, werden wir sie umgehend kommunizieren. Ich muss aber um Verständnis dafür bitten, dass manche Prozesse ein wenig Zeit in Anspruch nehmen.“

Das Engagement, das Bürger, Vereine, politische Vertreter oder Geschäftsleute in den vergangenen Monaten an den Tag gelegt hatten, um für das Glasfasernetz die Werbetrommel zu rühren, verdient aus Sunders Sicht den größten Respekt: „Das war wirklich beispielhaft, wie viel Zeit und Mühe hier investiert worden ist – dafür möchte ich mich noch einmal ausdrücklich bei allen Beteiligten bedanken. Das ist nicht selbstverständlich.“ Dieses Bemühen habe ihm auch gezeigt, dass ein Großteil der Menschen in Rietberg einen leistungsstarken Glasfaseranschluss für eine wichtige Investition in die Zukunft hält. Insbesondere jene, die beruflich auf schnelle Internetleitungen angewiesen sind, haben dem Stadtoberhaupt immer wieder deutlich signalisiert, wie wichtig ein Glasfasernetz in Zeiten von „Wirtschaft 4.0“ ist. Sunder verspricht auch deshalb: „Wir bleiben am Ball und werden alles tun, um das Hochgeschwindigkeitsnetz zu uns nach Rietberg zu holen.“


Gemeinsame Presseerklärung der Unternehmen Helinet, BBV und der Stadt Rietberg vom 15. Juni 2016:

Mastholte bekommt das Glasfasernetz

Rietberg. Mastholte und Mastholte-Süd werden in jedem Fall ausgebaut und bekommen die Glasfaser. Das vorgegebene Ziel von 40 Prozent wurde innerhalb der Vermarktungsfrist bis zum 11. Juni erreicht. Nicht geschafft haben es hingegen Rietberg und Neuenkirchen. In beiden Stadtteilen zusammen fehlten zum Stichtag insgesamt knapp über 800 Verträge.

In Abstimmung mit Bürgermeister Andreas Sunder, der BBV und Heinet ist gemeinsam entscheiden worden, dass Rietberg und Neuenkirchen noch eine Chance erhalten, bis zum 08. Juli 2016 auf den Glasfaserzug aufzuspringen. Für diesen Zeitraum gelten auch weiterhin die Aktionspreise. Danach müssen interessierte Haushalte und Unternehmen volle Kosten ohne Ersparnisse tragen.

Bürgermeister Andreas Sunder hatte sich nach dem Erörterungstermin am Dienstag dieser Woche mit den Fraktionsvorsitzenden der Parteien im Rietberger Stadtrat abgestimmt und erfragt, ob eine weitere Verlängerung politisch überhaupt gewollt ist. Das Ergebnis war eindeutig: „Alle haben sich dafür ausgesprochen.“

Zwar sei in der Vergangenheit von Helinet und BBV immer betont worden, es werde keine zweite Verlängerung geben. Die Situation habe sich aber nun aufgrund des Ausbaus in Mastholte geändert. „Dass Mastholte es geschafft hat und unabhängig von den anderen Stadtteilen ausgebaut wird, ist eine fantastische Nachricht. Ich hoffe sehr, dass Rietberg und Neuenkirchen auch noch zum Zug kommen werden.

Wir haben viele Möglichkeiten diskutiert. Wir sind aber gemeinsam zu dem Schluss gekommen, dass eine nochmalige Verlängerung der bessere und faire Weg ist.“

„Wir gratulieren Mastholte zu diesem tollen Erfolg. Die BBV wird Mastholte in jedem Fall mit der Glasfaser erschließen, auch wenn Rietberg und Neuenkirchen ihre Möglichkeiten in den kommenden Wochen nicht nutzen sollten. Dieser Erfolg kam nur durch den besonderen Einsatz engagierter Lokalpolitiker, vieler Bürgerinnen und Bürger sowie von Vereinen zustande. Für Rietberg gibt es deutlich Licht am Horizont. Neuenkirchen könnte es ebenfalls schaffen, müsste sich aber um ein vielfaches anstrengen“, betonte Wolfgang Ruh, Leiter Vertrieb BBV Deutschland.

Helinet-Projektleiter Dietmar Rotering ist ebenfalls für Rietberg weiterhin optimistisch gestimmt und bündelt seine Vermarktungskräfte: „Wir können es schaffen, die bestehende Lücke bis zum 08. Juli zu schließen. Allerdings kommt es jetzt auf noch stärkeres Eigenengagement und gezielte Aktivitäten in der Nachbarschaft und den Vereinen an. Wir bündeln daher einmal mehr unsere Vermarktungskräfte in Rietberg. Die Beratungsstellen Mastholte und Neuenkirchen werden geschlossen.“

Und es kommt jetzt insbesondere auf die Gemeinschaft an: Denn wenn Neuenkirchen es schafft, bekommt eventuell sogar Varensell eine Chance auf die Glasfaser. Ortsvorsteher Manfred Habig hat eine Liste mit 350 potentiellen Glasfaser-Interessenten an den Bürgermeister übergeben. HeLiNET appelliert jetzt an alle Zögerer und Zweifler,  sich kurzfristig für Glasfaser zu entscheiden.

Auch ist eine hohe Anzahl an Mehrfamilienhäuser immer noch ohne Vertrag. Hier bittet Helinet alle interessierten Eigentümer und Mieter sich vor Ort im Shop Rietberg oder unter 02381-874 2020 zeitnah über Realisationsmöglichkeiten gezielt zu informieren.

Für den Helinet-Shop Rietberg gelten ab sofort bis zum 08.07.16 geänderte Öffnungszeiten (Mo, Di, Do, Fr von 14-19 Uhr / Mi, Sa und So geschlossen). Um Zeit zu gewinnen, bietet Helinet den interessierten Haushalten, sich im Rahmen von Gruppenberatungen mit mehreren Nachbarn und Freunden über die wichtigsten Details zu informieren. Anmeldungen unter beratung@helinet.de.


Artikel vom Mai 2016:

Glasfaserausbau geht in die Verlängerung

 

Es geht weiter: Noch bis zum 11. Juni können Bürger sich für einen Glasfaseranschluss entscheiden. Das Foto zeigt (von links) Bürgermeister Andreas Sunder, Wirtschaftsförderin Renate Pörtner, Ortsvorsteherin Bärbel Diekhans, BBV-Vertriebsleiter Wolfgang Ruh und Helinet-Projektleiter Dietmar Rotering. Foto: Stadt Rietberg
Es geht weiter: Noch bis zum 11. Juni können Bürger sich für einen Glasfaseranschluss entscheiden. Das Foto zeigt (von links) Bürgermeister Andreas Sunder, Wirtschaftsförderin Renate Pörtner, Ortsvorsteherin Bärbel Diekhans, BBV-Vertriebsleiter Wolfgang Ruh und Helinet-Projektleiter Dietmar Rotering. Foto: Stadt Rietberg

Rietberg. Die Fußball-Europameisterschaft beginnt zwar erst in drei Wochen, aber Rietberg geht bereits in die Verlängerung: Noch bis zum 11. Juni können sich Bürger für einen Anschluss an das Glasfasernetz entscheiden. Eigentlich war die Frist am vergangenen Samstag bereits abgelaufen.

Der vergleichsweise starke Anstieg der abgeschlossenen Verträge in den vergangenen Wochen hat die Firmen BBV (sie baut das Netz) und Helinet (Vermarktung) überzeugt. „Die zuletzt sehr erfolgreiche Akquise stimmt uns optimistisch“, sagte Wolfgang Ruh, BBV-Vertriebsleiter, am Mittwoch bei einem Pressegespräch.  Folgende Prozentzahlen sind (Stand 18. Mai 2016) in den Stadtteilen, die im Ausbaugebiet liegen, erreicht worden:

Rietberg: 26 Prozent, Neuenkirchen: 22 Prozent, Mastholte: 37 Prozent, Mastholte-Süd: 30 Prozent.

40 Prozent aller Kunden, die im Ausbaugebiet wohnen, braucht die BBV mindestens, um starten zu können. Bürgermeister Andreas Sunder ist zuversichtlich, dass es auch in der Verlängerung sportlich weitergeht: „Ich hoffe natürlich sehr, dass wir die 40er-Marke zügig knacken. Ich bin von der zukunftsweisenden Glasfaser-Technologie überzeugt – und ganz viele Bürger inzwischen auch.“ Der Stadtchef bedankte sich ausdrücklich bei den Ortsvorstehern Gisbert Schnitker (Mastholte) und Engelbert Ottemeier (Rietberg) sowie bei Ortsvorsteherin Bärbel Diekhans (Neuenkirchen). Sie sind seit Wochen unterwegs, um für die Glasfaser zu werben. Ebenso wie unzählige Vereinsvertreter und Mitglieder der politischen Parteien. Sie stehen alle geschlossen hinter dem Projekt.

Wolfgang Ruh erklärte, die Verlängerung sei nur möglich, weil sich in Rietberg bisher insgesamt mehr als 25 Prozent der Haushalte für einen Glasfaseranschluss entschieden hätten. „Wäre diese Grenze zum Ende der eigentlichen Frist am Samstag unterschritten gewesen, hätte eine Verlängerung keinen Sinn gemacht.“ Dietmar Rotering, Projektleiter der Firma Helinet, ist zuversichtlich, die erforderliche Prozentzahl zu erreichen: „Es läuft sehr gut, gerade in den vergangenen Wochen hat die Nachfrage weiter angezogen.“ Der von Ehrenamtlichen gedrehte Videofilm sei „einfach genial“.

 

In der Woche vom 6. bis zum 12. Juni gelten Sonderöffnungszeiten der mobilen Kundencenter in den Stadtteilen:

Rietberg: Pavillon gegenüber dem E-Center an der Westerwieher Straße, Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch von 11.30 bis 18.30 Uhr, Donnerstag von 11.30 bis 20 Uhr, Freitag von 11.30 bis 18.30 Uhr (ab 11 Uhr wird Currywurst serviert) und Samstag von 9 bis 16 Uhr (ab 11 Uhr wird Currywurst serviert).

Mastholte: Infomobil an der Rietberger Straße 66 beim Autohaus Glasemacher, Öffnungszeiten: Montag und Dienstag von 15 bis 19 Uhr, Samstag von 9 bis 16 Uhr (ab 11 Uhr wird Currywurst serviert).

Neuenkirchen: Infomobil an der Langen Straße (neben der Metzgerei Strunz), Öffnungszeiten: Donnerstag von 15 bis 20 Uhr, Freitag von 15 bis 19 Uhr und Samstag von 9 bis 16 Uhr (ab 11 Uhr wird Currywurst serviert).


Artikel vom Februar 2016:

Unternehmen verspricht Hochleistungs-Internet

Rietberg. Flott durchs Internet – das ist leider in vielen Teilen Rietbergs mehr Wunschvorstellung als Realität. Der gesamte Süden des Kreises Gütersloh gilt in punkto Breitband als überwiegend unterversorgt. Rietberg bekommt nun die Chance, das zu ändern. Das Unternehmen BBV Ostwestfalen plant, Rietberg, Neuenkirchen, Mastholte und Mastholte-Süd mit leistungsstarkem Glasfaserkabel zu versorgen. Voraussetzung dafür ist, dass genügend Kunden daran Interesse finden.

Bürgermeister Andreas Sunder kann dieses Vorhaben nur unterstützen – zumal der Stadt keine Kosten für den Aufbau dieser zukunftsträchtigen Technologie entstehen. „Ich bin froh, dass mit der BBV ein Unternehmen an uns herangetreten ist, das uns an das Internet anschließen möchte, das auch in Zukunft noch gut funktioniert. Denn ohne Glasfaserkabel werden wir als Stadt Rietberg in den kommenden Jahren sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen wenig attraktiv sein“, sagt das Stadtoberhaupt. Veraltete Technik wie etwa Kupferkabelleitungen wird mit den immer höheren Datenmengen nämlich auf absehbare Zeit nicht mehr Schritt halten können, prophezeien Experten. Daher führt langfristig kein Weg am Glasfaserkabel vorbei.

Glasfaser bis direkt ans Haus

1950 Kunden muss die BBV in der so genannten Vorvermarktung (sie läuft vom 1. März bis zum 14. Mai) für sich gewinnen können, sonst ist der Ausbau des Netzes für die Firma wirtschaftlich nicht darstellbar. Das hat Wolfgang Ruh, Vertriebsleiter der BBV Deutschland, am Donnerstag bei einem Pressegespräch erläutert. 14 bis 16 Millionen Euro nimmt die BBV nach eigenen Angaben für dieses Projekt in die Hand. Das Besondere: Das Glasfaserkabel wird direkt bis vor die Haustür verlegt. Bislang kommt vorwiegend eine Technik zum Einsatz, bei der Verteilerstellen in einer Siedlung angezapft werden. Von dort aus leitet man das Signal bis in die Häuser weiter. Dabei büßt die Leitung allerdings einiges an Leistung ein. Der Vorteil eines Glasfaseranschlusses, der direkt an die eigenen vier Wände andockt, ist die hohe Geschwindigkeit, mit der Daten übertragen werden können – ohne Leistungseinbußen.

Grundsätzlich ist der direkte Anschluss an das Glasfaserkabel mit einem recht hohen Aufwand verbunden: Es muss ein Leerrohr verlegt und das Glasfaserkabel eingeblasen werden. Bautätigkeiten, für die Kosten entstehen. Diese Kosten beziffert Wolfgang Ruh auf 400 Euro für das Leerrohr und noch einmal 200 Euro für die Glasfaser. Darüber hinaus fallen 100 Euro reguläre Anschlussgebühren an. Wer sich innerhalb des Vorvermarktungszeitraums bis zum 14. Mai entscheidet mitzumachen, der kann dieses Geld sparen.

Schnelles Internet und Telefon ab 40 Euro monatlich

Während die BBV als Investor bereitsteht, übernehmen in Rietberg die Firmen Helinet und Easybell die Vermarktung. Sie sind die direkten Ansprechpartner für Kunden, die sich für einen Vertrag interessieren. Ihre Konditionen sind unterschiedlich. Helinet erlässt die 600 Euro Baukosten, wenn man persönlich bei Ihnen einen Vertrag abschließt. Entscheidet man sich dafür, bei Helinet oder Easybell im Internet zu buchen, entfällt auch die Anschlussgebühr. Es gibt aber einen Unterschied zwischen den beiden Anbietern: Helinet ist mit Ladenlokalen und Ansprechpartnern vor Ort vertreten (siehe Link unter dem Text „Fragen und Antworten…“), die Easybell bietet ihre Verträge ausschließlich online an. Einen leistungsstarken Internetanschluss inklusive Flatrate für das Festnetz-Telefon gibt es ab etwa 40 Euro im Monat. Die genauen Konditionen können Interessenten auf den Internetseiten der Helinet oder von Easybell nachlesen.