Traditionell versuchte das Kirchdorf Neuenkirchen, der ehemaligen Landeshauptstadt Rietberg in manchen Fragen die Führungsrolle innerhalb der Grafschaft streitig zu machen. Historisch hat da Neuenkirchen bis heute einige wichtige Argumente ins Feld zu führen. So ist Neuenkirchen, das im Jahre 1185 als “nyen kerken” erstmalig genannt wurde, zweifellos der Ausgangspunkt der kirchlichen Entwicklung in der Grafschaft. Als Filialkirche der karolingischen Urpfarre Wiedenbrück war Neuenkirchen schon lange Zeit kultureller und geistiger Mittelpunkt des Landes, bevor es die Grafschaft Rietberg und eine gräfliche Eigenkirche in Rietberg überhaupt gab. Mit der heutigen Pfarrkirche St. Margareta, die in ihrem Kern aus dem 13. Jahrhundert stammt, verfügt Neuenkirchen auch über das älteste Baudenkmal im Stadtgebiet.
Früher war Neuenkirchen sehr wichtig für die Wirtschaft.
Eine wichtige Post-straße ging durch Neuenkirchen.
Die Straße führte von Münster und Wiedenbrück nach Paderborn.
Rietberg lag nicht an der Straße.
Im 18. Jahrhundert gab es in Neuenkirchen eine große Synagogen-gemeinde.
Der jüdische Friedhof an der Druffeler Straße ist noch da.
Er erinnert an die Gemeinde.
Seit dem 18. Jahrhundert war Neuenkirchen wichtig für Handel.
Es war auch wichtig für Handwerk.
Die Industrie begann hier.
Emil Kemper gründete 1898 eine Eisengießerei.
Er war Mitglied in der Synagogen-gemeinde.
Er war auch im Gemeinde-rat von Neuenkirchen.
Die Firma feierte 1998 ihr 100-jähriges Bestehen.
Neuenkirchen war früher einmal sehr wichtig.
In der Preußenzeit war es Sitz der Verwaltung.
Die Verwaltung war für den Norden der Grafschaft.
1836 musste Neuenkirchen den Sitz abgeben.
Dann gehörte es zur Verwaltung von Rietberg.